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Segeberg CDU Boostedt: Vier Stimmen fehlten zur Sitz-Mehrheit
Lokales Segeberg CDU Boostedt: Vier Stimmen fehlten zur Sitz-Mehrheit
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10:48 29.05.2013
Boostedt

„Das kann man wirklich niemandem erklären“, sagt Fraktionschef Wolfgang Brückner. „Ich kenne kein Wahlsystem, bei dem eine Partei mit der absoluten Mehrheit der Stimmen nicht auch die Mehrheit der Sitze hat.“ „Schuld“ ist die neue Berechnung nach Sainte-Laguë. Statt der generellen Abrundung wie beim bisherigen D‘Hondt-Verfahren, das große Parteien bevorzugte, wird nun die Standardrundung verwendet. Das führte im Boostedter Fall zu acht von 17 Sitzen für die CDU in der Gemeindevertretung, wie schon 2008. Die SPD dagegen gewinnt einen Sitz dazu, obwohl sie nur 2,5 Prozentpunkte zulegen konnte. „Mit vier Stimmen mehr hätten wir den Sitz gehabt“, sagt Brückner. „Das zeigt, wie wichtig die Stimmabgabe bei der Kommunalwahl ist.“

Nun sind die Freien Wähler Boostedt (FWB) trotz Stimmenverlustes um 6,5 Punkte das Zünglein an der Waage bei der Bürgermeister-Wahl. Nachdem der amtierenden Bürgermeister Rüdiger Steffensen nicht erneut antritt, schickt die CDU Hartmut König ins Rennen, ein ehemaliges Mitglied der FWB. Für die SPD tritt Kreis-Jugendamtsleiter Manfred Stankat an. Er hatte das Amt schon von 1998 bis 2003 inne.

Auch die FWB stellt eine Kandidatin: Marina Weber. Mit welcher Partei die FWB zusammenarbeiten wird, müsse nun herausgearbeitet werden. Dass König einst zur FWB gehörte, soll laut Weber keinen Einfluss haben. Immerhin sei auch der SPD-Kandidat Ralf Bierstedt einst bei den FWB gewesen.

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