Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Segeberg Alte Schule Rickling steht leer: Viele Ideen für die Nutzung
Lokales Segeberg Alte Schule Rickling steht leer: Viele Ideen für die Nutzung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
22:15 09.05.2014
1914 wurde die Ricklinger Schule mit zwei Klassenräumen erbaut. Um der steigenden Schülerzahl gerecht zu werden, wurde das Gebäude 1953 und 1998 erweitert. 2013 wurde der letzte Jahrgang entlassen.
Anzeige
Rickling

Im vergangenen Frühsommer hat der letzte Ricklinger Haupschuljahrgang seine Prüfung gemacht und die Schule verlassen. Seit dem steht das Schulgebäude mit acht Klassenräumen und diversen Nebenräumen leer. Das dreigeschossige Gebäude ist bereits entwidmet. Ein Grund für den Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Wirtschaftsförderung, sich mit dem Thema zu beschäftigen.

Donnerstagabend hatten die Ausschussmitglieder zu einer Sitzung mit Besichtigung des ehemaligen Schulgebäudes eingeladen. Bürger und mögliche Nutzer erhielten bei einem Rundgang einen Einblick in die verschiedenen Räume. „Wir suchen größere Räume für unseren Pflegedienst und können uns vorstellen, hierher umzuziehen“, sagte Nils Martiensen, Fachbereichsleiter bei der Diakonie Altholstein. Er sei angetan von der Größe des Erdgeschosses und habe spontan eine weitere Idee: zusätzlich zur ambulanten Pflege einen Tagestreff für Senioren einzurichten.

Das entspricht auch der Idee des Ausschusses, der sich eine Nutzung der „Alten Schule“ im sozialen, kulturellen, gesundheitlichen und/oder Bildungsbereich vorstellen kann. Weitere Vorschläge aus der Zuhörerschaft waren ein Jugendtreff sowie Räume für die Volkshochschule und den Seniorenbeirat. Außerdem könnten sämtliche Ricklinger Vereine im alten Schulgebäude ein Zuhause finden und ein Büchertauschregal eingerichtet werden.

Besonders am Herzen lag den Bürgern allerdings, dass sie bei der Entscheidung einer möglichen Nutzung beteiligt werden. Bürgermeister Christian Thomann (ABR) und die Ausschussmitglieder versprachen, die Vereine in Einzelgesprächen nach ihren Ideen und Wünschen zu fragen, eine Einwohnerversammlung zum Thema zu machen und in regelmäßigen Abständen über die Entwicklung im Amtsblatt „Land und Leute“

zu berichten.

Um sich einen groben Überblick über Entwicklungskonzepte und Fördertöpfe zu verschaffen, hatte der Ausschuss Regionalentwickler Olaf Prüß aus Itzehoe als Referent eingeladen. Zum einen müsse sich die Gemeinde überlegen, ob sie den gesamten Ort im Blickpunkt haben, eine Ortsentwicklungsplanung veranlassen und letztlich vier bis acht Maßnahmen umsetzen möchte. Oder ob es sich um eine reine Objektplanung der alten Schule handeln soll. Zum Umsetzung eines Konzeptes stünden dabei der Gemeinde drei verschiedene Förderungsmöglichkeiten im Bereich der ländlichen Entwicklung ab 2015 zur Verfügung: Die Aktivregion Holsteiner Auenland, die investive Kosten von Projekten bis zu 100 000 Euro mit bis zu 60 Prozent fördert. Ein zweiter Topf hat die Bezeichnung „Basisdienstleistung zur Grundversorgung“, damit sind multifunktionale Zentren gemeint, die neben Bildung für Kinder auch kulturelle, soziale und medizinische Angebote für Familien und Senioren bereithalten. Projekte ab 100 000 Euro sind förderungsfähig. Die dritte Möglichkeit sind Markttreffs, die eine Grundversorgungseinheit beinhalten müssen. „Wenn abzusehen ist, dass in den kommenden fünf Jahren kein Einzelhandel mehr existiert, ist ein Markttreff sinnvoll“, so Prüß. Da sich bereits einige Ricklinger für die Anmietung von Räumen in der Alten Schule interessierten, erklärte Prüß, dass eine zwischenzeitliche Nutzung der Räumlichkeiten für die Förderfähigkeit nicht schädlich sei. Zumal eine Projektumsetzung bis zu drei Jahren dauern könne.

„Eine Sitzung in Bewegung, ich finde gut, wenn ein Ausschuss in Bewegung ist.“
Manfred Czub, Ausschussvorsitzender

Silvie Domann

Das Werk ist vollendet: Renato Casaro, italienischer Künstler mit Karl May im Blut, hat zum 21.

09.05.2014

Lisa Schwetasch, am 2. März diesen Jahres erst zur Pastorin ordiniert und frischen Mutes in der Kirchengemeinde Sülfeld an den Start gegangen, verlässt die Gemeinde schon wieder.

09.05.2014

Das „gelbe Gold des Nordens“ in seiner ganzen Pracht aus dem Cockpit — die Rapsblüte war in diesem Jahr besonders schön.

09.05.2014