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Segeberg A 21: Endlich kommt der neue Asphalt
Lokales Segeberg A 21: Endlich kommt der neue Asphalt
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22:26 16.08.2018
Die schon Jahre andauernde Fahrbahnerneuerung der A 21 zwischen Bornhöved und Stolpe soll endlich Anfang 2019 fertig sein. Quelle: Fotos: Glombik
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Bad Segeberg

Sicherlich gibt es zurzeit auf der A 21 bei den Autofahrern, die täglich sich an der Baustelle bei Bornhöved vorbeiquälen, den einen oder anderen Pendler, der extra die Scheiben herunterlässt, um mal tief einzuatmen. Die gestressten Autofahrer auf dieser Schleichstrecke lieben den Geruch von frischem Asphalt – denn er verspricht endlich, endlich ein Ende der sich über Jahre hinziehenden Fahrbahnerneuerungsarbeiten. Autofahrer, die seit Jahren an der quälend langen Engstelle mit Tempo 80 vorbei mussten, sehnen ein Ende der Bauarbeiten herbei. Zwischendurch wurden sogar Smiley-Schilder mit Kilometerangaben aufgestellt, um die Autofahrer aufzumuntern, zumal der Bau des sich anschließenden Autobahnteilstück für die alte B 404 ab Stolpe gen Kiel sich jahrelang hinzog.

Endspurt an der A 21. Die Arbeiten sind aktuell im Zeitplan. Im Dezember, spätestens aber zu Beginn des kommenden Jahres, soll der Verkehr zwischen Bornhöved und Stolpe auf dem etwa zehn Kilometer langen Baustellenstück wieder normal auf allen Fahrbahnen rollen.

Auf der Fahrbahn Richtung Kiel stelle jetzt das Bauunternehmen Johann Bunte die Trag- und die Asphaltbinderschicht her, teilt der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein auf LN-Anfrage mit. Zugleich errichte die Firma Spieker zwei Brücken im Bereich der Fahrbahnerneuerung.

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Die Arbeiten befinden sich danach im Zeitplan. Die Firma Bunte habe einen Bauzeitenplan übergeben, „der eine Verkehrsfreigabe für Dezember 2018 erkennen lässt“. Bei den Ersatzneubauten wird die Fertigstellung ebenfalls wie vertraglich vereinbart geschehen, heißt es vom Landesbetrieb. Verkehrsteilnehmer können „ab Januar 2019 mit einer vollen Befahrbarkeit der A 21 in diesem Bereich rechnen“.

Vor einem Jahr verzögerte sich die Freigabe der westlichen Fahrbahn, weil Markierungsarbeiten und Montage der Leitplanken nicht erfolgen konnten. Obwohl die Fahrbahn seit Monaten fertig saniert war, durfte die Fahrbahn nicht genutzt werden. Der Verkehr quälte sich weiter über die holprige Fahrbahn nebenan, hier konnte deshalb nicht saniert werden. Leitplanken habe man wegen eines Formfehlers bei der Ausschreibung nicht montieren können, hieß es damals. Der Landesbetrieb stellt nun klar, dass es 2017 „eine Rüge vor der Vergabekammer Schleswig-Holstein zur Ausschreibung der Schutzeinrichtungen für die Richtungsfahrbahn Bad Segeberg“ gegeben habe. Doch die Vergabekammer kam nach Prüfung aller Unterlagen zu dem Entschluss, dass es keine Auffälligkeiten im Verfahren gegeben habe. Der Rüge wurde nicht stattgegeben. Verzögerungen wie vor einem Jahr seien aber derzeit nicht zu erwarten, teilt der Landesbetrieb mit. Die Leitplanken befänden sich gegenwärtig in der Vergabe. „Die Umsetzung der Markierungsarbeiten wird im September veröffentlicht und vergeben.“

An fehlenden Leitplanken wird es also hoffentlich nicht scheitern. Bleiben noch die besorgten Blicke der Pendler, die über die Jahre auf der „Zeitlupen-Baustelle“ selbst zu Straßenbauexperten heranreiften, auf die Brückenbauwerke. Aber die Annahmen, dass hier die Arbeit „hinterherhinke“, stimme nicht. Die Arbeiten befänden sich auch hier im Zeitplan, beruhigt der Landesbetrieb. „Der Überbau ist betoniert und die Widerlager sind bereits hinterfüllt, somit befinden sich die Bauwerke in der Schlussphase der Fertigstellung.“

Im Frühjahr 2019 könne es zu kurzfristigen Beschränkungen auf beiden Richtungsfahrbahnen kommen, da im Anschluss an die Erneuerung der Fahrbahn Wildsperrzäune errichtet werden, wird vorsorglich angekündigt. Die lange gequälten Pendler auf der Route von Bad Segeberg nach Kiel werden es beim Gleiten über den neuen Asphalt mit Gelassenheit nehmen.

A 21 Richtung Kiel

Die Autobahn schiebt sich langsam in Richtung Kiel vor. Im Dezember 2017 hatte das Land zuletzt ein 2, 1 Kilometer langes Teilstück bei Löptin für den Verkehr freigegeben. Nun wird ein Abschnitt mit 6,5 Kilometern Länge nördlich von Nettelsee bis nach Klein Barkau in Angriff genommen. Mit der Fertigstellung dieses Abschnitt rechnet das Land im Jahre 2022. Erster Spatenstich dafür ist Anfang September.

Wolfgang Glombik

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