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Segeberg Warder: Die Feuerwehr im Mittelpunkt des Gottesdienstes
Lokales Segeberg Warder: Die Feuerwehr im Mittelpunkt des Gottesdienstes
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19:12 28.02.2019
Michael Kröning zeigt die Familien hinter den Feuerwehrleuten. Quelle: Petra Dreu
Rohlstorf/Krems II

 Es brennt. Man wählt 112. Die Feuerwehr kommt, löscht das Feuer und fährt wieder nach Haus: Feuerwehr ist für viele eine Selbstverständlichkeit. „Genau das ist Feuerwehr nämlich nicht“, sagt Michael Kröning, der sich mit einfühlsam ausgearbeiteten Fotoprojekten einen Namen gemacht hat. Am Sonntag laden er und die Kirchengemeinde Warder zu einem ganz besonderen Feuerwehr-Gottesdienst nicht nur für Feuerwehrleute ein. Beginn ist um 18 Uhr.

„Die Menschen machen sich gar keine Gedanken darüber, was es heißt, Feuerwehrmann zu sein. Feuerwehrleute sind immer da und immer abrufbereit. Dass viel mehr dahinter steckt und dass die Feuerwehrleute viel Zeit in ihre Ausbildung investiert haben, um letztlich anderen zu helfen, darüber denken die wenigsten Menschen nach“, sagt Michael Kröning.

Mindestens 70 Stunden dauert die sogenannte Truppmann-I-Ausbildung. Weitere 80 Stunden erfordert der Truppmann-II-Lehrgang. „Diese Zeit bringen die Feuerwehrleute zusätzlich zu ihren Diensten und die ganzen Veranstaltungen auf, an denen sie im Dorf beteiligt sind. Und eines darf man dabei nie vergessen: Sie machen es ehrenamtlich, um anderen helfen zu können. Das kann man gar nicht genug wertschätzen. Wenn wieder gemeckert wird, Feuerwehr sei zu teuer, sollte man sich genau das vor Augen halten“, sagt Kröning.

Das jedoch sei noch längst nicht alles: Da seien die Arbeitgeber, die mitspielen müssen, wenn der Alarm geht und der einzige Mitarbeiter das Werkzeug fallen lässt, um zum nächsten Einsatz zu eilen. „Und vor allem sind da die Familien, die durch das Ehrenamt des Vaters oder der Mutter ganz entscheidend geprägt werden“, glaubt Michael Kröning, der in seinem neuen Fotoprojekt die Familien der Feuerwehrleute in den Vordergrund gestellt hat.

Was er bei der Fotosession zu hören bekam, geht Michael Kröning immer noch nahe. „Noa und Luca, die beiden Töchter des Feuerwehrmanns Enrico Bluhm aus Rohlstorf haben einen bedeutenden Satz gesagt: ,Wir freuen uns, dass Papa dadurch anderen Menschen helfen kann. Wir haben aber auch manchmal Angst um ihn.’ So weit geht Feuerwehr“, so Kröning, der selbst zwar kein Feuerwehrmann ist, dafür aber viele Jahre beim Rettungsdienst war. „Rufbereitschaft: 24 Stunden am Tag, sieben Tage in der Woche. Wenn der Alarm geht, weißt du nicht, was dich erwartet. Du fährst einfach los“, erzählt er.

Was die Besucher des Gottesdienstes, für den Michael Kröning einen Trailer erstellt hat, genau erwartet, soll eine Überraschung bleiben. Nur so viel: Es gibt keine Band und keinen Chor. Die Bühne gehört allein der Feuerwehr.

Petra Dreu

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