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Segeberg Beurlaubter Amtsleiter soll Klimamanager werden
Lokales Segeberg Beurlaubter Amtsleiter soll Klimamanager werden
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20:30 12.11.2019
Kehrt nun Ruhe ein? Im Amt Itzstedt wechselt die Leitung. Quelle: Sven Wehde
Itzstedt

Der ehemalige Leiter der Itzstedter Amtsverwaltung soll Klimaschutzmanager werden. Das teilt Amtsvorsteher Bernhard Dwenger (CDU) auf Anfrage mit. Der Amtsausschuss hat damit einen neuen Posten für Andreas Bigott vorgesehen, nachdem das Gremium ihm am Montagabend offiziell den Leitungsposten entzogen hatte.

„Die Beurlaubung ist damit aufgehoben“, sagt Dwenger. Am kommenden Montag muss Bigott demnach wieder zur Arbeit erscheinen. In der Theorie soll er sich mit Projektplanung befassen, Zuschüsse einwerben und Fördermittel beantragen. Die Stelle ist direkt der Amtsleitung zugeordnet. Demnach wird Bigott dem amtierenden Amtsleiter Torge Sommerkorn unterstellt sein, der vorher sein Stellvertreter war.

Andreas Bigott ist nach wie vor fassungslos, wie mit ihm umgegangen wird. Dwenger, Sommerkorn und seine Stellvertreterin Claudia Friederich seien am Dienstagmorgen bei ihm zu Hause aufgetaucht, um Unterlagen zu übergeben. So hat er von seiner Verwendung erfahren.

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Insgesamt sagt er: „Holger Fischer und Helmut Thran haben gezeigt, wie man in dem Amt Kommunalpolitik macht.“ Aus seiner Sicht hätten die Bürgermeister von Itzstedt und Nahe seine Abberufung eingefädelt, da sie sich durch Mahnungen in Verwaltungsvorgängen vor den Kopf gestoßen fühlen. Auf LN-Anfragen zum Thema hatten die Bürgermeister nicht reagiert. „Die es ausgelöst haben, bleiben im Hintergrund und verstecken sich hinter dem Amtsausschuss.“ Es werde bewusst von den eigentlichen Problemen und dem Thema Feuerwehr abgelenkt. Auslöser der Personalie war wohl der Kauf einer Drehleiter für beide Gemeinden. 

Bigott: „Das hat mit Recht nichts mehr zu tun“

„Die neuen Amtsleiter haben sicherlich einen immensen Teil dazu beigetragen“, legt Bigott nach. Aus der CDU ist er inzwischen ausgetreten. „Ich hatte nie die Chance, meine Sicht der Dinge vorzulegen. Ich bin nicht befragt worden. Das ist nicht das Wesen der Demokratie, in der jede Entscheidung abzuwägen ist. Das ist beispiellos in Schleswig-Holstein.“

Die Stelle des Klimaschutzmanagers wird im Grunde neu geschaffen. „Es wurde immer wieder angemahnt, dass dafür niemand richtig zuständig ist“, erklärt Dwenger. Andere Mitarbeiter erledigten das bisher eher nebenbei. Das muss finanziert werden: „Die Amtsumlage wird nicht zu halten sein“, mahnt Bigott. Schon zu seiner Zeit sei der Personaldeckel kaum zu halten gewesen. Er will nun rechtlich prüfen lassen, ob die Stelle seiner Gehaltsgruppe entspricht.

Die Stelle der Amtsleitung soll laut Dwenger ausgeschrieben werden. „So sehen es die Regularien vor.“ Er macht jedoch keinen Hehl daraus, dass Sommerkorn auf lange Sicht ohnehin für die Nachfolge vorgesehen war. Die nächste Amtsausschusssitzung ist im Dezember vorgesehen, dann kommt die Zukunft der Personalien wieder auf den Tisch – und auch die Haushaltsplanung.

Von Irene Burow

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