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Segeberg Auch zum Weihnachtsfest: Richtige Glasentsorgung ist Umweltschutz
Lokales Segeberg Auch zum Weihnachtsfest: Richtige Glasentsorgung ist Umweltschutz
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06:00 23.12.2019
Kaputte Weihnachtskugeln gehören nicht ins Altglas, sondern in den Restmüll.
Kaputte Weihnachtskugeln gehören nicht ins Altglas, sondern in den Restmüll. Quelle: Foto: hfr/macroart - Fotolia
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Bad Segeberg/Wahlstedt

Jetzt, in der Adventszeit und zum Fest wird kräftig geschlemmt. Das bedeutet für die Wiederverwertung Hochbetrieb. Denn zu Weihnachten gibt es laut Fachverband der Glasrecycler 30 Prozent mehr Altglas als im Rest des Jahres. Doch wohin mit dem leeren Rotkohlglas, der Sektflasche, der kaputten Weihnachtskugel oder dem Glas der abgebrannten Kerze? Die Initiative der Glasrecycler, zu der auch die Ardagh Group mit einer Niederlassung in Wahlstedt gehört, will mit der Kampagne „Nicht alles passt ins Altglas“ aufklären. Richtiges Recycling ist Umwelt- und Klimaschutz, so lautet das Credo.

Jedes Glas, das vorher eine Verpackung war, gehört in den Altglascontainer. Dazu zählen Flaschen und Konservengläser für Lebensmittel und Getränke, aber auch pharmazeutische und kosmetische Verpackungen. Die Sektflasche ist also genauso ein Fall für den Altglascontainer wie das Rotkohlglas oder die Hustensaftflasche.

Dabei sei die richtige Trennung nach Farben besonders wichtig: Hier sollte sich jeder an die Aufschrift des Containers halten. Die zerbrochenen Weihnachtskugeln aus Glas, das Kerzenglas oder ein kaputtes Weinglas gehört dagegen in den Restmüll. Der Grund dafür: Glaskugeln, Kerzen- oder Trinkgläser haben im Vergleich zu Glasverpackungen eine andere Zusammensetzung und dadurch andere Schmelzpunkte als Glasflaschen oder -konserven.

Glasrecycling bei GRN in Wahlstedt: Mühsam müssen die Mitarbeiter as Glas aus den Containern nachsortieren. Quelle: Heike Hiltrop

Bei falscher Entsorgung könne es im Produktionsprozess zu empfindlichen Störungen kommen, mahnen die Glasrecycler. Das richtige Trennen sei daher wichtig, weil sich so wertvolle Ressourcen, Energie und CO2 einsparen lassen. Je sauberer das Recyclingglas getrennt wird, desto weniger Energie muss später für die Aufbereitung eingesetzt werden und desto mehr Scherben können bei der Produktion von neuem Behälterglas zum Einsatz kommen.

Von Heike Hiltrop