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Segeberg Arne Hansen als Bürgermeister verabschiedet
Lokales Segeberg Arne Hansen als Bürgermeister verabschiedet
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20:10 26.06.2018
Während der konstituierenden Sitzung dankte Marianne Kieksee Arne Hansen, der als Bürgermeister zehn Jahre lang die Geschicke Klein Gladebrügges gelenkt hat.
Während der konstituierenden Sitzung dankte Marianne Kieksee Arne Hansen, der als Bürgermeister zehn Jahre lang die Geschicke Klein Gladebrügges gelenkt hat. Quelle: Fotos: Petra Dreu
Klein Gladebrügge

Arne Hansen (Aktive Wählergemeinschaft, AWG) nutzte die Gelegenheit, sich bei allen Mitstreitern, Helfern und Gemeindearbeiter, seiner Frau und bei den Sachbearbeitern des Amtes Trave-Land zu bedanken. „Bürgermeister kann man nur im Team schaffen, und ohne die Arbeit von Gerd Diedrichsen wäre ich hoffnungslos verloren gewesen“, sagte er. Sein besonderer Dank galt und gilt nach wie vor den Naturschutzverbänden. „Ihnen haben wir zu verdanken, dass wir seit zehn Jahren ohne Autobahn sind“, sagte Hansen. Seine Rede schloss er mit den Worten:„Danke, dass ich zehn Jahre Bürgermeister sein durfte.“

Nach zehn Jahren im Amt musste am Montag wie erwartet Arne Hansen sein Bürgermeisteramt in Klein Gladebrügge abgeben. Mit fünf zu vier Stimmen wählten die neuen Gemeindevertreter in der konstituierenden Sitzung Volker Göttsche an die Spitze des Gemeinderates.

Das Engagement Hansens, der jetzt „normaler“ Gemeindevertreter ist, musste auch sein Nachfolger von der Allgemeinen Kommunalen Wählergemeinschaft (AKW) anerkennen. „Ich habe selten einen Bürgermeister mit so viel Engagement gesehen, der die Gemeinde dahin gebracht hat, wo sie heute steht“, sagte Volker Göttsche, dessen Wählergemeinschaft angekündigt hat, die Klage gegen den weiteren Verlauf der A 20 ab Wittenborn nicht zurückziehen zu wollen. Als Druckmittel soll die Klage anhängig bleiben. Dennoch erhoffen sich Volker Göttsche und sein Team, Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz in einem persönlichen Gespräch Zugeständnisse abringen zu können.

Der neuen Gemeindevertretung gehören mit der AKW und der AWG zwei Fraktionen an. Eigentlich hätten beide vier Sitze gehabt. Da aber die AKW Einzelbewerber Waldemar Röhr mit in ihre Fraktion aufgenommen hat, verfügt sie nun über fünf Sitze und damit über die Mehrheit. Zu Stellvertretern des neuen Bürgermeisters wurden Gerd Diedrichsen (AWG) und Dietmar Krull (AKW) gewählt.

Die AKW sicherte sich zudem mit Daniel Fischer den Vorsitz im Planungs- und Umweltausschuss und mit Waldemar Röhr den Vorsitz des Kulturausschusses. Die AWG stellt mit dem Bürgerlichen Mitglied Dr.

Thomas Bonitz den Vorsitzenden des Finanzausschusses. Zum Stellvertreter von Volker Göttsche im Amtsausschuss wurde Dietmar Krull gewählt.

Nachträglich stimmten die Gemeindevertreter einem Gütegerichtsverfahren zu, das zunächst die Naturschutzverbände und schließlich auch die Gemeinde im Zuge des Weiterbaus der A 20 angestrengt hatten. Dieses Verfahren ist vom Land als Beklagtem zwar abgelehnt worden, aber das Bundesverwaltungsgericht signalisiert in einer Mitteilung, dass das Land sein vor vier Jahren gefordertes Fehlerheilungsverfahren zügig abschließen solle. Vorher sei eine Verhandlung über den Streckenabschnitt Wittenborn/A7 nicht möglich. Außerdem hält das Gericht einen südlicheren Trassenverlauf im Abschnitt Weede-Wittenborn für möglich und regt dessen Überprüfung an.

Von Petra Dreu