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Segeberg „Schwarzbunte“ öffnen den Geldhahn
Lokales Segeberg „Schwarzbunte“ öffnen den Geldhahn
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18:22 27.12.2018
In diesem Jahr konnten die Schwarzbunten (vorne) mit einem Spendenvolumen in Höhe von 38400 Euro Vereine und Verbände beglücken. Nahezu alle kamen zur Spendenübergabe bei Möbel Kraft. Quelle: Petra Dreu
Bad Segeberg

In fünf Vorstellungen, darunter drei ausverkaufte, legte die lokale Kabarettgruppe „Die Schwarzbunten“ im Polstermöbelzelt von Möbel Kraft ihre 60 Finger in akute und leider auch bereits chronisch gewordene Wunden der Stadt. Traditionell behalten die Schwarzbunten den Erlös der Vorstellungen nicht für sich, sondern beglücken damit wechselnde Projekte und Vereine. In einer vorgezogenen Bescherung konnten sich 28 Spendenempfänger über ein finanziell üppiges Weihnachtsgeschenk freuen.

In 30 Jahren 230 000 Euro gespendet

Knapp 4000 Zuschauer waren in diesem Jahr dabei, als Hans Joachim Am Wege, Sascha Bove, Michael Göller, Michael Meier, Torsten Schwartz und Michael Stamp mit ihrem Programm „Kuhrassic World – Kuhddelmuhddel am Nelkenweg“ vor sechs Wochen erneut einen dreistündigen Streifzug durch das Dickicht der Bad Segeberger Kommunalpolitik unternommen haben. Ob die Wählergemeinschaft BBS (Besserwisser bekämpfen Schönfeld) als Asterix und Obelix, die mehr oder weniger erzwungene Kündigung von Dahlmannschul-Leiterin Nele Degenhardt oder der geplante An- oder Umbau des Feuerwehrhauses für schwindelerregende Summen: Seit der ersten schwarzbunten Stunde im Jahr 1989 ist der Zufluss an Themen ungebremst – und damit verbunden auch die Höhe der Spenden, die sich sehen lassen kann. Denn in den knapp 30 Jahren ihres Bestehens haben die „Schwarzbunten“ mehr als 230 000 Euro gespendet.

Lena aus Blunk zum vierten Mal bedacht

„Die GEMA ist der größte Spendenempfänger“, witzelte der Journalist und Drehbuchautor Michael Stamp am Rande der Spendenübergabe. Bis zuletzt hätten er und seine Mitstreiter auf eine Abrechnung gehofft, doch leider vergebens. Während sich die GEMA Zeit ließ, drückten die „Schwarzbunten“ bei ihrer Spendenverteilung jedoch mächtig auf die Tube. „Jede Spende, die wir in diesem Jahr nicht mehr überweisen können, muss jeder von uns auf seiner privaten Steuererklärung angeben und dafür Steuern zahlen“, klagten die „Schwarzbunten“.

So breit gefächert wie ihr Themenfeld ist das Feld der Spendenempfänger, zu denen bereits zum vierten Mal Lena aus Blunk gehört, deren Schäfchenpullover am Heiligabend 2011 beim Krippenspiel Feuer fing und zu schwersten Verbrennungen geführt hatte. „Wir haben Ärzte getroffen, die Lena nach dem Unglück behandelt haben. Sie sind erstaunt, wie gut es ihr geht“, erzählt Lenas Vater, der beim Gedanken an das Unglück immer noch um Fassung ringen muss. Verwendet werden soll die Spende über 2000 Euro für eine Thermalbehandlung.

1900 Euro spendeten die „Schwarzbunten“, die von Kirchenmusiker Andreas Maurer-Büntjen am Klavier begleitet werden, für die Orgel in der Marienkirche. Postwendend gab es im Gegenzug eine Patenschaftsurkunde für die Kabarettgruppe, die sich ab sofort das Register „Terzflöte 1 3/5’“ auf die Fahne schreiben darf.

Petra Dreu

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