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Segeberg Andis Rennwagen läuft schon mal warm fürs Werner Rennen
Lokales Segeberg Andis Rennwagen läuft schon mal warm fürs Werner Rennen
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18:50 14.08.2019
Andi Feldmann im restaurierten Rennwagen von 1932, mit dem er beim Werner-Rennen-Festival am 31. August auf dem Flugplatz Hartenholm gegen Promi-Auswanderer Konny Reimann antreten wird. Quelle: Burkhard Fuchs
Hasenmoor/Hartenholm

Aus der geplanten Fahrprobe wurde zunächst nur eine ziemlich laute Hörprobe. Mehrfach drückte Andi Feldmann kräftig aufs Gas. Der 450 PS starke V8-Motor seines Oldtimer-Rennwagens röhrte durch den Flugplatz-Hangar, als würde er direkt an der Formel-1-Piste stehen.

Die ungewollte Trockenübung wegen des starken Regens über dem Flugplatz Hartenholm aber gefiel dem Bruder des Comic-Zeichners. „Der Motor hat richtig Wucht.“ Wenn er beim Start am Sonnabend, 31. August, um 16.15 Uhr nichts falsch mache, habe Konny Reimann keine Chance. Nachdem vor einem Jahr Rötger „Brösel“ Feldmann 30 Jahre nach dem ersten Werner-Rennen auf dem Flugplatz Hartenholm endlich mit seiner Horex gegen den Porsche seines Freundes Holger gewonnen hatte, – wie in den Werner-Comics beschrieben – tritt in diesem Jahr Brösels Bruder Andi gegen den Promi-Auswanderer an, der mit einem Chevy Chevelle Komi an den Start gehen wird.

Brösel: „Könnte heulen vor Glück“

Genau wie bei den vorherigen Werner-Rennen-Events zelebrieren die Feldmanns ihre Leidenschaft für den Motorsport von Kopf bis Fuß. Er könne heulen vor Glück, dass sein Bruder mit einem so schönen alten Auto starten werde, sagte Brösel vor den eigens eingeladenen Medienvertretern. Er selbst hatte sich mit Knickerbockerhosen, alter Schirmmütze und Rennfahrerbrille im Look der 1930er Jahre ausstaffiert und war mit einem handgefertigten Wiesmann-Sportwagen nach Hartenholm angereist.

Andi Feldmann und Mechaniker Jörg Reymann haben den Oldtimer von 1932 wieder renntauglich gemacht.

Bruder Andi zog lieber den Blaumann vor, mit dem er zusammen mit seinem Schrauber-Kumpel Jörg Reymann in dessen Kieler Werkstatt seit einem halben Jahr fast ununterbrochen an dem ungewöhnlichen und wohl auch einzigartigen Rennwagen von 1932 herumdoktert. Diesen habe der russische USA-Auswanderer und Automobil-Konstrukteur Victor Koslovsky selbst zusammengebaut. Nur der Motor sei von Ford, den Feldmann und Reymann in tage- und nächtelanger Arbeit jetzt komplett überholt und bis ins kleinste Detail liebevoll restauriert haben.

90 Jahre altes Auto in Originalzustand versetzt

Getriebe und Kupplung für die Dreigang-Automatik sei auch wieder wie neu, berichtet Reymann stolz. Sogar das alte Koslovsky-Familienwappen, ein Drachen mit dem Buchstaben K, habe Andi eigens als Kühlerfigur wieder angefertigt. „Das Koslovsky-Projekt ist eine Hommage an den russischen Rennfahrer, der mit diesem Wagen in 1930er Jahren beim Rennen von Indianapolis gestartet ist“, berichtet Reymann. Darum hätten sie das fast 90 Jahre alte Gefährt wieder weitgehend in den Originalzustand zurückgebaut, das der Vorbesitzer als Hot-Rod-Fahrzeug „total verhunzt“ hätte. Ihre Liebe zum Detail ging sogar soweit, dass sie über alte Auswandererdaten herausgefunden hätten, dass Koslovskys Ehefrau Margarethe 1936 ihrem Mann in die USA folgte und selbst „Hausfrau und Ingenieurin“ gewesen sei, zitierte Andi Feldmann aus den alten Akten.

Das Festival

Das Werner-Rennen 2019 steigt von Donnerstag, 29. August, bis Sonntag, 1. September, auf dem Flugplatz Hartenholm. Dutzende Bands treten dabei auf verschiedenen Bühnen auf. Dazu gibt es zahlreiche Rennveranstaltungen. Infos und Tickets: https://www.werner-rennen.de/

Das Rennen: Andi Feldmann vs. Konny Reimann

Bei der nur 250 Meter langen Strecke am letzten August-Sonnabend aber wird es wohl nur auf die Reaktionsschnelligkeit des Fahrers und den Speed des Fahrzeugs ankommen, ahnt auch Andi Feldmann. Sollten die Reifen am Start durchdrehen, die Kupplung nicht funktionieren oder der Wagen seitlich ausbrechen, könnte womöglich doch Reiman mit seiner „Familienkutsche“ gewinnen. Aber dann werde es halt eine Revanche geben, wie bei seinem Bruder Brösel und dessen Kumpel Holgi. „Aber die Revanche machen wir dann nicht 30 Jahre später.“

Von Burkhard Fuchs

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