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Segeberg Ahmadiyya-Muslim-Gemeinschaft in Nahe weiht Moschee ein
Lokales Segeberg Ahmadiyya-Muslim-Gemeinschaft in Nahe weiht Moschee ein
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18:22 28.10.2019
Kalif Hazrat Mirza Masroor Ahmad bei der Einweihung der Moschee in Nahe. Quelle: hfr
Nahe

Sie ist fertig: Nachdem 2011 der Grundstein gelegt worden war, hat Nahe nun eine Moschee. Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen feierten über 300 Mitglieder der islamischen Ahmadiyya-Muslim-Gemeinschaft mit gut 200 Gästen die Einweihung ihres spirituellen Gebetshauses und Treffpunkts. „Bait ul Baseer“, übersetzt „Das Haus des Allsehenden“ heißt es.

Storjohann: Moschee in Nahe nicht Abgrenzung, sondern Integration

Zur Einweihung unterstrich Kalif Hadhrat Mirza Masroor Ahmadatba als weltweit wichtigstes muslimische Oberhaupt der Gemeinde die Friedfertigkeit und Toleranz seiner Religion, die andere Glaubensrichtungen achte. Auch Gustav Lünenborg (Offizier a.D.), der eine lange Verbindung zur Ahmadiyya-Muslim-Gemeinschaft in Nahe hat, betonte in seinen Worten das gute Miteinander und den großen Willen zum Dialog. Der Bundestagsabgeordnete Gero Storjohann (CDU) fasste zusammen, dass eine Moschee in Nahe zu bauen nicht Abgrenzung, sondern Integration bedeute.

Platz für 210 Betende

Die Moschee – Richtung Mekka ausgerichtet – mit einer Fläche von 300 Quadratmetern verfügt über zwei Etagen, auf die zwei Gebets- sowie zwei Waschräume, ein Konferenzraum sowie eine Technikzentrale verteilt sind. Die beiden Gebetsräume, Männer und Frauen sind getrennt, bieten zusammen Platz für 210 Betende. Himmelblauer Teppich mit dickem Flor, weiße Wände im Innern, das Glaubensbekenntnis der Muslime steht in arabischen Schriftzeichen über einer Nische, Mihrab genannt, dem Platz für den Imam.

Von der Einweihungsfeier des Gebetshauses

Das gelbe Klinkergebäude fügt sich in die Umgebung ein. Auffällig ist bestenfalls die fensterlose Front zur Straße hin mit den arabischen Schriftzeichen und der Aufschrift „Liebe für alle, Hass für keinen“. Minarett oder eine Kuppel fehlen. Beides war seinerzeit nicht genehmigt worden. Rund 550 000 Euro habe der spendenfinanzierte Bau laut der Ahmadiyya-Muslime-Jamaat (AMJ) gekostet.

Wunsch nach einer Moschee seit 30 Jahren

Seit 1980 gehören die Muslime der AMJ, viele sind pakistanischer Abstammung, zu Nahe. Genauso lange hat es vom Wunsch einer Moschee bis zur Realisierung gedauert. Als die Mitgliederzahl seinerzeit wuchs, machte die Gemeinde sich auf die Suche nach geeigneten Räumen und einem Platz, um eine Moschee bauen zu können. Ein Gemeindemitglied mit Firma in der Nähe von Nahe hatte die 10 000 Quadratmeter große Fläche mit altem Bauernhof und Stall im Besitz, ursprünglich als Erweiterungsplatz. Er stellte sie aber der AMJ zur Verfügung. 1988 wurde die Gemeinde Besitzer des Grundstücks.

Tag der offenen Moschee am 1. Dezember

Um Vorbehalte auszuräumen setzte die AMJ auf Transparenz, richtete Tage der offenen Moschee ein – der nächste soll am 1. Dezember stattfinden. „Das hat sich sehr bewährt, da auf diesem Wege nicht nur das friedliche Miteinander gewachsen ist, sondern auch neue Freundschaften und Kontakte aufgebaut worden sind, wodurch die Gemeinde als ein Teil von Nahe akzeptiert wurde“, erinnert Abdullah Uwe Wagishausen, der Vorsitzende der deutschen Gemeinde, an die Anfänge. Der gute Kontakt und ein friedliches, harmonisches Miteinander zu den Nahern habe sich über die lange Zeit bewahrt.

Von Heike Hiltrop

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