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Segeberg Demos in Boostedt angekündigt
Lokales Segeberg Demos in Boostedt angekündigt
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21:10 12.10.2015
Boostedt

Nach der von Protesten begleiteten Einwohnerversammlung in Boostedt, auf der InnenStaatssekretärin Manuela Söller-Winkler die Erhöhung der Kapazitäten der Erstaufnahme für Flüchtlinge in der Kaserne auf 2500 angekündigt hat, muss im Ort mit weiteren Demonstrationen gerechnet werden. Auf Facebook wird auf verschiedenen Kanälen eine „Bürgerdemo Boostedt

vorbereitet. Einen Termin gibt es anscheinend noch nicht, die Rede ist von drei Wochen. Beim Kreis liegt noch keine Anmeldung für eine Demo vor, aber der dazugehörigen Gruppe auf Facebook sind schon über 1000 Mitglieder beigetreten. Sven Plucas, leitender Verwaltungsbeamter des Amtes Boostedt-Rickling, warnt vor „Trittbrettfahrern“.

Am Freitag stand unter anderem Neumünsters NPD-Stadtrat Mark Michael Proch am Rand der Versammlung. Und noch am selben Abend teilte er auf seiner Facebook-Seite den Aufruf zur Bürgerdemo, begleitet mit Werbung für seine Partei. Ein paar Kommentatoren stört die Unterstützung aus der rechten Ecke, für andere heiligt der Zweck die Mittel. In Großbuchstaben wird vor „Überfremdung“

gewarnt, andere stellen abstruse Berechnungen zur Belegung der Kaserne an, um mobil zu machen gegen die Aufstockung der Kapazität.

Dem Veranstalter einer Demo müsse klar sein, dass diese von rechten Gruppierungen missbraucht werden könnte, betonte Plucas vom Amt. Er appelliert an den gesunden Menschenverstand. Es gehe darum, die Erstaufnahme in Neumünster, die tatsächlich fünffach überbelegt ist, zu entlasten. Dafür entstünden überall im Land weitere Erstaufnahmen. Und mit jeder werde es unwahrscheinlicher, dass die Anzahl von 2500 in Boostedt überschritten werde. Die Flüchtlingskrise zu meistern, sei eine Aufgabe aller. Natürlich könne nicht jeder in einer Asylunterkunft anpacken, aber man könne erwartet, dass Falschinformationen nicht weiterverbreitet werden. „Von jedem.“

„Hanebüchene Gerüchte“ erreichen auch Bürgermeister Hartmut König. Dass Flüchtlinge ohne zu zahlen einkauften und die Gemeinde die Rechnung übernehmen müsse. „Was soll man dazu noch sagen? Man kann es nur abstreiten.“ Enttäuscht zeigte sich König von der Landespolitik. Keiner der Fraktionsvorsitzenden sei der Einladung nach Boostedt gefolgt. Keiner der Vertreter habe auf der Versammlung das Wort ergriffen. Dabei sei dies ein Thema, das nur parteiübergreifend zu lösen sei.

nam

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