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Segeberg Streit um Spielplatz in der Südstadt: Sondersitzung abgelehnt
Lokales Segeberg Streit um Spielplatz in der Südstadt: Sondersitzung abgelehnt
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19:00 04.07.2019
Geöffnet nur noch montags bis sonnabends von acht bis 18 Uhr für Kinder bis 13 Jahren: Der Multifunktionsplatz ist für Jugendliche jetzt tabu. Quelle: Wolfgang Glombik
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Bad Segeberg

 Die Bad Segeberger Stadtpolitiker können weiter ihre Sommerpause genießen. Die vom Südstadtbeirat einhellig geforderte Sondersitzung der Stadtvertretung findet nicht statt. Der Ältestenrat der Stadt habe nach „intensiver Diskussion“ beschlossen, dass es am 10. Juli keine Sondersitzung geben werde, teilte Bürgermeister Dieter Schönfeld (SPD) schriftlich mit. Es bleibe zunächst bei den Beschlüssen der Stadtvertretung. Danach darf das Multifunktionsfeld im Südstadtpark nur als Spielplatz für Kinder bis 13 Jahren genutzt werden.

Bürgervorsteherin fordert Dokumentation

Nach Mitteilung von Bürgervorsteherin Monika Saggau (CDU) sei das Ergebnis im Ältestenrat gegen eine Sondersitzung der Stadtvertreter eindeutig gewesen. In der vergangenen Sitzung des höchsten Gremiums der Stadt habe man sich mit dem Thema schon über anderthalb Stunden beschäftigt. Eine Umzäunung sei abgelehnt worden. „Wir sind alle nicht glücklich mit dem Beschluss“, sagt die Bürgervorsteherin. Jetzt gehe es darum, verlässlich zu dokumentieren, wie und wann der Platz überhaupt genutzt werde. Gerade jetzt, wo die Altersbegrenzung gelte. Tatsächlich hat die Stadt jetzt ihre Hinweisschilder ergänzt: Das Multifunktionsfeld darf nur montags bis sonnabends von 8 bis 18 Uhr genutzt werden, ausdrücklich nur bis zum Alter bis 13 Jahren. Saggau selber findet es „ganz schrecklich“, dass hier Jugendliche ausgeschlossen werden, aber jetzt seien Kompromisse gefragt.

FDP: Fatales Signal der Politiker

Anna-Patricia Thomsen (FDP) bedauert, dass ihre Partei in der Sitzung des Ältestenrates unterlegen gewesen sei. „Wir hatten im vergangenen Südstadtbeirat eine neue Diskussion um das Multifunktionsspielfeld gefordert. Die Entscheidung des Gremiums habe ein „fatales Signal“ gesendet, meint sie. Die FDP hingegen habe gegenüber den Bürgern in der Südstadt ihr Wort gehalten und für den Zaun gestimmt. „Den Anwohnern dort ihre Nachtruhe zu sichern, war für uns der Auftrag.“

Wolfgang Tödt von der Wählergemeinschaft BBS verwies auf die gültigen Beschlüsse der Stadtvertreter. Die sollten erst einmal umgesetzt werden. „Wir haben sehr viele Steuergelder in den Südstadtpark gesteckt.“ Er glaube nicht, dass man durch einen Zaun junge Leute daran hindern könne, dort bei lauter Musik zu chillen. Die Beschränkung der Nutzung auf das Alter von 13 Jahren diene ja nur dem juristischen Schutz der Stadt, weil der Lärm von Kinder nicht einfach „weggeklagt“ werden könne.

„Ein Zaun ist Mist, die Altersbegrenzung ist aber noch mistiger“, äußerte die Vorsitzende des Sozialausschusses Kirsten Tödt in einer Pressemitteilung der SPD. Die SPD-Fraktion unterstütze inzwischen die Idee der Verwaltung zur „vorläufigen Errichtung eines Zauns um das Multifunktionsfeld“. Sie fordere aber gleichzeitig eine sofortige Aufhebung der Altersbegrenzung, eine „konsequente Aufwertung“ weiterer Plätze für Kinder und Jugendliche im Stadtgebiet. Die Öffnungszeiten des Spielfeldes im Südstadtpark sollen, so fordert die SPD, für sieben Tage die Woche gelten, also auch sonntags.

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