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Segeberg Amt Leezen sucht Wohnraum für Flüchtlinge
Lokales Segeberg Amt Leezen sucht Wohnraum für Flüchtlinge
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22:10 24.03.2015
Leezen

Nun bekommt auch das Amt Leezen allmählich Probleme, die ihm zugewiesenen Asylbewerber unterbringen zu können. Der Amtsausschuss hat auf seiner jüngsten Sitzung beschlossen, notfalls auch Immobilien anzukaufen, um Flüchtlingen eine Unterkunft bieten zu können.

2014 waren den amtsangehörigen Gemeinden Bark, Bebensee, Fredesdorf, Groß Niendorf, Högersdorf, Kükels, Leezen, Mözen, Neversdorf, Schwissel, Todesfelde und Wittenborn 34 Asylbewerber zugewiesen worden. Die aktuelle Zuweisungsquote 2015 liege bei 62. Im nächsten Jahr werden es vermutlich genauso viele sein. Zurzeit leben im Amtsbereich bereits 51 Flüchtlinge, sagt Holger Pirdzuhn von der Amtsverwaltung. 35 Menschen müssen noch untergebracht werden. Für die fehlen noch Wohnungen.

Die Nächsten erwartete das Amt für gestern, ein Ehepaar mit Kind. Zum 1. April wurde eine Wohnung in Wittenborn angemietet. In Todesfelde ist zum 1. März ebenfalls eine Wohnung angemietet worden.

„Wir suchen weiter“, sagt Pirdzuhn. Es eilt: „Für die dreiköpfige Familie, die jetzt kommt, haben wir noch keine Unterkunft.“ Was tun? „Entweder wir bringen sie in einem Hotel unter, oder sie müssen mit in eine bereits belegte Wohnung einziehen.“ Enger zusammenrücken ist dann dort die Devise.

Eine Lösung ist nicht in Sicht. Pirdzuhn: „Das Land muss endlich erkennen, dass die kommunale Ebene mit der Zuweisung überfordert ist. Das kriegen wir nicht mehr auf die Reihe.“ Er mag sich gar nicht ausmalen, was ist, „wenn wir nächstes Jahr wieder 62 Flüchtlinge zugewiesen bekommen. Wir können nicht jedes Jahr ein paar Häuser kaufen, um die Leute unterzubringen“.

Wie reagiert er ganz konkret, wenn jetzt die dreiköpfige Familie kommt — und er keine Unterkunft hat? Pirdzuhn: „Wenn wir eine belegte Wohnung haben, die groß genug ist, dann muss die Familie dort mit hinein.“ Dabei werde natürlich darauf geachtet, dass die Vorgaben in Bezug auf die Mindestfläche je Person eingehalten wird. Für drei Nächte hätte er allerdings alternativ eine Unterkunft in einem Hotel. Danach ist das Hotel wieder belegt. „Es wird sehr knapp. Wir stehen mit dem Rücken an der Wand.“

Die Flüchtlinge, die bereits angekündigt sind, stammen aus Eritrea (fünf Menschen), Albanien (5), Syrien (8), Mazedonien (3), Kosovo (7), Serbien (1), Somalia (1) und einer mit unbekannter Herkunft.

Manche kommen „unangemeldet“, also ohne angekündigt worden zu sein. Es könne durchaus der Fall sein, dass sie ins Taxi gesetzt werden — Ziel Amtsverwaltung in Leezen — „und plötzlich klopfen sie bei uns an die Tür“. Und dann müssen die Mitarbeiter der Sozialabteilung unverzüglich reagieren.

Christian Spreer

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