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Segeberg Sventana-Schule kooperiert mit Arge Trappenkamp
Lokales Segeberg Sventana-Schule kooperiert mit Arge Trappenkamp
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16:47 08.03.2019
Kooperation zwischen Schule und Wirtschaft für eine noch bessere Berufsorientierung. Von links: Von links: Lehrerin Maike Petersen, Schulleiterin Bettina Becker (Sventana-Schule Bornhöved), Projektleiter Raymond Dreyer, Schatzmeister Rolf Friedrichsen und Vorsitzender Dirk Bösebeck von der Arge Trappenkamp. Quelle: Heike Hiltrop
Bornhöved

Schülern berufliche Orientierung geben und gleichzeitig potenziellen Fachkräfte-Nachwuchs mit Unternehmen in der Region zusammenzubringen, dafür erweitern die Sventana-Schule und die Arbeitsgemeinschaft wirtschaftlich interessierter Kreise Trappenkamp (Arge) mit ihren rund 100 Mitgliedern aus der Wirtschaft, ihre Partnerschaft. Der jüngst unterzeichneten Kooperationsvertrag zwischen beiden soll der nachhaltigen beruflichen Orientierung der Schüler ab der achten Klasse ein solides Fundament geben.

Ausweiten, aber dabei in der Region bleiben

Die Zusammenarbeit zwischen Lehrern und dem Verein gibt es schon länger: Der Berufsschnuppertag in verschiedene Betrieben sei erfolgreich, auch die Ausbildungsmessen gemeinsam mit dem Rotary Club (im jährlichen Wechsel zwischen den Gemeinschaftsschule Wahlstedt, Trappenkamp, Bornhöved) sei ein wichtiges Angebot, umreißt Arge-Vorsitzender Dirk Bösebeck. Mit der neu geschlossenen Kooperation werde die Zusammenarbeit nun auf eine andere Ebene gehoben. „Neu ist, dass wir in die komplette Berufsorientierung eingebunden werden“, sagt Bösebeck. Neu sei auch, dass nun die Schule Ansprechpartner werde. „Und dass wir uns ausweiten, aber in der Region bleiben“, ergänzt Schulleiterin Bettina Becker.

Die Arge will der Schule zudem als Vermittler für Kontakte zu Betrieben, Handels- und Handwerkskammer, Innungen und anderen Bereichen der Wirtschaft zur Seite stehen. „Das Anliegen, das wir haben, ist, eine Vernetzung hinzubekommen“, sagt Dirk Bösebeck. So könnten beispielsweise Mitarbeiter aus unterschiedlichen Berufsrichtungen im Unterricht aus ihrem Arbeitsalltag über berufliche Aufstiegschancen und anderes berichten. Das baue auch Ängste ab, in die Erwachsenenwelt einzutreten, ist sich Bettina Becker sicher. „Das ist ein ganz wichtiger Punkt, denn viele Schüler wollen weiter zur Schule gehen, brechen dann aber doch ab. Und dann heißt es ohne wirklich gründliche Vorbereitung: ,Oh, ich geh’ in die Arbeitswelt’."Außerdem wolle die Schule Perspektiven aufzeigen – auch in der Region.

Lehrerin Maike Petersen und drei Kollegen kümmern sich in der Sventana-Schule um die Berufsorientierung. Sie bestätigt: „Wir haben ganz oft noch diese Orientierungslosigkeit. Das hat mit Bequemlichkeit zu tun, das Thema anzugehen, aber auch mit Berührungsängsten.“ Sie verspricht sich viel von der Kooperation. Wie auch Arge-Projektleiter Raymond Dreyer und Schatzmeister Rolf Friedrichsen: „Das ist genau auf uns zugeschnitten. Das, was große Unternehmen mit Uni-Kooperationen machen, das machen wir hier im Kleinen.“ Friedrichsen macht deutlich, dass die Zusammenarbeit ein Gewinn für beide Parteien sein kann.

Sechste Kooperation der Sventana-Schule

Noch vor einigen Jahren waren es die Schüler, die händeringend auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz im Kontakt zu Unternehmen unterstützt werden sollten. Heute hat sich das Verhältnis angesichts fehlender Fachkräfte umgekehrt. Derzeit sind es die Unternehmen, die den Nachwuchs umwerben.

Die Arbeitsgemeinschaft wirtschaftlich interessierter Kreise

Mit Sitz in Trappenkamp gehören dem Verein „Arbeitsgemeinschaft wirtschaftlich interessierter Kreise“, kurz Arge, über 100 Mitglieder an. Dies sind sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen aus der Region. Allein die 13 Mitgliedsfirmen, die sich regelmäßig auf den Ausbildungsmessen präsentieren, bringen es zusammen auf 20 Ausbildungsberufe.

Die Sventana-Schule hat in Sachen Berufsorientierung bereits fünf anderen Kooperationen: mit den Segeberger Kliniken, dem Wege-Zweckverband, der Holz Ruser GmbH sowie der Firma Strabag. Die Arge ist bereits 2014 mit der Richard-Hallmann-Schule in Tappenkamp eine ähnliche Kooperation eingegangen.

Heike Hiltrop

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