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Segeberg Jugendbüro im „Wortort“ Bad Segeberg vernetzen
Lokales Segeberg Jugendbüro im „Wortort“ Bad Segeberg vernetzen
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17:17 24.05.2019
Die Initiatoren selbst sind zwar nicht mehr jugendlich, am Freitag aber stellten sie im Wortort das Jugendbüro vor: Thomas Minnerop, Stephan Hartung, Jens Lichte, Holger Lück und Bürgermeister Dieter Schönfeld (v. li.). Quelle: Petra Dreu
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Bad Segeberg

„Es läuft derzeit ganz gut für die Jugendlichen in Bad Segeberg“, strahlt Thomas Minnerop über das ganze Gesicht. Von 2015 bis 2018 heimste er mit dem Projekt „Jugendgerechte Kommune“ viele Lorbeeren für die Stadt Bad Segeberg ein, die von damals neun Bewerbern den Zuschlag als Referenzkommune erhalten hat. Nun ist er im neuen Jugendbüro, das im ersten Obergeschoss des Wort-Orts zu finden ist, auch weiterhin Ansprechpartner für die junge Generation.

Mit dem Jugendbüro hat die Stadt Bad Segeberg genau das umgesetzt, was im vergangenen Jahr bei 1300 interviewten Jugendlichen ganz oben auf der Wunschliste stand: Neben einer besseren Anbindung an den Öffentlichen Personen Nahverkehr hatten sie sich mehr Wertschätzung und eine verlässliche Jugendarbeit mit Anlaufstelle im Innenstadtbereich gewünscht. „Die Jugendlichen halten sich nun mal tagsüber hier in der Innenstadt auf. Deshalb ist die Lage des Jugendbüros im Wort-Ort ideal“, ist Thomas Minnerop überzeugt. Kurze Wege gebe es zudem zur Schulsozialarbeit und zu den Streetworkern, die ebenfalls ein Büro im Wort-Ort beziehen werden.

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Öffnungszeiten und Erreichbarkeit

Das Jugendbüro hat in der Regel mittags von 10 bis 13 Uhr und von 14 bis 17 Uhr, dienstags von 14 bis 16 Uhr und freitags von 10 bis 14 Uhr im 1. Stock des Wort-Ortes, Oldesloer Straße 20, geöffnet. Für Terminabsprachen ist Thomas Minnerop telefonisch unter 04551-8917241 und 0177-2230158 oder per Mail an thomas.minnerop@vjka.de zu erreichen. Nähere Infos gibt es im Internet auf der Webseite www.vjka.de.

Außerdem soll das Jugendbüro Anlaufstelle des Kinder- und Jugendbeirates, der Schülervertretungen und der Stadt-Schülervertretung sein. Gemeinsame Formate sind geplant. Unter anderem sind bereits ein Medienlabor und eine Fahrt nach Brüssel angedacht. Offen ist die Tür des Jugendbüros allen rund 4000 Jugendlichen, die in Bad Segeberg zur Schule gehen. „Es wird keiner abgewiesen, der aus dem Umland kommt“, versichert Bad Segeberg Bürgermeister Dieter Schönfeld.

Die Verbände vom Verein für Jugend- und Kulturarbeit bis hin zum Kreissportverband sieht Thomas Minnerop gut aufgestellt. „Sie leisten alle gute Arbeit und werden auch genutzt“, weiß der städtische Mitarbeiter, der sich verstärkt der Netzwerkarbeit widmen will, aber Jugendlichen auch Tipps für Veranstaltungen geben will. Das Jugendcafé im ehemaligen „Milk & Honey“ will er unterstützen, „aber so richtig einklinken werde ich mich dort nicht.“

Auch der Bürgermeister ist vor allem bei der Frage nach einer Finanzierung des Jugendcafés, für das sich inzwischen der Verein „Jugendcafé Bad Segeberg“ gegründet wurde, eher zurückhaltend. „Wenn sich Privatpersonen und ein Verein einbringen wollen, müssen sie das auch machen.“

Petra Dreu