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Segeberg Bad Segeberger zum Gedenken in die Synagoge eingeladen
Lokales Segeberg Bad Segeberger zum Gedenken in die Synagoge eingeladen
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18:00 22.01.2020
Die Bad Segeberger Synagoge ist die erste, die im Norden nach dem Krieg neu entstanden ist Quelle: Lothar Kullack
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Bad Segeberg

Der 27. Januar wurde 1992 vom damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog zum Gedenktag an die Opfer des NS-Regimes ausgerufen. Er hatte diesen Tag wohlüberlegt ausgewählt: Am 27. Januar 1945 haben russische Soldaten das Konzentrationslager Auschwitz befreit. Seit 2005 begehen die Stadt Bad Segeberg, die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde und die Jüdische Gemeinde der Stadt diesen Gedenktag abwechselnd im Rathaus, der Marienkirche und der Synagoge. Am Montag, 27. Januar, laden sie zu 19 Uhr zu einer Gedenkveranstaltung in die Synagoge im Jean-Labowsky-Weg 1 ein.

Erinnerung und Gedanken gegen Intoleranz und Hass

Den Veranstaltern sei es wichtig, an die Verbrechen zu erinnern, um zu vermeiden, dass sich so eine Zeit der Angst, des Hasses und der Unterdrückung nicht wiederholt. Auch heute müssten Menschen in Deutschland um ihre Unversehrtheit und ihre Glaubensfreiheit fürchten, obwohl das im Grundgesetz der Bundesrepublik klar verankert zugesichert ist. Umso wichtiger sei es, so die Veranstalter, diesen Gedenktag miteinander zu begehen und zu gestalten. In Bad Segeberg gebe es dagegen mehrheitlich ein Klima der gegenseitigen Achtung der Menschenrechte und Glaubensfreiheit haben. Das hätte unter anderem die Demonstration „Segeberg ist bunt“ gezeigt. Doch es gebe auch Menschen in Bad Segeberg, die versuchten, anderen Angst einzujagen.

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Namen der Opfer werden verlesen

Dem wollen die Veranstalter der Gedenkveranstaltung entgegentreten. Deshalb laden sie zu diesem Anlass in die Synagoge ein. Es werden Worte des Gedenkens gesprochen, die Namen der Opfer der jüdischen Gemeinde verlesen und jüdische Musik zu hören sein. Es sprechen Walter Blender, der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, Monika Saggau, Bürgervorsteherin der Stadt Bad Segeberg, Pastor Matthias Voß von der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Segeberg sowie Jugendliche aus dieser Gemeinde.

Die Musik wird gestaltet von Didji Podszus, Kantor der Jüdischen Gemeinde, Lilly Schotters sowie Kirchenmusiker Andreas J. Maurer-Büntjen. Der Eintritt ist frei, Spenden zugunsten der Sicherheitsmaßnahmen rund um die Bad Segeberger Synagoge werden am Ausgang gerne entgegen genommen.

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Von sos