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Segeberg Bond auf dem Acker: Erstes Treckerkino in Leezen
Lokales Segeberg Bond auf dem Acker: Erstes Treckerkino in Leezen
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16:17 19.08.2019
Die Kino-Leinwand steht auf einem Acker bei Leezen. Quelle: Volker Hartmann/ddp
Leezen

Häcksler, Schlepper, Dreschmaschinen: Zug- und Landmaschinen aller Art sind die Eintrittskarte am 24. August. In Leezen findet das erste Trecker Kino im Kreis Segeberg statt. Auf einem abgeernteten Feld ist Platz genug für Ackergiganten – und eine Leinwand.

Gezeigt wird ein Bond-Film. „Auf einer fünf mal sieben Meter großen Leinwand wird ein absoluter Filmklassiker gezeigt“, sagt Nina Becker vom Veranstalter Euralis Saaten. „Der genaue Filmtitel wird aber erst vor Ort bekanntgegeben.“ Das Unternehmen hat naturgemäß einen direkten Draht zur Landwirtschaft und nutzt das ungewöhnliche Open Air als Marketing-Gag. Die Fläche gehört einem Landwirt.

Einlass ist ab 19 Uhr

Einlass zum Open-Air-Kino ist ab 19 Uhr, der Film startet um 20.30 Uhr. Der Abend ist für alle kostenlos. Standort ist westlich der Straße Hoogen Door bei Leezen. Der Bereich wird im Einbahnstraßensystem abgesperrt und ausgeschildert. Anmeldungen sind möglich unter www.euralis.de/treckerkino. Wer eine Gruppe mit mehreren Treckern anmelden möchte, sendet eine E-Mail an Marketing@euralis.de. Achtung: Trecker mit Anhänger sind auf dem Kinogelände nicht gestattet. Für Verpflegung und Getränke ist gesorgt.

Euralis Saaten nutzt das Trecker Kino als Marketing-Gag. In diesem Jahr wurde eine neue Mais-Sorte auf den Markt gebracht – „ES Bond“ war Anlass und Ideengeber für den Trecker-Kinotitel. Das Unternehmen züchtet, prüft und vertreibt Saatgut von Mais, Raps, Sonnenblumen, Soja und Sorghum in Deutschland, der Schweiz und in Österreich. Die Zentrale in Norderstedt ist eine von elf Niederlassungen in Europa.

Zahlreiche Maschinen sind angemeldet

Das Trecker Kino feiert Premiere im Kreis Segeberg. Zahlreiche Maschinen sind schon angemeldet. „Darunter sind auch Gruppen, die mit mehreren Gefährten kommen“, sagt Nina Becker, die auch darauf hinweist, dass tatsächlich keine Sitzgelegenheiten vorhanden sein werden. „Ideal wäre natürlich ein Trecker.“ Auch Kindertrecker oder Aufsitzrasermäher sind erlaubt, aber auch jede andere Sitzgelegenheit. Jeder darf an der kostenlosen Veranstaltung teilnehmen.

„In anderen Regionen im Norden gibt es diese Art von Kino schon, aber hier ist das neu“, sagt Thomas Posilek, Vorsitzender der Dreschvereinigung Heidmühlen. Er macht sich am Kinoabend auf den Weg nach Leezen. „Bis zu 200 Kilometer fahre ich schon auf Achse“, sagt er lachend. Doch diesmal ist es nicht so weit. Sein Kinosessel wird ein Ackerschlepper mit Glühkopf-Motor – mit Technik aus der Vorkriegszeit.

„Alles steht und fällt mit dem Wetter“, sagt er. Das kennt Thomas Posilek von anderen und eigenen Veranstaltungen. Denn es ist nicht so, wie ein Autokino vermuten lässt: „Bei Regen wird’s schwierig. Bei meinem Bulldogg zumindest, da gibt’s kein Dach.“

Es gibt diverse Treckerliebhaber in der Region

Kreis Segeberg: Die Oldie-Schlepperfreunde Raum Segeberg, die Interessengemeinschaft Schlepperfreunde Segeberg, die Dreschvereinigung Heidmühlen, die Treckerfreunde Stocksee, Interessengemeinschaft Oldtimerfreunde Neuengörs, die „Treckerfreunde zur Schleppstange“ in Schmalfeld.

Kreis Stormarn: Treckerfreunde aus Schadehorn und Rümpel,

Kreis Herzogtum Lauenburg: Die Linauer Oldtimer-Gemeinschaft (LOG), die Interessengemeinschaft historischer Fahrzeuge Poggensee,

Kreis Plön: Interessengemeinschaft Historischer Landmaschinen (IHL) Bokhorst-Wankendorf.

Kreis Ostholstein:
Treckerfreunde Hutzfeld, Unimog-Veteranen-Club, die Treckerfreunde Ahrensbök und Hemmelsdorfer See und viele mehr.

Tanja Wilke vom Vorstand der Oldie-Schlepperfreunde Raum Segeberg freut der Kinotermin auf dem Stoppelfeld. Zwar kann sie selbst nicht teilnehmen, wünscht sich aber, dass all die Treckervereinigungen noch bekannter werden.

Hype ums Treckerfahren

„Der Hype ist zurzeit größer. Das liegt auch an der NDR-Serie ,Treckerfahrer dürfen das’“, erzählt sie. Grundsätzlich würden sich die Vereinsmitglieder untereinander gut kennen, weil sie sich oft auf verschiedenen Treffen sehen. Doch die Aktivitäten sollen auch in der breiten Öffentlichkeit bekannter werden. Aus diesem Grund sei so ein Termin, wie das öffentliche Trecker Kino, ein toller Anfang.

Angesprochen fühlen dürften sich jedenfalls viele in der Region – ob mit oder ohne Leidenschaft für Maschinen. Regelmäßig Aktionen, wie den beliebten Trecker Trecks in Westerrade, Trecker Rallyes, Hoffeste mit Schaupflügen und Ackergliding oder auch der Trecker-Tüv tragen dazu bei. „Es gibt eine ganze Menge Vereine im Umkreis von 40 Kilometern“, sagt Tanja Wilke. Diese seien momentan dabei, sich besser zu vernetzen.

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