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Segeberg Argos und DS Immobilien bauen auf altem Schweim-Gelände
Lokales Segeberg Argos und DS Immobilien bauen auf altem Schweim-Gelände
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22:10 29.03.2018
Anfang der 60er-Jahre befand sich auf der Fläche nahe am Bahnübergang die Schlosserei Schweim. Jetzt soll dort gebaut werden.
Anfang der 60er-Jahre befand sich auf der Fläche nahe am Bahnübergang die Schlosserei Schweim. Jetzt soll dort gebaut werden. Quelle: Foto: Kalkberg-Archiv
Bad Segeberg

„Wir stehen mit unseren Plänen noch ganz am Anfang und werden neben Büroräumen dort eventuell auch Wohnungen bauen“, erklärte Michael Hintz, Geschäftsführer von Argos, auf Nachfrage der Lübecker Nachrichten. Aber in erster Linie sei geplant, die Unternehmen von der Moltkestraße, einem eher einsamen Standort, an die belebte Kreuzung in Bahnhofsnähe zu verlagern.

Die DS Immobilien Hagemann & Tödt GmbH und die Argos Beteiligungsgesellschaft wollen sich zentraler und größer in Bad Segeberg präsentieren. Sie wollen auf dem Grundstück Burgfeldstraße 7 einen neuen Firmensitz bauen und von der Moltkestraße ins Zentrum umziehen.

Jetzt findet sich auf den Gelände eine alte und eher baufällige Halle. Ältere Segeberger werden sich erinnern: Nachdem die Schlosserei Schweim gegenüber von „Gummi-Hamann“ zu klein wurde, orientierte sich Walter Schweim, einer der Schweim-Brüder, schon Ende der fünfziger Jahre zur Burgfeldstraße, gründete auf dem Eckgrundstück eine große Schlosserei. Als später der Sohn und Firmennachfolger früh starb, musste das Geschäft aufgegeben werden. Die Fläche wurde verkauft.

Das Grundstück ist nun im Besitz der Firma Argos. Hintz ist sich noch nicht im Klaren, ob sich etwas von der alten Bausubstanz des Gebäudes retten lässt. „Wir werden uns die Zeit nehmen zu überlegen, ob wir den Schuppen noch in das Bauvorhaben integrieren können.“ Doch die Halle stehe schon lange leer und sei nie gepflegt worden. „Ich befürchte, dass wir das Gebäude nicht retten können.“ Mit der Stadt Bad Segeberg wurde inzwischen abgeklärt, dass eine Erschließung des Grundstücks über den öffentlichen Weg an der Burgfeldstraße erfolgen könne. Dazu will der Investor weitgehend auf eigene Kosten den zurzeit noch wassergebundenen Weg pflastern. Er soll aber im Besitz der Stadt bleiben, schon weil von dort aus auch andere Grundstücke erschlossen werden. Hintz kündigte an, dass das Bauprojekt demnächst in den politischen Gremien vorgestellt werde. Auf dem Flurstück bestehe kein Bebauungsplan. Die Investoren hätten sich aber inzwischen bei der Kreisbauaufsicht erkundigt, wie dort gebaut werden dürfe. Geplant seien zwei Etagen mit einem zusätzlichen Staffelgeschoss, verriet Hintz. Etwa zehn Mitarbeiter würden dorthin umziehen, gedacht werde auch an eine Vergrößerung.

 Von Wolfgang Glombik