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Segeberg Bad Segeberg tief im Wilden Westen
Lokales Segeberg Bad Segeberg tief im Wilden Westen
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15:55 03.08.2019
Sie sind ein Hingucker: Tanja Boeck, Hans-Thomas Tychsen, Andre Boeck und Michael Westphal (v. li.) in selbstgeschneiderter Lederkleidung. Quelle: Petra Dreu
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Bad Segeberg

Wenn Bad Segeberg Karl May spielt, ist es jedes Mal voll in der Fußgängerzone. So auch an diesem Sonnabend: Lange Schlangen hatten sich vor den Ständen gebildet, an denen die aktuellen Kalkberg-Stars fleißig Autogramme schrieben. Darüber hinaus hatte Bad Segeberg für die Fans des Wilden Westens einiges zu bieten.

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Beliebtes Fotomotiv waren die befreundeten Ehepaare Anja und Patrick Müller (beide 51) aus Bernburg sowie Manuela und Steffen Böhme (beide 53) aus dem benachbarten Aschersleben in Sachsen-Anhalt. Nachdem sie sich im vergangenen Jahr zum ersten Mal getraut hatten, in voller Western-Montur durch die Fußgängerzone zu flanieren, hatten sie in diesem Jahr abermals ihre aufwendigen Kostüme eingepackt und begeisterten die Segeberger.

Das taten auch Tanja und Andre Boeck sowie Hans-Thomas Tychsen und Michael Westphal aus Neumünster, die an ihren Kostümen schwer zu tragen hatten.

Das Besondere: Ihre gesamte Kleidung mit traditionellen Verzierungen aus der Welt der Indianer war aus dickem Wildleder selbst handgearbeitet. Sogar seinen fast bodenlangen Federschmuck hatte Hans-Thomas Tychsen in unzähligen Stunden selbst gefertigt. Seine Tasche bestand aus Fell vom Fuchs, dessen Kopf als Klappe diente und selbst eine Adlerkralle hatte er in sein Outfit eingearbeitet.

Bunte Aktionen und Autogrammstunde in der City

Seit 30 Jahren ist Hans-Thomas Tychsen Gast bei den Karl-May-Spielen, den Kindertag und „Eine Stadt spielt Karl May“ lassen er und seine Begleiter sich nicht entgehen.

Der Vollkostümierung treu geblieben

„Damals bekam man in der Kalkbergarena freien Eintritt, wenn man im Kostüm kam. Ein Getränk und Essen waren noch frei“, erzählt der Häuptling.

„Aber dann kamen immer mehr, die sich einfach einen Cowboyhut aufgesetzt haben, meinten, sie seien jetzt Cowboys und wollten freien Eintritt haben. Irgendwann wurde das natürlich zu viel für die Kalkberg GmbH“, so Tychsen, der seinen Besuchen der Karl-May-Inszenierungen in Vollkostümierung dennoch treu geblieben ist – und das seit mittlerweile 30 Jahren.

Für das passende musikalische Flair sorgte die Country-Band „Jenny und Friends“ auf der Volksbank-Bühne, zu deren Klängen Line-Dancer in Aktion traten. Es gab verschiedene Mitmachaktionen, Kinderschminken und Glücksraddrehen, bei dem Sachpreise und Freikarten erdreht werden konnten.

Umlagert wurden die fünf Stände, an denen die Kalkberg-Stars traditionell Autogramme schreiben und für Handyfotos zur Verfügung standen. Besonders der neue Winnetou, Alexander Klaws, der sich einen Stand mit Harald Wieczork teilte, war als Fotomodell gefragt. Sein Wunsch: „Könnt ihr nicht mal Fotos von Harald machen?“

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Autor: Wie antisemitisch war Karl May?

Petra Dreu

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