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Segeberg Silvester-Ruhe mit stürmischem Jahresstart
Lokales Segeberg Silvester-Ruhe mit stürmischem Jahresstart
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17:55 02.01.2019
Ein Feuer zerstörte in Bad Bramstedt Teile eines Einfamilienhauses, ein Auto und ein Carport. Quelle: Florian Büh
Bad Segeberg

Für die Kräfte von Polizei und Feuerwehren ist das Jahr 2018 relativ ruhig zu Ende gegangen. Zwar verzeichnete die Polizeidirektion Bad Segeberg, in der die Kreise Pinneberg und Segeberg zusammengefasst sind, alles in allem 254 Einsätze, aber es sei zu keinen schweren Unfällen auf den Straßen oder beim Knallen gekommen, so eine Sprecherin. 46 Mal mussten die Beamten zu alkoholbedingten Streitigkeiten und Sachbeschädigung ausrücken und zu 46 kleineren Bränden wurden sie gerufen. In Norderstedt ermittelt die Polizei wegen eines gesprengten Zigarettenautomaten.

Zu einem größeren Einsatz mit erheblichem Sachschaden kam es jedoch am Neujahrsmorgen gegen 1.30 Uhr in Bad Bramstedt. Hier war das Feuer einer brennenden Mülltonne zunächst auf den Carport sowie einen Audi und schließlich auf den Dachüberstand eines Einfamilienhauses im toskanischen Stil übergesprungen. Die Bewohner waren zum Zeitpunkt des Brandausbruches bei Nachbarn, daher hatte offenbar niemand das Feuer rechtzeitig bemerkt. Schnell stand der Dachboden in Flammen: „Hier waren wohl viele Bekleidungsstücke gelagert. Das Feuer fand schnell viel Nahrung und breitete sich aus“, fasst Bad Bramstedts Wehrführer Kai Harms zusammen. Gemeinsam mit den Einsatzkräften aus Lentföhrden, Weddelbrook, Hitzhusen und Großenaspe waren etwa 80 Feuerwehrleute vor Ort. Harms: „So konnte schnell ein Innenangriff von vorne durch die Haustür und hinten über die Terrasse eingeleitet werden. Währenddessen wurde das Feuer von außen ebenfalls über zwei Wege bekämpft.“ Problematisch sei die nicht brandgeschützte Außenfassade gewesen, der Wind habe die Flammen immer wieder neu anfachen können. „Daher wurde das Dach komplett abgedeckt, damit wir an alle Glutnester herankommen", so der Einsatzleiter. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Ein Brand in einem Reihenhaus in Norderstedt ging glimpflich aus. Auch hier blieben die Bewohner unverletzt. Glück hatten dagegen eine Nacht zuvor die Eigentümer eines Reetdachhauses in Leezen. Offenbar hatte jemand versucht hier zu zündeln, mutmaßt Amtswehrführer Jens Finnern. „Gott sei Dank hatten Nachbarn das noch kleine Feuer bemerkt uns selbst gelöscht.“ In Wahlstedt und Bad Segeberg standen – wieder einmal muss man sagen – Papiercontainer in Flammen. Auch hier waren die Einsatzkräfte so schnell vor Ort, das nichts Schlimmeres passiert ist. Dass Knallkörper schuld am Feuer waren, das schließt Bad Segebergs Einsatzleiter Axel Pottkamp in mindestens einem Fall aus. Anliegern zufolge sei der Behälter verschlossen gewesen.

Feuerwehreinsätze zum Jahres-Start: In Wahlstedt drohten zwei Bäume durch Sturmböen umzustürzen Quelle: FFW Wahlstedt/hfr

Stürmischer wurde dagegen buchstäblich der erste Tag des Jahres 2019. In Bad Segeberg hatte sich eine der neuen Weihnachtsbeleuchtungen in der Kirchstraße aus der Wandverankerung gerissen und in Wahlstedt musste die Feuerwehr gleich zwei mal die Kettensäge ansetzen, um Bäume zu stutzen, die auf Gebäude zu stürzen drohten. In Krems II rückte die Wehr zu einem durch starke Windböen geknickten Baum aus. „Aber alles in allem hätte es dicker kommen können“, zeigte sich Amtswehrführer Jürgen Meynerts erleichtert.

Heike Hiltrop

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