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Segeberg Jugend soll bei Spielplatzgestaltung mitmachen
Lokales Segeberg Jugend soll bei Spielplatzgestaltung mitmachen
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06:00 08.06.2019
In der Südstadt wurden die Beurteilungen der Kinder mit einbezogen. Stadtplanerin Ute Heldt Leal (oben links) und Bauamtsleiterin Antje Langethal (zweite von links) nahmen die Ideen mit auf in den Kinderstadtplan. Quelle: LN-Archiv
Bad Segeberg

„Jugend von Bad Segeberg! Helft der Stadt bei der Neugestaltung Eurer Spielplätze!“, könnte der Aufruf lauten. Tatsächlich können sich Kinder und Jugendliche aber auch ihre Eltern hier voll einbringen. Welche Spielplätze werden überhaupt noch genutzt, wo besteht noch Bedarf für welche Altersklasse? Die Stadt ist hier auf die Mithilfe aus der Bevölkerung angewiesen. Bauamtsleiterin Antje Langethal ruft zum Beispiel beim Kinderspielplatz Bornwischen, dessen alte Spielgeräte demontiert wurden, Eltern auf, gemeinsam mit ihren Kindern zu planen und zu überlegen, welche Altersklassen den schön gelegenen Kinderspielplatz Bornwischen noch nutzen möchten.

Senioren ziehen weg – Siedlungen im Umbruch

Es handelt sich hier um eine Siedlung im Umbruch. Senioren verkaufen ihre Häuser an junge Familien, ältere Hausbesitzer haben Besuch von Enkelkindern und möchten den Kinderspielplatz um die Ecke deshalb nicht ganz aufgeben.

Für die kommenden sechs Jahre möchte die Stadt ein Investitionsprogramm für Spielplätze auflegen, kündigt Langethal gegenüber den LN an. Es ist auch gleichzeitig ein Angebot an die Bad Segeberger Jugend, sich hier einzubringen. Denn die Stadt müsse – bevor sie viel Geld in die Hand nehme – erst einmal den Bedarf ermitteln. „Auch für welche Altersgruppen wir hier planen müssen“, so Langethal. Sie plant eine Kinder- und Jugendbeteiligung für das jeweilige Viertel und würde sich über Resonanz freuen. „Wir haben immer wieder verwaiste Spielplätze in Gegenden, wo es kaum noch Kinder und Jugendliche gibt.“ Dieser Zustand könne sich auch schnell wieder ändern. Bei dem Spielplatz „An den Fischteichen“ zum Beispiel. Junge Familien seien hinzugezogen. Hier habe die Stadt sich mit Eltern und Kindern zusammengesetzt. Im Spätsommer soll nun ein bestelltes großes Spielgerät aufgestellt werden. Das werde den Platz noch attraktiver machen.

Initiative „Jugendgerechte Kommune“ wird beteiligt

Auch die Jugendlichen sollen nicht zu kurz kommen. Hilfe bei der Ermittlung von Bedürfnissen, was Bolzplätze, Freiflächen im jeweiligen Wohnquartier angeht, erwarte Antje Langethal vor allem von der Initiative „Jugendgerechte Kommune,“ die sich vor zwei Jahren gebildet hat. „Ich bitte alle engagierten Kinder und Jugendliche, ihre genauen Wünsche zu benennen. Wir haben großes Interesse daran, dass sich die Jugend von Bad Segeberg artikuliert.“

Wolfgang Glombik

Bei einem Rundgang über Bad Segebergs Spielplätze bemerkten die LN großen Nachholbedarf. Für Kindergartenkinder ist das Angebot top, für große Kids eher mager.

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