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Segeberg Stadtvertretung beschließt Behindertenbeirat
Lokales Segeberg Stadtvertretung beschließt Behindertenbeirat
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08:00 16.11.2019
Menschen mit Behinderungen bekommen jetzt einen politischen Beirat in Bad Segeberg, um ihre Belange durchzusetzen. Quelle: LN-Archiv
Bad Segeberg

Sie brauchen eine breite Vertretung, eine Lobby für ihre Belange: Menschen mit Behinderungen. Deshalb beschloss die Bad Segeberger Stadtvertretung kürzlich, einen neuen Beirat zu gründen. Einstimmig wurde hierzu eine Satzung gefasst. Diese soll zu Beginn des kommenden Jahres in Kraft treten. „Jeder fünfte Bad Segeberger hat eine Behinderung oder eine Einschränkung. Ein Beirat für Menschen mit Behinderungen ist überfällig“, sagte die Vorsitzende des Sozialausschusses Kerstin Tödt (SPD). Nur wer selbst betroffen sei, kenne die Probleme und könne deshalb dazu selber Lösungen erarbeiten.

„So ein Beirat ist überfällig“, sagt Kirsten Tödt, SPD. Quelle: LN-Archiv

Im Sommer habe es eine sehr gut besuchte Auftaktveranstaltung zum Thema gegeben. Dort sei intensiv über die Belange von Menschen mit Behinderungen diskutiert worden. Der Beirat setze sich zusammen aus Betroffenen, Angehörigen von behinderten Menschen und Vertretern der Wohlfahrtsverbände.

In einer Pressemitteilung lobt die Lebenshilfe die Stadt. Sie sei die erste Kommune des Kreises Segeberg, die die von der UN-Behindertenrechtskonvention geforderte politische Mitbestimmung von Menschen mit Behinderungen vor Ort im Sinne der Konvention umgesetzt habe.

Menschen mit Behinderung seien keine Randgruppe, teilt Wolfgang Arnold von der Lebenshilfe mit. So gebe es allein in Bad Segeberg 2248 schwerbehinderte Menschen mit einem Grad von 50 Prozent und mehr. Hinzu kämen 1421 behinderte Menschen mit einem Grad der Behinderung von 20, 30 oder 40 Prozent.

Laut Arnold habe erheblicher Handlungsbedarf bestanden, „Menschen mit Behinderung ihre politische Mitbestimmung konkret zu ermöglichen“.

Der Beirat soll aus elf stimmberechtigten Mitgliedern bestehen. Es sollen nicht nur direkt Betroffene, sondern auch Angehörige und auch drei Vertreter der örtlichen Wohlfahrtsverbände mit Sitz in Bad Segeberg mitwirken. Für Arnold von der Lebenshilfe ist das auch „eine nachhaltige Verbesserung von Inklusion“. Bad Segeberg werde damit zur Modell-Kommune. Auch Bad Bramstedt habe sich entschieden, diesen Weg zu gehen. Folgerichtig werde damit auch die bisherige Geschäftsordnung zur Behindertenbeauftragten zum März 2020 aufgehoben.

Von Wolfgang Glombik

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