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Segeberg CDU geht rauf und runter
Lokales Segeberg CDU geht rauf und runter
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10:47 29.05.2013
Von Christian Spreer
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Itzstedt

Die CDU hat in einigen Gemeinden des Amtes Itzstedt am Sonntag mächtig Federn lassen müssen. In Oering rutschte sie von 60,5 auf 33,4 Prozent ab (wir berichteten) und liegt hinter der neuen WGO nur noch auf Platz zwei. Den Bürgermeisterposten verliert sie.

In Nahe büßt sie 10,0 Prozent ein, landet damit bei (immer noch komfortablen) 43,5 Prozent. Damit bleibt sie stärkste Kraft, aber bleibt ihrem Spitzenmann Ortwin Peters auch der Bürgermeisterstuhl?

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Tun sich SPD (+6,9 Prozent) und WDN (+3,1 Prozent) zusammen, können sie das Dorfoberhaupt stellen.

Kurios: In Itzstedt hat die CDU zwar um ein Prozent zugelegt, aber dennoch ein Mandat verloren. Möglich wurde das durch die Änderung der Gemeindeordnung. Sie hatte zum Ziel, dass den Gemeindevertretungen weniger Mitglieder angehören sollten. Analog ist es auch möglich, dass eine Partei zwar weniger Prozente eingefahren hat, aber die selbe Anzahl an Mandaten haben kann wie bereits 2008. Beispiel Sülfeld: Dort hat die CDU 4,7 Prozent verloren, behält aber ihre neun Sitze. In Sülfeld hat sich die Sitzverteilung gar nicht verändert: CDU bleibt bei neun, ABS bei fünf und SPD bei drei Abgeordneten. Nicht erfolgreich war Sven Stückelschweiger, Einzelbewerber der Piraten. Er bekam 1,5 Prozent — das reichte nicht für einen Sitz im Gemeinderat.

Die CDU war in zwei Orten teils extrem erfolgreich: In Kayhude legte sie um 7,2 Prozent zu — das ergab aber kein zusätzliches Mandat. Sie blieb mit sechs Sitzen stärkste Kraft. Die WfK war nicht wieder angetreten, dafür die SPD: Das brachte ihr drei Sitze (27,4) ein. Mit nur 17,8 Prozent erreichte auch die KWK drei Mandate.

Shootingstar im Amt Itzstedt war die CDU in Seth. Sie verdoppelte ihr Mandate von vier auf acht — absolute Mehrheit. Prozentual legte sie von 34,6 auf 57,8 Prozent zu. Da die SPD nicht wieder angetreten war, wird ein Großteil ihrer Klientel zur CDU gewechselt sein. Bitter für die FWS, die von den Ex-SPD-Wählern nur ein paar abgreifen konnte. Die Wiederwahl von Maren Storjohann bei der konstituierenden Sitzung dürfte nur noch Formsache sein.

Christian Spreer