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Segeberg Breitband: Information für die Naher Bürger
Lokales Segeberg Breitband: Information für die Naher Bürger
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00:12 28.01.2014
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Nahe

Welche Möglichkeiten hat die Gemeinde Nahe, sich durch die Verlegung mit Breitband mit zukunftsfähigem, also schnellem Internet versorgen zu lassen? Das ist das Thema einer Einwohnerversammlung, zu der Bürgermeister Holger Fischer die Bürger am Mittwoch, 29. Januar, ab 19.30 Uhr ins Bürgerhaus an der Bundesstraße 432 eingeladen hat. Welche Recherchen die Kommune dazu bereits unternommen hat, war auch Thema der letzten Gemeindevertretersitzung.

Wie Dr. Manfred Hoffmann (CDU) und Marc-André Ehlers (SPD) erläuterten, haben sie sich bei Wilhelm.tel in Norderstedt (dahinter stehen die dortigen Stadtwerke) und bei der Telekom informiert, was die Unternehmen den Nahern bieten könnten. Sie stellten ihren Gemeindevertreter-Kollegen die wichtigsten Eckpunkte vor.

Wie nahezu alle Anbieter verlangt auch Wilhelm.tel eine Anschlussquote von 60 Prozent an das Breitbandnetz. Allerdings müsste Nahe das Leerrohrsystem bereitstellen. Das würde Investitionen von 1,5 Millionen Euro erfordern, sagte Ehlers. „Hinzu kämen eine Million Euro für das aktive Netz“, summa summarum, also 2,5 Millionen, die die Kommune stemmen müsste. Ehlers: „Das ist für uns eine große Hausnummer.“ Wilhlem.tel würde dann das Netz von der Gemeinde mieten. Von den Haushalten würden keine Anschlusskosten verlangt.

Die Telekom, berichtete Hoffmann, würde in Nahe gar kein Glasfaserkabel verlegen, sondern lediglich die vorhandene Kupferkabelstruktur im Ort verbessern. Das würde zwar kürzere Wege zu den Häusern bedeuten, aber das Internet würde langsamer bleiben als bei Glasfaserkabeln.

Auch die Telekom setze eine Anschlussquote von 60 Prozent voraus. Und die Gemeinde müsste finanziell nicht in Vorlage gehen, wie bei dem Wilhelm.tel-Angebot. Zwar habe die Telekom in Aussicht gestellt, dass bei ihrer Lösung 50 Mbit Download möglich seien, „technisch ist das allerdings nicht das Beste“, fasste Hoffmann zusammen. Er stellte sich die Frage: „Reicht das für die Zukunft?“ Die Antwort gab er selber: „Das würde ich bezweifeln.“

Da der Wege-Zweckverband vermutlich nicht als Partner der Gemeinde in Frage kommen dürfte (Nahe gilt nicht als „Internet-Entwicklungsgebiet“, weil es jetzt schon recht gute Werte hat), wolle man sich nun anhören, welche Möglichkeit „Unser Ortnetz“ sieht, sagte Bürgermeister Fischer. Die Firma stellt ihr Modell am Mittwoch den Bürgern vor.

Christian Spreer