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Segeberg Betreute Wohnanlage fast ausgebucht
Lokales Segeberg Betreute Wohnanlage fast ausgebucht
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20:10 18.12.2017
Hartmuth und Irmgard Behnke wohnen seit fast zwei Monaten in der neuen Wohnanlage des Landesvereins in Trappenkamp. „Das Haus in Bornhöved ist uns zu viel geworden.“ Das ganze Gelände ist barrierefrei. Quelle: Fotos: Materne
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Trappenkamp

Das Ehepaar Behnke gehört zu den Mietern der ersten Stunde des betreuten Wohnprojekts des Landesvereins in Trappenkamp. Gemütlich haben sie sich eingerichtet in ihrer Drei-Zimmer-Wohnung auf 75 Quadratmetern. Mit neuen Möbeln. „Man muss sich ja mal was gönnen“, sagt Irmgard Behnke. Auf den Fensterbänken zum Innenhof blühen Orchideen. „Das Projekt kam gerade ins Gespräch, da sind wir sofort losgeprescht“, erinnert sich Hartmuth Behnke. Das Reihenhaus mit Garten in Bornhöved sei einfach zu viel geworden, berichtet Irmgard Behnke. Schlafzimmer, Bad, „das war alles im Obergeschoss“. Den Bau aus den 60ern mit seinen schmalen Gängen und Türen hätte man auch kaum barrierefrei gestalten können, fügt ihr Mann hinzu. Also haben sie sich eine neue Wohnung gesucht. Gerne wären sie auch in Bornhöved geblieben, wo sie viele Freunde haben, in Vereinen aktiv sind. Aber die betreuten Wohnungen dort seien zu klein gewesen.

Das 7,6 Millionen Euro-Senioren-Wohnprojekt des Landesvereins in Trappenkamp ist fast fertig. Die meisten der 51 Wohnungen sind bezogen, die Augenarztpraxis läuft und die Tagespflege nimmt Ende Januar den Betrieb auf. Jetzt fehlen nur noch das Café und die Physiotherapiepraxis.

40 der betreuten Wohnungen in Trappenkamp sind bereits bezogen, sagt Claus von See, Geschäftsführer des Landesvereins. Wobei man derzeit mit fünf weiteren ernsthaften Bewerbern spreche. „Vorwiegend haben wir Trappenkamper Mieter reingenommen, dann einige aus den Randgemeinden“, so von See. Bewohner von weiter weg hätten dann Kinder im Ort.

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Die vier Gebäudeteile sind durchgehend barrierefrei. Die Teile A bis C sind miteinander verbunden. Im Erdgeschoss wurde mit etwas Verspätung die Tagespflege fertig eingerichtet auf 440 Quadratmetern – mit Küche, Gemeinschaftsraum und Ruhebereichen. „Der Innenausbau war etwas aufwendiger als gedacht“, sagt von See. Eigentlich hätte die Tagespflege längst geöffnet sein sollen, nun wird es Ende Januar. „Wir verhandeln gerade mit den Pflegekassen.“ 24 Menschen können hier dann wochentags von 7 bis 17 Uhr betreut werden – um pflegende Angehörige zu entlasten und mit speziellen Therapieangeboten die Senioren und ihre verbliebenen Fähigkeiten zu fördern.

Nebenan das Café ist noch eine Baustelle. Aber Mitte Februar soll auch dieses fertig sein und wird zusammen mit den Segeberger Wohn-und Werkstätten betrieben. In Anlehnung an die Trappenkamper Glasindustrie und die Migranten aus dem Sudentenland soll es ein böhmisch-prager Café werden, kündigt von See an. Mit entsprechender Küche und vielen Glaselementen. Offen ist noch, wer in die Räume für die Physiotherapiepraxis einzieht. Von See ist zuversichtlich, dass auch dieser Plan aufgeht.

Und dann steht auch schon die Planung für den zweiten Bauabschnitt an. Vorgesehen ist eine stationäre Altenpflegeeinrichtung auf dem Gelände an der Gablonzer Straße. Dafür seien noch baurechtliche Voraussetzungen zu schaffen. „Das wollen wir in 2018 angehen“, sagt von See. Ausgehend von einer 16-monatigen Bauzeit könnte das Projekt Ende 2019 fertig sein – mit etwas Glück und gutem Wetter.

 Von Nadine Materne

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