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Segeberg Michael Meier: Empfehlung als Kulturbeauftragter in Bad Segeberg
Lokales Segeberg Michael Meier: Empfehlung als Kulturbeauftragter in Bad Segeberg
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19:42 05.09.2018
Michael Meier machte das Rennen. Quelle: Wolfgang Glombik
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Bad Segeberg

Eventprofi Michael Meier hatte bei der geheimen Abstimmung im nichtöffentlichen Teil der Ausschusssitzung zwar die Nase vorn, doch tatsächlich hätte sich wohl so mancher Zuhörer im Bürgersaal gleich alle drei Kandidaten in dem Ehrenamt vorstellen können. So viel Mühe hatten sich Michael Meier, Ursula Michalak und Detlef Dreessen mit ihrer Vorstellung gemacht. Ursula Michalak, Lehrerin im Ruhestand, hatte ein detailliertes Konzept für die künftige Kulturarbeit der Stadt erarbeitet mit zahlreichen Ideen. „Für mich ist Kultur gelebtes Miteinander, Kommunikation“, erklärte sie dem Ausschuss.

Ursula Michalak Quelle: Wolfgang Glombik

Danach würde sie ihre Kulturarbeit ausrichten. Sie würde auch mehr die Schulen einbinden. „Ich möchte in die Stadtteile gehen.“ Was schon gut in der Südstadt funktioniere, könnte sie sich auch im Norden, Westen, Osten der Stadt vorstellen. Sie schlug zudem ein „Rathausfest“ vor, bei dem sich Vereine und Verbände präsentieren könnten.

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Auch der Journalist und Musiker Detlef Dreessen hatte sich einen Kopf um Bad Segebergs Kultur der kommenden fünf Jahre gemacht. Er punktete bei der Vorstellung aber eher mit seiner Fähigkeit, Menschen für kulturelle Aktivitäten zu gewinnen. Er sprudelte nur so über mit Veranstaltungsideen, möchte Bad Segeberger, „die Lust haben, Kultur zu machen, miteinbeziehen. Er könne sich einen Kulturrat vorstellen. Er würde ein Gustav-Böhm-Fest planen in der Südstadt. Hier möchte er Flüchtlinge mit Anwohnern zusammenbringen, „weil es da tiefe Gräben gibt.“

Detlef Dreessen Quelle: Glombik

Michael Meier, der die Politiker im Ausschuss letztendlich überzeugt hat, möchte etablierte Aktionen wie den Kulturflyer fortsetzen, dafür aber auch neu auflegen. Auch die Organisation der Segeberger Sommerbühne soll fortgesetzt werden, allerdings möglichst mit einer neuen Bühne. Neu ist ein Kultur-Kuratorium, das Meier gründen möchte. Hier sollen sich Kulturakteure aus Bad Segeberg und direkter Umgebung mit einbringen können, auch um den Kulturbeauftragten zu beraten. Meier: „Mitwirkende dafür konnte ich schon gewinnen.“ Auch möchte Meier den Künstler Otto Flath und die Kunsthalle mehr in die kulturelle Landschaft Bad Segebergs integrieren.

Das Projekt „Stadt- und Kreismuseum“, von den LN bereits ausführlich vorgestellt, möchte er unterstützen. Auch eine weitere Idee von dem „umtriebigen“ Professor Asmus Hintz, der unter dem Motto „Kultur für alle“ die Segeberger Freilichtbühne für eine bunte Veranstaltung regionaler Kultur-Akteure nutzen möchte, will Meier unterstützen. Eine lange Segeberger Kulturnacht in den örtlichen Gastronomiebetrieben könne er sich ebenso vorstellen.

Warum nicht auch mal im Freilichtheater? Bigband Bad Segeberg Quelle: Glombik

Und was fehlt? Thomas Minnerop, quasi als „Jugendbeauftragter“ las dem „Kulturbeauftragten“ die Leviten. Er habe bei den Vorstellungen nichts zur Jugend gehört: „Die Jugendlichen dürfen wir nicht aus dem Fokus verlieren.“ Bei dem ansonsten hochgelobten Stadtfest vermisste er zum Beispiel eine Jugendbühne. Es bleibt also noch viel zu tun –für den neuen, alten Kulturbeauftragten Meier.

Wolfgang Glombik

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