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Segeberg Bella Italia: Musiker Götz Alsmann gab gelungenes Wahlstedt-Debüt
Lokales Segeberg Bella Italia: Musiker Götz Alsmann gab gelungenes Wahlstedt-Debüt
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13:35 21.11.2019
Debüt in Wahlstedt: Götz Alsmann (62) gastierte mit Band im Kleinen Theater. Quelle: Heike Hiltrop
Wahlstedt

Wenn das musikalische Multitalent Götz Alsmann einen Schlager in die Mangel nimmt, dann kommt meist überraschendes dabei heraus. Auch dem Publikum im Kleinen Theater gefiel die kreativ und sehr unterhaltsam dargebotene leichte Muse. Mit ihr gab der Künstler mit der Tolle und dem Hang zum Modestil der 1950er-Jahre sein erstes Gastspiel in Wahlstedt. Die vertonte Zeitreise ging nach Italien.

Erfrischend arrangierten Gassenhauer made in Bella Italia

Dienstag in der Laeiszhalle in Hamburg mit ihren über 2025 Plätzen, Mittwoch Kleines Theater, 405 Plätze. „Wir machen seit 30 Jahren Musik, aber waren noch nie hier“ – dem Künstler mit den Wurzeln in Münster-Hiltrup gefiel die Spielstätte offensichtlich. Eine intime Location mit Nähe zum Publikum, das kommt bei vielen, die hier auf der Bühne stehen, ebenso gut an wie beim Publikum.

Vom Flügel an die Mandoline: Multiinstrumentalist Götz Alsmann. Quelle: Heike Hiltrop

 Mit einem Soundcheck in letzter Minute startete der zweistündige Abend für Altfrid Sicking (Vibrafon, Xylofon, Trompete, Klarinette), Drummer Rudi Marhold, Markus Passlick an den „exotischen Schlaginstrumenten“, Bassist Ingo Senst und Frontmann Götz Alsmann (Gesang, Klavier, Mandoline, Ukulele . . .). Die Musiker: Profis, die so schnell nichts aus der Ruhe bringt und die mit erfrischend arrangierten Gassenhauer made in Bella Italia brillierten.

Zwischen Anglerlatein und Italo-Hit-Historie

Alsmann, der musikalische Geschichtenerzähler, macht aus Renato Rascels „Arrivederci Roma“ ein von Percussions geleitetes Stück. Ein Ausschnitt aus Giuseppe Verdis Oper „Der Troubadour“ kommt als Jazzstück daher. Und „Che bambola“, der Song, mit dem Fred Busscaglione einer blonden Schönheit mit Wespentaille 1958 hinterherpfeift, wird zum vertonten Cartoon. Fabelhaft unterhaltsam. Ebenso wie die Plaudereien Alsmanns, die mal bestes Anglerlatein, mal interessante Historie aus der Welt alter Italo-Hits und seiner Protagonisten sind. Die Grenzen sind fließend.

Retro ist, wenn das Vibrafon den Ton angibt

Paolo Contes „Azzurro“, Umberto Bindis „Il nostro concerto“, Eduardo Di Capuas „O Sole mio“ oder Rocco Granatas „Marina“ – nichts aus der Blüte des italienischen Schlagers fehlt. Alles macht Lust auf mehr – und Gelato – leckeres italienisches Eis. Oft gibt das Vibrafon, ganz retro, den Ton an, und auch die typische Conga-Begleitung fehlt nicht und doch ist alles ganz anders. Zeitlos. Verstaubtes Trallala gibt es mit Götz Alsmann und seiner Combo nicht. Gerne auf ein Wiederhören, „mio Götze...“.

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Von Heike Hiltrop

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