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Segeberg Buch über Glaskünstler Uwe Fossemer
Lokales Segeberg Buch über Glaskünstler Uwe Fossemer
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13:11 15.03.2019
Glaskünstler Uwe Fossemer aus Itzstedt mit dem Buch über seine Arbeit. Quelle: Irene Burow
Itzstedt

Das Wirken des Itzstedter Glaskünstlers Uwe Fossemer ist in Buchform festgehalten. Ein quadratischer, schlichter Einband enthält hochwertige Bilder seines Handwerks – und von ihm selbst. „Mich freut, dass ich die Wertschätzung meiner Arbeit noch zu Lebzeiten erfahre“, sagt Uwe Fossemer (76). „Am Ende meines Schaffensprozesses.“

Konkret geht es um feine Arbeiten im Kloster Betzdorf (Rheinland-Pfalz). Vor 15 Jahren schuf Fossemer hierfür Glaskunst auf einer Fläche von über zehn Quadratmetern. Zwei Jahre hat es gedauert, bis alle Teile fertig waren.

Zu finden sind sie im Klostergang, von dem das Buch insgesamt handelt. Auf den Seiten wechseln sich Bilder seiner Glasmalerei ab mit Schwarz-Weiß-Portraits aus aller Welt sowie geistlichen Texten, die angeregt durch seine Kunst im Kloster entstanden sind.

Buchvorstellung in Nahe

Beim Andruck durfte er schon dabei sein, nun hält er ein eigenes Exemplar in den Händen: „Besonders freut mich, dass es so aufwendig produziert ist, das findet man heute nur noch selten“, sagt Fossemer über die neu erschienene Publikation.

Vorstellen wird er das Buch „Licht der Schöpfung“ zusammen mit dem Kunsthistoriker Prof. Ulrich Kuder, der einen Beitrag darin geschrieben hat. Termin ist am Sonnabend, 23. März, um 11 Uhr im Gemeindehaus der Auferstehungskirche in Nahe. Interessenten sind herzlich willkommen. Dort können auch die vom Künstler gestalteten Kirchenfenster besichtigt werden.

Anlass zu Meditation

Neues Licht brachte der Itzstedter Glasmaler 2006 in das Kloster der Missionare der Heiligen Familie in Betzdorf bei Siegen. Dort bieten seine Werke in einem etwa 50 Meter langen Verbindungsgang durch Gestaltung und Symbolik den Mönchen täglich Anlässe zur Meditation.

Schon die Arbeit an den Fenstern war meditativ. Sie beherbergen in wochenlanger Mühe herausgeschliffene Details: Fossemer bearbeitete jede Scheibe in seiner heimischen Werkstatt in Itzstedt. Inhaltlich sollen sie auch durch ihre religiöse und wissenschaftliche Symbolik Anregung zum Denken sein.

„Mit seinen zahllosen Details wird der Weg durch den Gang so selbst nach Jahren zu einer Entdeckungsreise in die Ferne und ins eigene Ich“, schreibt Pater Michael Baumbach in seinem Beitrag.

Verbindungsgang mit „Regenbogen (Gesamtansicht)“ von Uwe Fossemer. Quelle: Studio Ernst

Diese Erfahrungen möchte der Orden in die Welt hinaustragen und hat das Buch mit aufwendiger Drucktechnik produziert. Ein herausnehmbarer Einleger zeigt alle Fenster des Verbindungsganges.

Das Buch ist in einer Auflage von 1500 Stück gedruckt worden. Historiker Ulrich Kuder von der Universität Kiel ordnet die Kunst zeitgeschichtlich ein; woher die Tradition kommt und auch der Werkstoff.

Auf den einzelnen Seiten greift Wolfgang Poeplau Details heraus und stellt sie seinen Meditationen und Schöpfungsgeschichten aus aller Welt gegenüber – Kontrastiert durch Magnus Contzens Portraits von Menschen aus verschiedenen Kulturen.

Historiker beschreibt Technik und Wirken

Ulrich Kuder hat Uwe Fossemer in seiner Werkstatt in Itzstedt besucht und beschreibt seine Schleiftechnik, Arbeit mit dem Brennofen und seine Werke insgesamt. „Fossemer hat die traditionelle Ikonographie erweitert und eine eigene Bildsprache entwickelt“, vermerkt Kuder, seines Zeichens Fachmann für mittelalterliche Buchmalerei – dem Vorläufer der modernen Glasmalerei.

Das Buch

„Licht der Schöpfung. Die Glasfenster von Uwe Fossemer im Missionshaus der Kongregation der Missionare von der Heiligen Familie in Betzdorf“; ausgewählt und meditiert von Wolfgang Poeplau, erschienen im tvd-Verlag Düsseldorf im Dezember 2018. Die Bildaufnahmen im Kloster hat der Fotograf Peter Ernst gefertigt, Fotograf Magnus Contzen schuf die Portraits.

www.uwefossemer.de

Irene Burow

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