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Segeberg Mit Stein beworfen: Autofahrerin (47) unter Schock
Lokales Segeberg Mit Stein beworfen: Autofahrerin (47) unter Schock
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17:37 23.12.2019
Die Polizei suchte am Samstagabend die Umgebung ergebnislos nach den Tätern ab.
Die Polizei suchte am Samstagabend die Umgebung ergebnislos nach den Tätern ab. Quelle: Foto: Carsten Rehder/dpa (Symbolbild)
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Fehrenbötel

Eine 47 Jahre alte Autofahrerin aus Neumünster ist am Samstagabend offenbar Opfer eines unbekannten Steinewerfers geworden. Die Frau war in ihrem VW Bora gegen 20.30 Uhr auf der B 205 in Richtung der A-21-Auffahrt Wahlstedt unterwegs, als plötzlich ein schwerer Gegenstand die Windschutzscheibe ihres Wagens schlug, teilte die Polizei in Bad Segeberg am Montag mit.

Die Frau hatte Glück: Zwar wurde die Scheibe stark beschädigt aber nicht durchschlagen. Nach Ermittlungen der Polizei handelte es sich bei dem Gegenstand um einen etwa 15 mal 15 Zentimer großen Stein.

Stein kam offenbar von linker Fahrbahnseite

Die Fahrerin fuhr zunächst langsam weiter, bevor sie anhielt und die Polizei verständigte. Sie erlitt bei dem Zwischenfall einen Schock. Den Beamten gegenüber gab sie an, dass der Stein wahrscheinlich von der linken Fahrbahnseite angeflogen kam.

Die Polizei suchte den Bereich ergebnislos nach einem möglichen Täter und nach dem Gegenstand ab. Hierzu wurde kurzzeitig auch die B 205 im Bereich der Anschlussstelle Hohe Luft voll gesperrt. Die Feuerwehr unterstützte bei der Suche unter anderem auch mit einem Leuchtmast.

Serie von Stein-Attacken im September 2018

Bei der Kriminalpolizei ist der Fall hoch angesiedelt: Ermittelt wird wegen eines versuchten Tötungsdeliktes sowie wegen des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Wer Hinweise zu Personen oder Fahrzeugen geben kann, die sich zur fraglichen Zeit in der Nähe des Tatortes aufgehalten haben, wird gebeten, sich mit der Polizei in Bad Segeberg unter Telefon 04551-8840 in Verbindung zu setzen.

In dem Bereich war es nicht der erste Fall dieser Art.Im September hatte es auf der B 205 zwischen Rickling und Groß Kummerfeld eine ganze Reihe von Anschlägen gegen Lkw gegeben. Ein oder mehrere Unbekannten hatten damals in fünf Fällen Steine auf Windschutzscheiben von schweren Lastwagen geworfen.

Von Oliver Vogt