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Segeberg Bad Segebergs täglicher Kampf gegen die Zerstörung
Lokales Segeberg Bad Segebergs täglicher Kampf gegen die Zerstörung
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18:01 20.03.2019
Vandalismus, Lampen an der Promenade Quelle: Glombik
Bad Segeberg

Es ist ein alltägliches Ärgernis in vielen Städten und Gemeinden: Mutwillige Zerstörung von öffentlichem Eigentum. Seien es angekokelte Spielgeräte, zerdepperte Lampen, beschmierte Wände. Jedes Jahr entstehen einer Stadt wie Bad Segeberg dadurch Zehntausende Euro Schaden. So krasse Fälle wie jüngst in Preetz (Kreis Plön), wo zwei Jugendliche eine ganze Schule verwüsteten und zur vorläufigen Schließung zwangen, oder vor knapp einem Jahr in Trappenkamp, als das TVT-Sportlerheim von Heranwachsenden demoliert und angesteckt worden war, passieren zwar vergleichsweise selten. Aber bereits mit dem „alltäglichen“ Vandalismus, der selten Schlagzeilen macht, haben Kommunen genug zu tun.

Schmierereien mit Sprühfarbe sind am schlimmsten

Bad Segebergs Bauamtschefin Antje Langethal kann auf Knopfdruck etliche Varianten von Sachbeschädigung nennen, mit denen es sie und ihre Kollegen vom städtischen Bauhof immer wieder zu tun bekommen: „Zerschnittene Seile auf Spielgeräten, herausgerissene Betonumrandungen, zerstörte Infotafeln am ,Fledermauspfad, angezündete Straßenbäume, demolierte Bänke. . . der Fantasie sind da kaum Grenzen gesetzt.“ Mit zum Schlimmsten gehörten aber Schmierereien mit Sprühfarbe. „Es dauert nur Sekunden, solche Graffiti zu hinterlassen – aber es kostet die Mitarbeiter des Bauhofs dann Stunden, sie wieder zu entfernen.“

Antje Langethal, Chefin des Bauamts in Bad Segeberg Quelle: LN-ARCHIV

Welche Kosten der Stadt durch solche Beschädigungen entstehen, kann die Baumamtschefin nicht im Detail sagen. Dies werde im Rahmen der allgemeinen Bauhofleistungen mit abgerechnet. Ziel sei aber, auftretende Schäden so schnell wie möglich zu beheben, um den Eindruck von Verwahrlosung gar nicht erst aufkommen zu lassen, insbesondere was Bad Segeberger Filetstücke wie die Seepromenade angeht, die immer wieder Ziel von Vandalismus sei.

Es geht ums „bewusste Kaputtmachen“

Hat das Problem in Bad Segeberg zugenommen? „Die reine Freude an der Zerstörung, nach meinem Eindruck ja“, sagt Langethal. Vor einigen Jahren noch habe man es mehr mit Schäden an öffentlichen Anlagen zu tun gehabt, die durch unbotmäßige Nutzung entstanden seien. Heute gehe es mehr um bewusstes Kaputtmachen.

Die Stadt wehrt sich so gut sie eben kann. „Bei allem, was wir in der Stadt bauen, denken wir auch immer den Vandalismus mit“, erklärt die Baumamtschefin. Öffentliche Anlagen würden möglichst vandalismussicher gestaltet. Statt Holzbänke würden Stein- oder Metallbänke gekauft oder Spielgerät angeschafft, das leichter zu reinigen und feuerfest sei.

Lampen am See zusätzlich verstärkt

Oder es wird nachgerüstet, so wie jetzt bei den Pollerleuchten am Großen Segeberger See. An dem in der Dunkelheit oft unbeobachteten Weg zwischen Backofenwiese und Winklersgang waren die in der Vergangenheit immer wieder mit „brachialer Gewalt“, so Langethal, umgetreten worden, waren mehr kaputt, als dass sie ihre Aufgabe erfüllen konnten. Jetzt hat der Bauhof den Lampen eine zusätzliche Verstärkung und Verankerung verpasst, die Sachbeschädigung zwar nicht unmöglich, aber doch deutlich schwerer machen soll.

Wahlstedt hat weniger mit Vandalismus zu tun

In Wahlstedt kennt man solche Probleme nicht so. „Anders als in Bad Segeberg haben wir, toi, toi, toi, mit solchen Sachen derzeit nur wenig zu tun“, sagt Bauamtsleiter Torsten Maaß. Von einigen Flächen würde man es zwar fast erwarten, dass Sprayer auf sie aufmerksam würden. Aber bisher sei das nicht passiert. Höchstens vereinzelt, vor allem während der Ferienzeiten, gebe es auch in Wahlstedt mal Auffälligkeiten.

Kreisweit ist Vandalismus tatsächlich auch ein rückläufiges Problem, jedenfalls beim Blick auf die nackten Zahlen. Seit Anfang des Jahrzehnts haben die Fallzahlen im Kreis Segeberg kontinuierlich abgenommen. Wurden im Jahr 2010 noch 2345 Sachbeschädigung von der Polizei erfasst, waren es im Jahr 2017 mit 1666 Taten deutlich weniger. Zahlen von 2018 liegen bisher nicht vor.

Oliver Vogt

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