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Segeberg Umfrage: Pronstorfer mit ärztlicher Versorgung zufrieden
Lokales Segeberg Umfrage: Pronstorfer mit ärztlicher Versorgung zufrieden
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18:33 23.09.2019
Professor Jost Steinhäuser, seine Mitarbeiterin Kristina Flägel und Bürgermeisterin Bettina Albert (v. re.) stellten in Eilsdorf die Auswertung der Fragebögen zur Gesundheitsversorgung vor. Quelle: Petra Dreu
Pronstorf

16 Seiten war der Fragebogen lang, mit dem Professor Dr. Jens Steinhäuser, Chef des Lübecker Instituts für Allgemeinmedizin, und sein Team herausfinden wollten, ob die Einwohner von Pronstorf mit der Gesundheitsversorgung vor Ort zufrieden sind oder nicht. Das Ergebnis der Auswertung: Sie sind zufrieden oder zumindest haben sie sich mit dem arrangiert, was ihnen an ärztlicher Versorgung zur Verfügung steht.

Mit Spannung hatte Bürgermeisterin Bettina Albert auf die Auswertung der Fragebögen gewartet, die die Pronstorfer selbst aber offenbar kalt gelassen haben. Nur elf Einwohner waren am Freitag zu Vorstellung der Ergebnisse ins Sprüttenhus Eilsdorf gekommen. 1355 Fragebögen wurden Anfang Juni an die Pronstorfer Haushalte verteilt, 411 kamen ausgefüllt zurück, was immerhin eine Quote von 30 Prozent ausmacht.

Die durchschnittliche Fahrzeit zum Hausarzt beträgt 16 Minuten

53 Prozent der Rücksender seien weiblich und im Durchschnitt 58 Jahre alt gewesen, 29 Prozent von ihnen leiden an einer chronischen Erkrankung. 74 Prozent sind seit mehr als fünf Jahren beim gleichen Hausarzt, zu dem die durchschnittliche Fahrtzeit 16 Minuten betrage. 80 Prozent fahren selbst mit dem Auto zu ihrem Arzt oder lassen sich mit einem Auto dorthin fahren.

Kinderarzt und Psychotherapeut gesucht

Einfach irgendwo eine Praxis eröffnen ist Medizinern nicht erlaubt. Für sie gilt eine Bedarfsplanung, die nicht nur eine ambulante Versorgung überall in der Bundesrepublik sicherstellen, sondern auch dafür sorgen soll, dass Praxen einen genügend hohen Zulauf an Patienten haben, um damit die Ausgaben für Personal und Praxis bestreiten zu können.

Die Kassenärztliche VereinigungSchleswig-Holstein schreibt für den Bereich Segeberg derzeit folgende Zulassungen aus: Ein Kinderarzt und ein Psychotherapeut (halbe Zulassung). Die Bewerbungsfrist für beide Sitze endet am 30. September.

Im Hinblick auf Grundschule, Kindergarten und die neuen Baugebiete stand bei Bettina Albert ein Kinderarzt ganz oben auf der Wunschliste. Die Niederlassung eines Facharztes für die jüngsten Einwohner ist zwar gerade von der Kassenärztlichen Vereinigung ausgeschrieben. Aber ob sich ein solcher dann unbedingt in Pronstorf niederlassen würde, scheint eher unwahrscheinlich, und ist für die Einwohner auch offenbar nicht so wichtig.

Pronstorfer sind mit der medizinischen Versorgung zufrieden

„Die aktuelle hausärztliche Versorgung wird von den Pronstorfern als gut wahrgenommen. Das Vertrauensverhältnis zu einem Arzt zählt für sie mehr als kurze Wege“, fasste Institutsmitarbeiterin Kristina Flägel das Ergebnis der Fragebögen zusammen. Auf einer Skala von eins bis fünf haben die Pronstorfer bei der Beurteilung der Wartezeit auf einen Termin, die Entfernung zur Praxis, das persönliche Verhältnis zum Arzt, die Ausstattung der Praxis, die fachliche Kompetenz ihres Arztes und die Möglichkeit von Hausbesuchen gute Noten vergeben. Lediglich die hausärztliche Versorgung und die medizinische Versorgung im Allgemeinen beurteilten die Pronstorfer mit einem „teils teils“.

Öffnungszeiten, Hausbesuche und die Ausstattung der Praxis haben für die Befragten einen hohen Stellenwert. Für Teilnehmer ab 58 Jahren sind Hausbesuche wichtiger. Die Ausstattung der Praxis ist ab einem Lebensalter von 75 Jahren weniger relevant. Die Befragten zeigten sich zudem für Telemedizin und die Delegation als Alternative zur ärztlichen Versorgung offen.

„NäPas“ nehmen Ärzten Hausbesuche ab

Damit sind nicht-ärztliche Praxisassistenten gemeint, sogenannte „NäPas“. Hinter ihnen verbergen sich Medizinische Fachangestellte mit einer Zusatzqualifikation, die unter anderem Hausbesuche vornehmen dürfen. Sie können Werte messen, diese direkt ins System eingeben und Eindrücke sammeln. Medikamente verschreiben aber dürfen sie nicht.

Von Petra Dreu

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