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Segeberg Kita-Ausbau „Planet“: Doppelt so viele Kinder, Abenteuerspielplatz
Lokales Segeberg Kita-Ausbau „Planet“: Doppelt so viele Kinder, Abenteuerspielplatz
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19:51 19.08.2019
Ortstermin am Hamdorfer Weg: Die Politiker trotzten dem Regen und schauten sich die Kita-Pläne von Thorsten Wolf (links, Prokurist der Segeberger Kliniken) genau an. Quelle: Glombik
Bad Segeberg

Der „Kleine Planet“ wird groß: Die Vitalia Holding von den Segeberger Kliniken will bei der Kita-Versorgung mächtig draufsatteln. Ihr Kindergarten am Hamdorfer Weg nahe des Neurologischen Zentrums soll sich verdoppeln. 80 Plätze sollen hier entstehen. Am Sonnabend trafen sich bei Regen der städtische Bauausschuss und Bürger zum Ortstermin. Und sie brauchten nicht einmal Gummistiefel im früheren Feuchtbiotop, das nun zur Spielfläche für die Kinder werden soll.

Zwei Kita-Gebäude am Hamdorfer Weg

Noch ist unklar, wann die Bau-Planung abgeschlossen ist. „Wir spiegeln das alte Kita-Gebäude Richtung Neurologisches Zentrum mit der gleichen Grundfläche und zeigen so, auf welcher Fläche das neue Gebäude gebaut werden soll“, berichtet der Prokurist der Segeberger Kliniken, Thorsten Wolf. Alter und neuer Baukörper sollen mit einer Versorgungsbrücke verbunden werden. Wie genau das neue Kita-Gebäude später aussehen werde, richte sich nach den Ideen des Architekten. Zurzeit existierten in der Kita „Kleiner Planet“ drei Kita-Regelgruppen und zwei Krippengruppen.

Dieser Spazierweg am Hamdorfer Weg soll überbaut werden. Er wird an die andere Seite der Kita verlegt. Quelle: Glombik

Der Kindergarten stehe für alle Familien offen, auch wenn die Eltern nicht bei den Segeberger Kliniken angestellt seien, „aber für unser Personal sind die Betreuungszeiten bis 18 Uhr natürlich sehr interessant“, bestätigt Thorsten Wolf. Er sieht eine gute Perspektive für die Kita, denn ganz in der Nähe, auf dem Gelände der früheren „Trabrennbahn“ von Klein Niendorf, sei ein neues Baugebiet geplant.

Kinderlärm ist Zukunftsmusik

Die Politiker wollen sich ein Bild machen und sind sichtlich angetan. Das Grundstück für den neuen großen Kinderspielplatz der zu erweiternden Kita hat eine ideale Lage. Das könnte eine attraktive Außenfläche für Kinder werden, ähnlich wie beim kirchlichen Marienkindergarten. Bauamtsleiterin Antje Langethal berichtet, dass die Untere Naturschutzbehörde keinen Hinderungsgrund sehe, das Feuchtbiotop sei nicht mehr feucht. Es sei kein schützenswertes Biotop, habe die Behörde festgestellt. Auch Fledermausexperten prüften: Keine Hauptflugroute der Nachtjäger gehe hier durch. Die nahe Wohnbebauung sei kein Problem. „Kinderlärm ist Zukunftsmusik“, auch in Wohngebieten seien Kitas überall zulässig. Bauausschussvorsitzender Wolfgang Tödt steuert bei: „Ein oller Eber darf nicht vergessen, dass er auch mal Ferkel war.“

Fußweg neben der Kita muss verlegt werden

Allerdings muss der Fußweg für den Kitabau verlegt werden. Er soll Richtung Breslauer Straße nicht mehr rechts, sondern künftig links vom Kitahaus am Hamdorfer Weg vorbeiführen. Michael Hintz (CDU) sorgt sich um Parkplätze. Viele Eltern würden ihre Kinder mit dem Auto bringen. Tatsächlich soll ein Parkplatz mit acht Plätzen für die Eltern gebaut werden. Als künftige Einfahrt soll die jetzige Ausfahrt der Klinik genutzt werden. Wolfgang Tödt hat die Idee, vor der Kita noch eine „Kiss-&-Ride-Zone“ einzurichten. Muttis und Vatis können ihre Kids schnell reinbringen und weiterfahren.

Politiker auf Info-Tour in Bad Segeberg

Die Bad Segeberger Politiker schauten sich auch einen Mais-Acker an der Burgfeldstraße an. Dort soll – wie berichtet – ein genossenschaftliches Wohnprojekt für Parkinson-Kranke entstehen. Im hinteren Bereich der Burgfeldstraße, in der Nachbarschaft zur Kreissporthalle, möchten Investoren eine Wohnanlage für Parkinson-Kranke errichten. Dabei sollen dort auch bedürftige Patienten aufgenommen werden. Geplant sind dort dreigeschossige Gebäude plus Staffelgeschoss, erklärte Bauamtsleiterin Antje Langethal vor Ort. Die Lage zur Innenstadt sei ideal, sie ist zu Fuß zu erreichen. Und da das hintere Gelände Richtung Nelkengraben abfalle, werde das in der Nachbarschaft geplante neue Wohngebiet – zulässig ist hier zweigeschossige Bebauung – nicht beeinträchtigt. Die Stadt will auch künftig Eigentümerin des Grundstücks bleiben, das für das Modellprojekt vorgesehen ist.

Von Wolfgang Glombik

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