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18:00 21.09.2019
Monika Saggau und Dieter Schönfeld: Die Partnerschaft mit Teterow soll aufrecht gehalten werden. Quelle: Irene Burow
Bad Segeberg

Wer am Einheitstag noch keine Pläne hat, kann mit Bad Segebergs Stadtoberen auf Reisen gehen. Die Verwaltung bietet einen kostenlosen Tagestrip an. Am 3. Oktober geht es nach Teterow.

Teterow steht für Biomedizin und Motorsport

Interessant sein, kann das zum Beispiel für alle, die an Biomedizin interessiert sind. Obwohl die Einwohnerzahl von Teterow stetig sinkt, gewinnt die mecklenburgische Stadt immer mehr leistungsfähige Unternehmen – viele in diesem Bereich. Teterow ist außerdem bekannt für sein berühmtes Hechtfest, bei dem die Schildbürgertradition gefeiert wird.

Motorsportfans könnten Kontakte knüpfen: Seit den 1920ern sind Motorräder auf dem Bergring zu Hause. Wer in der Baubranche tätig ist, interessiert sich womöglich für die vielen Denkmäler in der Altstadt. Außerdem liegt Teterow – übrigens der geografische Mittelpunkt von Mecklenburg-Vorpommern – in einer Touristenregion abseits der Küste – ähnlich wie Bad Segeberg.

30 Jahre Partnerschaft

„Ost und West dürfen sich nicht entfremden“, sagt Bürgermeister Dieter Schönfeld. Auf der Bürgerreise tauschen sich die Städte aus. „Egal wo man hinfährt, die Probleme sind überall die gleichen“, sagt Bürgervorsteherin Monika SaggauFachkräftemangel, Abwanderung, Rechtsruck und klamme Kassen. „Aber es ist auch immer der gleiche Schlag Mensch, auf den wir treffen.“ Das sei ein tolles Fazit, das aus den Städtepartnerschaften gewonnen wurde.

„Im 30. Jahr des Mauerfalls ist der Termin besonders brisant wichtig“, so Saggau. „Das Miteinander zwischen Ost und West ist noch nicht perfekt. Die Einheit ist zwar da, aber in den Köpfen gibt es die Trennung immer noch.“ Die Kontakte und Freundschaften zu Bad Segebergs Partnerstadt sollen aufrecht erhalten werden.

Zehn Jahre nach der Einheit

Die LN berichteten im Oktober 2000 von der zehnjährigen Partnerschaft mit Teterow. Damals ist im Bad Segeberger Rathaus die Ausstellung „Sieben Jahre Stadtsanierung Teterow“ eröffnet worden. Bürgermeister Udo Fröhlich und sein Teterower Amtskollege Dr. Reinhard Dettmann hielten eine lange Rede.

Man habe nicht lange zu trommeln brauchen, erklärte Dettmann, um den Bus für den Besuch in Bad Segeberg voll zu bekommen. Von Bad Segeberger Seite waren neben Bürgervorsteher Bruno Haacks und dem stellvertretenden Landrat Hans-Peter Sager auch Vertreter jener Vereine dabei, die vor zehn Jahren mit einer Freundschaft begannen, die zunächst als klassische West-Ost-Hilfe verlief. Fröhlich nannte stellvertretend die Dahlmannschule, die Kreismusikschule, die Segeberger Kliniken und den Kleingartenverein. Mittlerweile, so Fröhlich, habe sich das Verhältnis geändert, die Hilfe habe Normalität erreicht. Man staune nicht schlecht über die Aufbauerfolge im Osten, es komme sogar fast Neid auf, wenn Bundeskanzler Gerhard Schröder den Biotechnik-Marktführer in seiner Regierungserklärung erwähnt.

Gemeinsamkeit: Sammeln für die Kirche

Teterow ist in jeder Hinsicht beeindruckend“, so der Bürgermeister. Mit seinen Generationenspielplätzen hat die 8000-Einwohner-Stadt Bad Segeberg etwas voraus. Auch Nachbarschaftshilfe und Ehrenamt funktionierten dort sehr gut. „Mit großen Anstrengungen wurde dort Geld gesammelt, um die Kirchenglocken zu erneuern“, erklärt er. Aus Eisen- wurden erst kürzlich Bronzeglocken. Lange Zeit war ihr Sound verstummt – bis die Kirchengemeinde rund 130 000 Euro gesammelt hatte. Genauso lassen sich Bad Segeberger immer wieder Neues einfallen, um für die Sanierung ihrer Marienkirche zu sammeln.

Sorge um die Zukunft

Ein Bus füllt sich für die Städtereise erfahrungsgemäß recht schnell. Mit Stadtvertretern, Musikern und Interessierten, die teilweise schon von Anfang an dabei sind. Der Bürgermeister sorgt sich jedoch um den Nachwuchs und macht ein verlockendes Angebot: „Wenn wir einen Bus mit Jugendlichen vollbekommen, setzen wir einen zweiten auf.“

Infos und Anmeldung

Die Städtepartnerschaft mit Teterow besteht seit 1990. Der Tag der Deutschen Einheit ist für Delegationen beider Städte, die nur 150 Kilometer Luftlinie voneinander entfernt liegen, Tradition. Sie besuchen sich im jährlichen Wechsel. In diesem Jahr ist bei der Städtereise ein Besuch der Teterower Feuerwehr geplant. Mit Zwischenstopp im Biomedizin-Technikum geht es an dem Tag auf eine Stadtführung sowie eine Führung durch die St. Peter und Paulskirche. Start ist um 7 Uhr am Zob in Bad Segeberg. Um 20.30 Uhr kommt der Bus wieder an.

Eine verbindliche Anmeldung ist bis zum 25. September an melanie.gosch-wiedemann@badsegeberg.de oder dirk.gosch@badsegeberg.de zu richten. Telefon: 045 51/96 56 50.

Hier geht es zur Einladung der Stadt.

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Von Irene Burow

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