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Segeberg Der Neue auf Trappenkamps Wache: Marc-Stefan Träger
Lokales Segeberg Der Neue auf Trappenkamps Wache: Marc-Stefan Träger
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20:10 02.02.2018
Hundertschaft, Leitstelle, Stationsleiter, Stabstelle: 26 Jahre Diensterfahrung bringt Polizeihauptkommissar Marc-Stefan Träger mit. Quelle: Foto: Materne
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Trappenkamp

Marc-Stefan Träger hat in seiner 26-jährigen Laufbahn bei der Polizei schon einige Stationen durch. Der gebürtige Lübecker begann seine berufliche Karriere in Eutin, war Anfang der 2000er Jahre in der Leitstelle, die damals noch in Bad Segeberg ansässig war. „Rufname ,Kalkberg’“, erinnert sich Träger. 2010 übernahm er die Leitung in der Dienststelle Rickling für sechs Jahre. Zuletzt arbeitete Träger im Stab und baute die Dienststelle in der Landesunterkunft im Levo-Park in Bad Segeberg auf – die inzwischen längst wieder geschlossen ist, weil sie nicht genutzt wird. Als im Schatten des G 20-Gipfels in Hamburg Berliner Polizisten mit fragwürdigem Verhalten auf dem Gelände Schlagzeilen machten, waren Träger und seine Kollegen seit drei Monaten schon nicht mehr vor Ort, wie er gestern bei einem Vorstellungsgespräch vor Pressevertretern in der Trappenkamper Wache erzählt.

Die Laufbahn zeigt: „Man muss als Polizist nicht vom ersten bis zum letzten Arbeitstag einen Job machen.“ Die Tätigkeit ist abwechslungsreich. Und nun geht es wieder zurück in die Fläche. Und der Dienstplan an der Wand zeigt: Als Chef wird Träger nicht nur am Schreibtisch sitzen, sondern auch anpacken. „Sicherlich hat man auch viel Administratives zu tun, aber wenn in der Spätschicht nur zwei da sind, bin ich auch mit auf Streife“, sagt Träger.

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Von „kurz hinterm Ortschild“ Richtung Rickling bis an die Plöner Kreisgrenze reicht das normale Einsatzgebiet der Trappenkamper Polizeiwache. Elf Beamte sind hier beschäftigt. Eine durchaus spannende Arbeit. „Vom Eierdieb bis zum Mörder kann man hier alles haben“, beschreibt Träger. Dabei sei die Arbeit nicht so anonym wie in einer Großstadt. Man kennt seine Pappenheimer.

Auch den einen oder anderen Sondereinsatz, etwa bei Fußballspielen von Holstein Kiel, wird Träger mit den neuen Kollegen mitmachen. Und das auch gern, wie er betont. Auch wenn die Beamten vom Spiel nichts mitbekommen werden. „Wir sind eher dafür zuständig, dass sich die Fans nicht gleich als erstes hauen“, sagt Träger. Was in Kiel wohl los ist, sollte das Team in die erste Liga aufsteigen. . .

Soweit ist es aber noch nicht. Trägers Sport ist eher das Laufen. „Ich habe mich für den Hamburg Marathon angemeldet“, verrät Träger, der in Eutin lebt. „Ich weiß aber gar nicht, ob ich fit genug bin.“ Seine Fitness kann er in Trappenkamp auf alle Fälle verbessern, die ortsansässigen Kollegen kennen sicher die ein oder andere Laufstrecke.

 Von Nadine Materne

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