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Segeberg Benefizkonzert für Krebsbehandlung
Lokales Segeberg Benefizkonzert für Krebsbehandlung
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20:10 16.02.2013
Von Petra Dreu
Mit dem Konzert im Kleinen Theater Wahlstedt bereiteten sich die beiden Harfenistinnen Lara Meyer-Struthoff (links) aus Geschendorf und Marie Bender aus Pansdorf auf den Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ vor und begeisterten das Publikum. Quelle: Fotos: Petra Dreu
Wahlstedt

Ein Konzert für die Nothilfe: Mehr als 300 Besucher erlebten am Freitag im Kleinen Theater Wahlstedt einen Musikgenuss der besonderen Art. Für die Segeberger „Praxis ohne Grenzen“ hatten die 40 beteiligten Musiker und Sänger aus Jazz, Klassik, Chormusik und Schlager auf eine Gage verzichtet. Mit dem Erlös der Veranstaltung, zu der gleichsam der Kulturring Wahlstedt und der Verein „Praxis ohne Grenzen“ eingeladen hatten, soll das Budget der Praxis aufgestockt werden, um denen helfen zu können, die sich eine Krankenversicherung nicht leisten können.

„Das, was wir tun, ist eine Nothilfe. Änderungen im System herbeiführen kann nur der Gesetzgeber“, sagte Praxis-Initiator Dr. Uwe Denker. Sein Projekt hat inzwischen Schule gemacht. Nach Segeberg folgten die Städte Preetz, Stockelsdorf und Rendsburg. Zwei weitere Praxen eröffnen demnächst in Husum und Flensburg. Elmshorner Ärzte denken ebenfalls über die Eröffnung einer weiteren Praxis nach.

Eine Kaiserschnittgeburt finanzierte die Segeberger Praxis aus dem Erlös des letzten Benefizkonzertes. 4500 Euro hatte sie gekostet. In diesem Jahr müssen die Vereinsmitglieder noch mehr Geld zusammentragen, denn 20 000 Euro verschlang die Krebsbehandlung eines Grafikers, der seine Krankenkassenbeiträge nicht mehr zahlen konnte. „Mit ihr haben wir ihm das Leben gerettet“, so Dr. Uwe Denker, der selbst als Sänger auf der Bühne stand.

„Musik kennt keine Grenzen — wie die Praxis ohne Grenzen“, sagte er zu Beginn des Konzertes, das mit der Segeberger Formation „Jazz4Fun“ einen vielversprechenden Anfang nahm. Mit Cole Porters „Night and Day“ machte sie Lust auf mehr und vereinte in einem weiteren Set mit „Girl from Ipanema“ und „Favela“ lateinamerikanische Klänge und Jazz miteinander. Aber auch den Beatles-Hit „Can‘t buy me Love“ wussten die Musiker gekonnt in Szene zu setzen.

Bei einer Präsentation des Projektes „Praxis ohne Grenzen“ in Flensburg, hatte sich spontan die Sopranistin Sylvia Wieland bereit erklärt, bei dem Benefizkonzert dabei zu sein. Gemeinsam mit ihrem Pianisten Raimund Heusch hielt sie Wort und präsentierte mit „Kauf dir einen bunten Luftballon“ oder „Das gibt‘s nur ein Mal“ bekannte Schlager- und Revue-Melodien, bei denen das Publikum gerne mitsummte.

Ein Konzert mit Harfe zu erleben, ist immer etwas Besonderes. Gleich zwei der großen Saiteninstrumente begeisterten die Zuhörer, als die Geschendorferin Lara Meyer-Struthoff und Marie Bender aus Pansdorf ihre Finger über die zusammen 92 Saiten fliegen ließen. Beide jungen Künstlerinnen bereiten sich auf den Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ vor und hoffen auf eine Fahrkarte zum Bundesentscheid im Mai.

Extra für das Benefizkonzert hatte sich der Chor „pro benefizio“ zusammengefunden, in dessen Reihen auch Dr. Uwe Denker zu finden war. Unter der Leitung von Victoria Podszus hatten sich die Mitglieder des Kantorei-Chores der Pronstorfer Vicelinkirche Verstärkung durch befreundete Sänger geholt. Mit Klassikern wie „Kein schöner Land“ oder „Der Mond ist aufgegangen“ gestalteten sie den zweiten Programmteil.

„Musik kennt keine Grenzen - wie unsere Praxis.“
Dr. Uwe Denker, Praxis ohne Grenzen

Petra Dreu

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