Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Segeberg BBS fordert Kontrolle bei Feuerwehrhaus-Planung
Lokales Segeberg BBS fordert Kontrolle bei Feuerwehrhaus-Planung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:39 17.01.2019
Der Bürgermeister ist dagegen: Ein Arbeitskreis mit Politikern soll, so fordert der BBS, die Stadt bei der Planung des Feuerwehrhauses kontrollieren. Quelle: Wolfgang Glombik
Bad Segeberg

Der geplante Anbau an das bestehende Feuerwehrhaus Bad Segebergs dürfte für die Stadt ein finanzieller Kraftakt werden. Im Gespräch sind derzeit 16 Millionen Euro, die das Vorhaben mit Ausstattung kosten würde. Die Wählergemeinschaft BBS sieht die Konsequenzen für die finanzielle Situation der Stadt kritisch und beantragt zur Vorbereitung der Planung des Feuerwehrhauses eine Arbeitsgruppe. Diese soll aus jeweils drei Vertretern der Feuerwehr, der Verwaltung und der Fraktionen zusammengesetzt sein.

Bürgermeister Dieter Schönfeld warnt indes schriftlich vor der Einrichtung einer derartigen Arbeitsgruppe. Derartiges sei weder in der Gemeindeordnung noch in der Hauptsatzung vorgesehen. Sollten die Politiker diese trotzdem beschließen, würde er die Rechtmäßigkeit prüfen und dem Beschluss gegebenenfalls widersprechen.

Arbeitsgruppe soll Alternativen darstellen

Die Arbeitsgruppe soll, laut BBS, den Auftrag bekommen, Vorschläge für die Beschlüsse der zuständigen städtischen Gremien zu erarbeiten und dabei auch Alternativen darzustellen. Laut Fraktionschef Torsten Bohlmann solle hier „das Notwendige und das Wünschenswerte“ gegenübergestellt werden. Wolfgang Tödt (BBS) betont gegenüber den LN, dass es beim Bau nur um die Ansprüche der Unfallkasse gehe. Deren Forderungen könne man auf verschiedenen Wegen erreichen. In den Richtlinien stehe zum Beispiel genau drin, wie groß die Umkleide für die Feuerwehrkräfte sein müsse. „Wie wir dann aber zu diesem Ziel kommen“ – das müsse genau in der Arbeitsgruppe geprüft werden. Er selbst möchte die Planung „positiv kritisch begleiten“.

„WortOrt“ wurde schon viel teurer als geplant

Tödt stellt klar, dass der BBS das Vorhaben im Grundsatz nicht in Frage stelle. „Wir wollen das Beste für die Feuerwehr“, aber die Stadt könne sich – das meint Tödt symbolisch – „keine goldenen Wasserhähne leisten“. Klar sei ihm, dass ein Architekturbüro ein Interesse daran habe, zum Beispiel möglichst teure Steine zu verbauen. Beim städtischen „WortOrt“ sei die Sanierung viel teurer geworden als gedacht, „das müssen wir nicht noch einmal haben“, so Tödt. Schon beim Material lasse sich gut sparen. Es müsse nicht immer Edelstahl beim Bauen sein, Kunststoff tue es manchmal auch. Ihm sei es wichtig, Bürgermeister und Verwaltung auf die Finger zu schauen.

Demgegenüber stellt Schönfeld klar, dass er eine derartige geforderte Arbeitsgruppe als „unzweckmäßig empfindet“. Der bereits vorgelegte Bau-Entwurf entspräche gesetzlichen Grundlagen und Anforderungen der Unfallkasse. „Irgendeine Art von Luxus ist darin nicht enthalten.“ Somit könne eine Arbeitsgruppe auch kein Sparpotenzial erschließen. Sie wäre schon wegen der beanspruchten Zeit „kontraproduktiv“, da die europaweite Ausschreibung schon ab dem 1. April eingeplant sei.

Wolfgang Glombik

Die Volkshochschule legt ihren Kurszeitplan bis Mai vor. Dabei ist viel bewährtes – aber auch neue Angebote. Zum Beispiel „Rhetorik für Kommunalpolitiker“

17.01.2019

800 000 Euro wurden investiert. Das Brillengeschäft Fielmann verdoppelt sich in der Bad Segeberger Innenstadt. Ansturm zur Neueröffnung am Donnerstag erwartet.

16.01.2019

Einige Straßenlaternen in Bad Segeberg Innenstadt sind seit Monaten ausgefallen. Der Stadt sind die Hände gebunden, weil sie keine qualifizierten Fachleute findet. Auch fehlen Pläne zum Stromnetz.

16.01.2019