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Segeberg Abkühlen für Hunde: Das sind Segebergs beliebte Badestellen
Lokales Segeberg Abkühlen für Hunde: Das sind Segebergs beliebte Badestellen
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07:01 21.07.2019
Wohl mit die beliebteste Badestelle für Hunde: In der Trave zwischen Schackendorf und Ihlsee. Quelle: Irene Burow
Segeberg

Ob erlaubt oder nicht: Im Sommer wollen Hundebesitzer ihren Hunden eine Abkühlung gönnen. Am effektivsten ist da wohl der Sprung ins Wasser. Im Kreis Segeberg ist das nur an wenigen Stellen offiziell erlaubt.

Eine ausgewiesene Hundebadestelle gibt es zum Beispiel in Kükels. Das Auto bleibt im Ort, über den I. Seeweg geht es wenige Hundert Meter durch den Wald bis zum Mözener See. Schilder weisen ausdrücklich darauf hin: In Richtung Badestelle darf der Hund zwar nicht mit. Dafür hat er unweit entfernt sein eigenes kleines Terrain.

Beliebt sind Seen und Abschnitte der Trave

Bedenkenlos ist das Baden mit dem Vierbeiner außerdem im Nehms möglich. Die Badestelle am nördlichen Nehmser See hat einen Parkplatz. 200 Meter sind es bis zur Badestelle, von dort geht es linker Hand weiter zur ausgewiesenen Tierbadestelle.

Beliebter Treffpunkt bei Schackendorf

Nicht überall steht es so deutlich. Grundsätzlich sind Hunde in frei zugänglichen Parks, Badestellen und Grünanlagen anzuleinen, so besagt es das Landeshundegesetz von Schleswig-Holstein. Vielerorts werden die Hunde naturgemäß dennoch laufen gelassen.

Insider wissen: Zu den beliebtesten Bade-Standorten im Kreis Segeberg gehört die Trave zwischen Schackendorf und dem Ihlsee. Eher selten sind hier die Momente der Stille. Besitzer geben sich die Klinke in die Hand. Hundebesitzer treffen und begegnen sich hier, lassen ihre Tiere baden und toben.

Rechtliche Grundlage

Das „Gesetz über das Halten von Hunden“ des Landes regelt allgemeine Pflichten von Hundehaltern. Demnach dürfen Menschen, Tiere oder Sachen zu keiner Zeit gefährdet werden. Hunde sind stets anzuleinen: in Fußgängerzonen, in Park-, Garten- und Grünanlagen (außer in Hundeauslaufgebieten), in Sportanlagen und auf Zelt- und Campingplätzen, auf Friedhöfen. Verboten sind Hunde in Badeanstalten und an Badestellen. Das Landeswaldgesetz regelt zudem das Betreten des Waldes auch mit Hunden – es ist nur angeleint auf Waldwegen erlaubt. Darüber hinaus legen Städte und Gemeinden selber fest, wo ein Hund angeleint sein muss und wo nicht. Viele verweisen jedoch auf das Landeshundegesetz, wie die Stadt Bad Segeberg oder das Amt Trave-Land.

„Man kann auch noch ein Stück weiter in Richtung Norden gehen, dort sind weitere Einbuchtungen und es wird noch ruhiger“, sagt Beate Liedtke aus Bad Segeberg, die „Fiete“ gerade im Wasser herumtollen lässt. „Hier ist es schön flach, das Wasser reicht ihm nur bis zum Bauch“, sagt sie, während vier angeleinte Tiere die Brücke passieren, gefolgt von immer neuen Spaziergängern mit Hunden – angeleint, oder auch nicht. Zwischenzeitlich sind fünf gleichzeitig im Wasser. Zeitweise wird es laut im Wald. Ein Paradies für die Hunde, ein Graus für manchen Kritiker.

Leinenzwang am Segeberger See

„Am Ihlsee geht das Baden nicht. Die Ufer sind zugewohnt“, heißt es von zwei Frauen, die sich mit ihren Tieren an der gleichen Stelle verabredet haben. Auch am Segeberger See gäbe es Möglichkeiten. „Aber dort ist es nicht gern gesehen, es herrscht Leinenzwang.“

Andere Passanten berichten von weiteren ungestörten Stellen im Kreisgebiet. Dazu zählen der Rundweg um den Muggesfelder See, die Rönnau südlich der Wassermühle von Klein Rönnau, Zugänge zur Leezener Au oder Mözener Au und wo immer es an der Trave möglich ist, beispielsweise östlich von Bebensee.

Nicht jeden freut das: Da wird nach Radfahrern geschnappt, Jogger werden angebellt oder Naturliebhaber gestört. Im Managementplan für das Fauna-Flora-Habitat-Gebiet „Naturschutzgebiet Ihlsee und Ihlwald“ ist vom „intensiv begangenen Wander- und Fahrradweg“ die Rede – „auch mit (nicht angeleinten) Hunden“. Wie immer gilt gegenseitige Rücksichtnahme – im Zweifelsfalle sind Hunde anzuleinen (siehe Infokasten).

Reinfeld weist auf Leinenzwang hin

Der Stadt Reinfeld wurde es nun sogar zu viel. Sie hat explizit auf das Ärgernis hingewiesen: Am Herrenteich hatte es offenbar wiederholt Verstöße gegeben. Das Mitnehmen von Hunden sei nur angeleint gestattet. Ein Hundehalter könne nicht mit Sicherheit ausschließen, dass der Hund in das Waldgebiet läuft, heißt es. Durch Hundekot an der Badestelle könne es zu Erkrankungen durch angeschwemmte Fäkalien kommen. Die Hinterlassenschaften sollen im Stadtgebiet entfernt werden. Es handele sich um illegale Abfallentsorgung, so die Stadtverwaltung – und das sei in jedem Fall eine Ordnungswidrigkeit.

„Deutsche Hundebesitzer sehr egoistisch“

„Hundebesitzer sind in Deutschland sehr egoistisch“, sagt Anni Warfen, Hundetrainerin aus Söhren. „Im Kreis Segeberg gibt es nur wenige Bereiche, wo Hunde frei laufen dürfen. Und das ist auch berechtigt. Einige Halter sind sehr vorbildlich. Da reicht der gesunde Menschenverstand. Andere denken, ihnen gehört die Welt.“ Dabei sei es egal, ob man sich im Wald, in der Feldmark, im Park oder am Wasser befinde – „Das Thema ist überall das gleiche“, sagt sie. „Das Verhalten ist manchmal sehr grenzwertig.“

Segeberg ist Hundewald-Hochburg

Wer ganz sicher gehen will, kann – außerhalb der Saison – an die Küste fahren. Die nächsten Hundestrände liegen in Scharbeutz, Haffkrug und Timmendorfer Strand. Man kann die Hunde aber auch in eingezäunten Hundewäldern laufen lassen – Waldbaden liegt ohnehin im Trend. Der Kreis Segeberg ist die Hundewald-Hochburg Schleswig-Holsteins: Mit dem Hundetummelplatz in Tangstedt und in Henstedt-Ulzburg sowie dem Hundewald Trappenkamp, in Wahlstedt, in Heidmühlen, Bockhorn/Bark oder Mönkloh.

Irene Burow

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