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Segeberg Unbekannte sprengen Geldautomat in Postbank-Filiale
Lokales Segeberg Unbekannte sprengen Geldautomat in Postbank-Filiale
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14:07 12.09.2019
Völlig zerfetzt ist dieser Geldautomat. Am Boden liegen Geldscheine. Quelle: Daniel Friederichs
Segeberg

Im Vorraum zur Schalterhalle liegen Geldscheine auf dem Boden, der Bankautomat ist völlig zerfetzt: Unbekannte sind in der Nacht zu Mittwoch in die Postbank-Filiale an der Bahnhofsstraße in Bad Segeberg eingedrungen und haben den Geldautomaten gesprengt.

In der Nacht zu Mittwoch verschafften sich Unbekannte Zugang zu einer Postbank-Filiale in der Bahnhofsstraße. Dabei sprengten sie einen Geldautomaten. Sehen Sie hier einige Bilder vom Ort des Geschehens.

Lauter Knall in Bad Segeberg

Anwohner berichteten, gegen 2.15 Uhr einen lauten Knall gehört zu haben. Die Detonation sei so stark gewesen, dass auch das Glasdach der Filiale zersplitterte. Die Polizei wurde sofort alarmiert. Daraufhin sei sofort eine Großfahndung eingeleitet worden, berichtete die Sprecherin des Landeskriminalamtes (LKA), Carola Jeschke. Dabei sei auch ein Hubschrauber der Polizei Bad Bramstedt eingesetzt worden. Trotz der Großfahndung konnten die Täter noch nicht ermittelt werden, teilte die Sprecherin mit. Der Einsatzraum sei weiträumig abgeriegelt worden. „Die Bahnhofsstraße war komplett gesperrt worden.“

Vor dem aufgesprengten Geldautomaten der Postbank liegen Zehn-Euro-Scheine, die mit roter Farbe beschmiert sind. Die Polizei hofft, dass die gesamte Geld-Beute für die Täter durch die Farbe unbrauchbar geworden ist. Quelle: Glombik

Die Täter hatten nach Polizeiangaben den Geldautomaten durch Einleiten eines explosiven Gasgemisches gesprengt. Augenzeugen für die Tat seien bislang noch nicht gefunden worden, sagte Jeschke. Den Tätern sei es gelungen, Geldkassetten im aufgesprengten Automaten zu öffnen und das Geld mitzunehmen. Die Geldsumme ist unbekannt.

Aber offenbar konnten die Täter nicht alle Geldkassetten herausziehen. Im Vorraum war zu sehen, dass noch Kassetten für 20 und 50 Euro scheinbar unversehrt im ansonsten völlig zerstörten Geldautomaten steckten.

Geldscheine sind von Farbbombe rot markiert

An dem Geschäftsgebäude ist erheblicher Schaden entstanden. Verletzt worden sei bei der Explosion aber zum Glück niemand. „Die Täter werden wahrscheinlich keine Freude an ihrem Geld haben“, bemerkte die Sprecherin. Denn bei der Sprengung des Geldautomaten sei gleichzeitig auch eine präparierte Farbbombe – einem sogenannten Security Pack – ausgelöst worden. Die Geldscheine sind farbig markiert und damit unbrauchbar.Die Scheine sind rot gefärbt und damit unbrauchbar.

Die Scheiben im Dach des Post-Gebäudes wurden durch die Sprengung zerstört. Quelle: Glombik

An dem Gebäude sei ein Schaden von etwa 10 000 Euro entstanden. Schadensgutachter und Versicherung waren wenige Stunden später vor Ort. Die Statik des Gebäudes sei durch die Druckwelle nicht beeinträchtigt worden, erfuhren die LN. Eine Innentür sei am Schloss beschädigt, die Täter haben offenbar versucht, sie einzutreten.

Auch der Inhaber des Hauses, Rolf Hamann, war vor Ort. Er zeigte sich geschockt über die brachiale Gewalt, mit der die Täter vorgingen. Vor der Postfiliale, die für den Publikumsverkehr gesperrt war, schauten die Kunden am Morgen bestürzt in den zerstörten Innenraum. Bis auf den Bürgersteig waren Blechteile des Geldautomaten durch die Detonation geflogen.

Auch die Feuerwehr Bad Segeberg wurde alarmiert. Da die Täter den Geldautomaten mit einem explosiven Gasgemisch gesprengt hatten, musste die Postfiliale auf Gasrückstände untersucht werden, berichtete Wehrführer Mark Zielinski. „Wir haben außerdem den Tatort massiv ausgeleuchtet, so dass das LKA die Spuren sichern konnte.“

Von sbu

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