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Segeberg Unbekannte zerstören Bienenstöcke im Bad Segeberger Schöpfungsgarten
Lokales Segeberg Unbekannte zerstören Bienenstöcke im Bad Segeberger Schöpfungsgarten
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16:00 24.06.2019
Ein trauriger Anblick: Mehrere Bienenstöcke wurden von den Unbekannten in der Nacht zum Sonntag zerstört. Quelle: privat
Bad Segeberg

Für die ehrenamtlichen Betreuer des Generations- und Schöpfungsgartens in Bad Segeberg war es ein Schock: In zwei Nächten in Folge haben Randalierer schlimme Zerstörungen auf dem Naturgelände an der Kindertagesstätte St. Marien angerichtet. Dabei vergriffen sich die Täter auch an Bienenkästen, die auf dem Gelände aufgestellt sind. Die Behausungen der Insekten wurden zertreten, die Waben der Bienen blieben ungeschützt in den Brennnesseln liegen. Ein Volk von Hobby-Imker Wolfgang Schröder fehlt seither.

Täter richteten im Bad Segeberger Schöpfungsgarten erhebliche Zerstörungen an

„Es war ein schlimmer Anblick, wir sind alle traurig und entsetzt über das, was da passiert ist“, sagt Kindergartenleiter Michael Modrow, der 2009 gemeinsam mit Pastor Kristian Lüders die Idee zur Schaffung des Gartens hatte und sich seither mit vielen anderen ehrenamtlich um das Gelände kümmert. Eigentlich soll es eine Oase des Friedens sein, ein Ort zum Entspannen. Aber da das Areal zentral und gleichzeitig versteckt gelegen ist, treiben sich insbesondere nachts auch immer wieder größere Jugendgruppe herum. Der hölzerne Pavillon ist voller Schmierereien. „Wir wissen auch, dass dort Drogen vertickt werden. Jedenfalls finden wir morgens immer wieder kleine Tütchen“, sagt Modrow.

Baum umgetreten, Lagerfeuer im Pavillon

Die Polizei ermittelt in dem Fall. „Es wurden massive Zerstörungen auf dem Gelände angerichtet“, bestätigt Kai Hädicke-Schories, Sprecher der Polizeidirektion Bad Segeberg. Zunächst wüteten die Unbekannten in der Nacht von Donnerstag auf Freitag im Schöpfungsgarten. Dabei wurde unter anderem ein Apfelbaum umgetreten, Steinpflaster aufgerissen, ein Zaun und ein Steg beschädigt und mehrere Pflanzen aus dem Boden gerissen. Unter dem Pavillon hatten die Täter zudem ein kleines Lagerfeuer entzündet. In der Nacht von Sonnabend zu Sonntag ging die Zerstörungsorgie dann weiter: Dieses Mal nahmen sich die Unbekannten dann auch die Bienenstöcke vor, die in einem geschützten, von Pflanzen umgebenen Teil des Gartens aufgestellt sind. Sie wurden umgeworfen, zum Teil zerstört.

Einige der Kästen konnte Hobby-Imker Wolfgang Schröder zwar provisorisch wieder aufstellen. Ein Teil der Stöcke war jedoch verschwunden. Auch von einem Wirtschaftsvolk fehlte am Morgen danach jede Spur. „Wir haben allerdings keine Erkenntnisse darüber, dass die Bienen gestohlen worden sind“, sagt Polizeisprecher Hädicke-Schories.

Was mit den Bienen passiert ist, ist deshalb unklar. Schröder war für die Lübecker Nachrichten am Montag nicht erreichbar. Möglich ist, dass die Bienenkönigin bei der Zerstörung ihres Stockes getötet worden ist und die Tiere abgewandert sind.

Polizei sieht alkoholisierte Jugendliche am Werk

Die Ermittler hätten inzwischen viele Spuren auf dem Gelände sicherstellen können, erklärt der Polizeisprecher. Als wahrscheinlich gilt derzeit, dass alkoholisierte Jugendliche für die Tat verantwortlich waren. „Wir sind derzeit auch zuversichtlich, dass wir die Verantwortlichen schnell finden werden“, sagt Hädicke-Schories.

Für Michael Modrow stellt sich inzwischen die Sinnfrage. „Es wäre sicher nicht das richtige Signal. Aber trotzdem müssen wir uns fragen, ob wir den Schöpfungsgarten unter den gegebenen Voraussetzungen noch weiter am Leben halten können.“ Denn auch wenn Viele inzwischen ein wachsames Auge auf den Garten hätten, fänden sich immer wieder Spuren nächtlicher Alkoholgelage in der Naturidylle, würden Zerstörungen angerichtet. Größere Verwüstungen gab es zuletzt im Juli 2017. Damals ließen die Täter aber immerhin die Bienenvölker zufrieden.

Wer Hinweise auf die Taten in der Nacht zum Freitag (21. Juli) und zum Sonntag (23. Juli) geben kann, wird gebeten, sich mit der Polizei unter Telefon 045 51/88 40 in Verbindung zu setzen.

Oliver Vogt

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