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Arbeitslosigkeit sinkt im Kreis Segeberg

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12:51 31.03.2021
Im Kreis Segeberg ist sie um 118 Personen oder 1,4 Prozent gegenüber dem Vormonat gesunken. Damit waren im März 8123 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Zahl um 1.549 oder 23,6 Prozent höher.
Im Kreis Segeberg ist sie um 118 Personen oder 1,4 Prozent gegenüber dem Vormonat gesunken. Damit waren im März 8123 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Zahl um 1.549 oder 23,6 Prozent höher. Quelle: Jens Kalaene/dpa
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Bad Segeberg

Der Winter ist beendet – auch am Arbeitsmarkt geht die Arbeitslosenzahl erstmals in diesem Jahr zurück. Im Kreis Segeberg ist sie um 118 Personen oder 1,4 Prozent gegenüber dem Vormonat gesunken. Damit waren im März 8123 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Zahl um 1.549 oder 23,6 Prozent höher.

Weniger Arbeitslose im März

Die Arbeitslosenquote ist von 5,3 im Vormonat auf 5,2 Prozent gesunken. Vor einem Jahr hatte sie 4,3 Prozent betragen. „Die Frühjahrsbelebung setzt sich im März trotz des fortgesetzten Lockdowns durch. Dies reicht für einen ersten saisonalen Rückgang der Arbeitslosigkeit“, erklärt Thomas Kenntemich, Leiter der Agentur für Arbeit Elmshorn. Im März meldeten sich weniger Menschen arbeitslos. Und auch die Arbeitssuche war häufiger erfolgreich. So nahmen 477 Menschen eine Beschäftigung auf und beendeten dadurch ihre Arbeitslosigkeit. Das waren 58 mehr als im Februar.

Im ersten Quartal 2021 gelang die Jobsuche schon 1275 Personen. Angesichts des fortwährenden Lockdowns ist dies eine beachtliche Zahl. Zum Vorjahr sind es trotz Corona „nur“ 7,1 Prozent weniger. „Die aktuell notwendigen Corona-Maßnahmen treffen einige Branchen wie das Gastgewerbe, Tourismus oder Veranstaltungswesen sehr hart. Andere Bereiche wie das Handwerk sind kaum betroffen, Produzenten und Händler von Lebensmittel oder Hygiene- und Medizinartikeln stocken sogar auf. Die Arbeitssuche kann erfolgreicher werden, wenn sie an die aktuellen Gegebenheiten flexibel angepasst wird. Am Arbeitsmarkt ergeben sich zum Frühjahr erfahrungsgemäß viele gute Chancen“, sagt Thomas Kenntemich.

Wenig Kurzarbeit

Nur noch wenig Kurzarbeit wurde im März neu angezeigt. Die meisten betroffenen Betriebe beziehen die Leistung schon seit längerem. Im März zeigten 46 Betriebe aus dem Kreis Segeberg für 468 Beschäftigte Kurzarbeit neu an. Im Februar waren es noch 131 Anzeigen für 1223 Beschäftigte.

Weiterhin nutzen besonders die vom Lockdown betroffenen Bereiche wie Gastgewerbe, Tourismus, Veranstaltungswesen, Einzelhandel (ohne Lebensmittel) und Kfz-Handel die Kurzarbeiterregelung.

Nicht jede angezeigte Kurzarbeit wird auch tatsächlich realisiert. Zudem haben Arbeitgeber drei Monate Zeit, ihre Abrechnungen einzureichen. Kreisdaten über die tatsächlich realisierte Kurzarbeit liegen jetzt für den Oktober 2020 vor. Die damalige zwischenzeitliche Erholung wird sichtbar.

Im Oktober gab es im Kreis Segeberg 5696 Kurzarbeitende in 752 Betrieben. Die Kurzarbeiterquote betrug 6,0 Prozent. Diese Quote zeigt an, wie viele sozialversicherungspflichtig Beschäftigte sich in Kurzarbeit befanden. Zur Spitze der Kurzarbeit im Mai 2020 lag die Quote bei 14,4 Prozent.

„Weiterhin geht es in vielen Betrieben nicht ohne Kurzarbeit. Wir sichern damit einen großen Teil der Arbeitsplätze in der Region und erhalten den Unternehmen ihr eingearbeitetes Personal. Die Verlängerung des vereinfachten Zugangs zum Kurzarbeitergeld hilft den Unternehmen in unserer Region besser durch die Krise zu kommen“, sagt Thomas Kenntemich. Das Bundeskabinett hat beschlossen, die bestehenden Sonderregeln bis zum 30. Juni zu verlängern.

Von LN