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Segeberg Klein Rönnau: Deutliches Votum für das Baugebiet
Lokales Segeberg Klein Rönnau: Deutliches Votum für das Baugebiet
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17:41 17.09.2018
Bernd Kruse (li.) und Frank Kopischke sortierten die Stimmzettel des Bürgerentscheids. Quelle: Petra Dreu
Klein Rönnau

Mit 478-Nein- zu 293 Ja-Stimmen haben die Klein Rönnauer ein deutliches Zeichen gesetzt und dem Bürgerentscheid, der den gesamten Bebauungsplan Nr. 12 für rund 50 Neubaugrundstücke kippen sollte, eine Abfuhr erteilt. Wegen eines Unterschiedes von zwei Stimmen mussten die Abstimmungsbögen für den Bürgerentscheid gleich doppelt ausgezählt werden. Von den insgesamt 1422 stimmberechtigten Klein Rönnauern hatten 777 an dem Bürgerentscheid teilgenommen, was einer Wahlbeteiligung von immerhin 54,64 Prozent entspricht. Gefordert sind lediglich 20 Prozent.

Die Frage, ob der Bebauungsplan Nr. 12 für die Ackerfläche in zweiter Reihe hinter den Häusern Chausseebaum 6 bis 22 geltendes Recht werden oder aber gekippt werden soll, hat die Klein Rönnauer durchaus beschäftigt. Darauf deutet zumindest die hohe Wahlbeteiligung hin, die höher lag als bei der letzten Kommunalwahl. Am 6. Mai 2018 waren lediglich 53,2 Prozent der Klein Rönnauer zur Wahlurne gegangen.

Bleibt der Bebauungsplan Nr. 12 oder muss er gänzlich eingestampft werden? In einem Bürgerentscheid haben sich die Rönnauer für den Aufstellungsbeschluss ausgesprochen.

Die Eigentümer der einzelnen Wohnungen, deren Durchschnittsalter nach eigenen Angaben bei 75 Jahren liege, hatten im Vorfeld des Bürgerentscheids immer wieder betont, dass sie nicht gegen das geplante Baugebiet an sich seien. Dass die einzige Zufahrt aber genau zwischen zwei Häusern der Anlage verlaufen soll, wollten sie nicht hinnehmen. Ein erstes Bürgerbegehren, das sich auf die zweite Zufahrt bezog, wurde von der Kommunalaufsicht abgelehnt. Quasi in letzter Minute hatten die Initiatoren dann ein zweites Bürgerbegehren eingereicht, das den Aufstellungsbeschluss des Bebauungsplanes und damit das gesamte Neubaugebiet kippen sollte. Dafür hatten sie „grünes Licht“ von der Kommunalaufsicht erhalten.

Für die Befürchtungen der Senioren zeigten viele Rönnauer Verständnis. „Ich kann das verstehen. Es stimmt, es ist dort sehr eng. Aber deshalb kann man doch nicht ein ganzes Neubaugebiet verhindern. Wir profitieren doch alle davon, wenn junge Familien nach Klein Rönnau ziehen“, sagte am Sonntag etwa Gisela Sonnenstuhl, die zudem anmerkte, dass ihr so manches Mal der Ton der Auseinandersetzung nicht gefallen habe. „Beschimpfungen aber müssen nun wirklich nicht sein. So etwas hat es zuvor in Klein Rönnau nicht gegeben.“

Falko Mumme, Eigentümer der noch unbebauten Fläche, und seine Partnerin Andrea Gehrmann sind froh über das Votum der Klein Rönnauer und hoffen, dass nun wieder Ruhe einkehrt. „Bei Famila an der Fleischtheke vor allen Leuten als Lügner beschimpft zu werden, ist nicht schön. Das kann sich doch bestimmt jeder vorstellen“, sagte Falko Mumme nach der Auszählung der Stimmen und erneuerte seine Gesprächsbereitschaft.

Die Initiatoren des Bürgerentscheids nehmen das Scheitern gelassen. Melanie Ziske: „Wir sind dennoch stolz, denn wir haben viele Klein Rönnauer mobilisieren können und haben zum Nachdenken angeregt.“ Wie es weitergehen soll, wissen die Eigentümer der Wohnanlage noch nicht. „Wir werden uns alles noch einmal genau ansehen und dann entscheiden, was wir tun“, sagte Ziske.

Klein Rönnaus Bürgermeister Dietrich Herms freut sich über das Abstimmungsergebnis: „Wir brauchen Bauland. Die Mehrheit der Rönnauer hat zudem gezeigt, dass sie hinter den Beschlüssen der Gemeindevertretung steht.“

Petra Dreu

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