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Segeberg Mit Buttersäure: Anschlag auf Fitnessstudio
Lokales Segeberg Mit Buttersäure: Anschlag auf Fitnessstudio
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18:28 28.10.2019
Anschlag auf Fitnesscenter: Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung. Mit Buttersäure oder einem anderen sehr geruchsintensiven Stoff wurden das Fitnessstudio und das benachbarte Bekleidungsgeschäft in Mitleidenschaft gezogen. Quelle: Foto: Glombik
Bad Segeberg

Im benachbarten Bekleidungsgeschäft roch es Montagnachmittag noch sehr unangenehm. Am Sonnabend sei der Gestank noch viel schlimmer gewesen, berichtete dort eine Angestellte. Das sind noch die Folgen eines offensichtlichen Anschlags auf ein Fitnessstudio in der Eutiner Straße gewesen. Am Sonnabend, 26. Oktober, stellten dort Mitarbeiterinnen, die sich auf einen Tag der offenen Tür vorbereitet hatten, nach Angaben der Polizei vormittags einen Fleck vor der Eingangstür sowie einen unangenehmen, beißenden Geruch im Inneren des Gebäudes fest.

Die Geruchsbelästigung habe sich im Laufe des Vormittags verstärkt, so dass gegen Mittag die Polizei gerufen wurde. Wegen der unklaren Herkunft des Geruchs und einer möglicherweise drohenden Gesundheitsgefährdung alarmierten die Polizeibeamten auch die Bad Segeberger Feuerwehr. Es wurde eine Probe genommen, um den Stoff zu bestimmen. In ihrer Pressemitteilung spricht die Polizei von Buttersäure.

Fünf Personen wurden leicht verletzt

Insgesamt seien fünf Personen leicht verletzt worden, sie litten unter Augen- und Atemwegsreizungen sowie unter Kopfschmerzen. Das Fitnessstudio wurde geschlossen, der vorbereitete „Tag der offenen Tür“ konnte nicht stattfinden. Die Polizeibeamten beschlagnahmten und versiegelten den Bereich als Tatort.

Das Ganze hat offenbar eine Vorgeschichte. Schon am 30. September habe ein unbekannter Mann nach Polizeiangaben Reagenzgläser mit einem geruchsintensiven Stoff in das Studioinnere geworfen.

Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung

Die Polizei hat inzwischen ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung eingeleitet. Sie bittet Zeugen, denen am Freitagabend im Bereich des Fitnessstudios eine verdächtige Person aufgefallen sei, sich unter der Telefonnummer 04 55 1/88 43 110 mit dem Polizeirevier Bad Segeberg in Verbindung zu setzen.

Auf LN-Nachfrage bezweifelte eine Angestellte aus dem Fitnessstudio, dass es sich bei dem Anschlag um Buttersäure handelte, sondern um eine andere „giftige Substanz“. Sie selbst habe keine gesundheitliche Beeinträchtigung erlebt, obwohl sie sich im Fitnessstudio aufgehalten habe. Schon am Tag nach dem Anschlag konnte danach das Studio wieder geöffnet werden.

Von Wolfgang Glombik

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