Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Segeberg Aufruf: Segebergerinnen bewerben Europawahl
Lokales Segeberg Aufruf: Segebergerinnen bewerben Europawahl
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
20:56 29.04.2019
Zwei gute Gründe zur Europawahl zu gehen haben Kerstin Petersen und Olaf Kuhlbrodt aus Bad Segeberg formuliert. Quelle: Heike Hiltrop
Anzeige
Bad Segeberg

Frieden und Freiheit steht in gelben Buchstaben auf Schildern. Demokratie, Grundrechte und Gleichberechtigung sind für die Veranstalterinnen der Aktion in Bad Segebergs Innenstadt ebenso Argumente für den Gang an die Urne zur Europawahl am 26. Mai. Politikerinnen aller Couleur und Frauen, die sich gesellschaftlich engagieren, haben bei den Segebergern für die Wahrnehmung ihres Stimmrechts geworben. „Europa ist nicht perfekt, aber es ist das Beste, was wir haben“, betonte Bad Segebergs Bürgervorsteherin Monika Saggau im Vorwege der Aktion.

Segeberger Politikerinnen werben für den Gang zur Wahlurne

Grob geschätzt gut 100 Segeberger beteiligten sich an der Aktion des kommunalpolitischen Frauenwerks und den Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Pinneberg und intonierten auf dem Marktplatz Beethovens „Ode an die Freude“. Die ist seit 1972 Europahymne und seit 1982 aus Achtung aller Sprachen textlos. An diesem Tag klangen Friedrichs Schillers Worte jedoch durch Bad Segeberg: „Freude, schöner Götterfunken, Tochter aus Elysium. Wir betreten feuertrunken, Himmlische, dein Heiligtum. Deine Zauber binden wieder, was die Mode streng geteilt. Alle Menschen werden Brüder, wo dein sanfter Flügel weilt.“

Anzeige

Im Dialog mit Bürgern

Beim Thema Europa geht es nicht nur um Euro-Millionen, mit denen strukturschwache Regionen gestärkt, Projekte für die Allgemeinheit unterstütz oder die wirtschaftliche Entwicklung vorangebracht werden. Es geht um Dinge, die heute mancher als so selbstverständlich hinnimmt, dass er das Gespräch dazu ebenso ausschlägt, das wichtige Gut der politischen Mitgestaltung. „Wir haben so lange für das Recht, wählen zu gehen, gekämpft.“ Bad Segebergs Behindertenbeauftragte Marianne Böttcher gehörte zu den unermüdlichen, die so am Rand des Wochenmarkts mit dessen Besuchern in den Dialog trat.

 

Hintergrundinfos

http://www.ln-online.de/Lokales/Segeberg/Millionen-fuer-Projekte-So-profitieren-Segeberg-und-Stormarn-von-Europa

http://www.ln-online.de/Nachrichten/Politik/Politik-im-Rest-der-Welt/Wahl-O-Mat-zur-Europawahl-2019-geht-am-3.-Mai-online

http://www.ln-online.de/Nachrichten/Politik/Politik-im-Rest-der-Welt/Europawahl-2019-im-Mai-Wann-und-warum-wird-gewaehlt

http://www.ln-online.de/Nachrichten/Fotostrecken-Nachrichten/Spitzenkandidaten-fuer-die-Europawahl-2019

http://www.ln-online.de/Nachrichten/Politik/Politik-im-Rest-der-Welt/Studie-Europawahl-droht-zur-Abrechnung-mit-etablierten-Parteien-zu-werden

Und Bad Segebergs Gleichstellungsbeauftragte Beate Mönkedieck sammelte etliche Bürger-Statements zur Wahl. Zusammen mit Fotos solle daraus später eine große Collage werden. Kerstin Petersen und Olaf Kuhlbrodt aus Bad Segeberg beteiligten sich. „Damit sich rechte Parteien nicht durchsetzen“ – und für Frieden, denn die 60 Millionen Tote während des Zweiten Weltkriegs seien schon viel zu viele gewesen. Für sie sei der Gang an die Wahlurne selbstverständlich.

Heike Hiltrop