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Segeberg Die Huskys sind los: Schlittenhunde verwandeln Erlebniswald in Rennstrecke
Lokales Segeberg Die Huskys sind los: Schlittenhunde verwandeln Erlebniswald in Rennstrecke
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22:44 25.10.2014
Mit acht Schlittenhunden startete Knud Schmolz, einer von drei dänischen Teilnehmern, im Erlebniswald Trappenkamp. Quelle: Fotos: Petra Dreu
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Daldorf

Schon von weitem sind die vielen Schlittenhunde zu hören, die den Erlebniswald Trappenkamp in eine Rennstrecke verwandeln. Zum 16. Mal findet an diesem Wochenende das internationale Schlittenhunde-Rennen des Schlittenhunde-Sportvereins Nord (SSVN) statt. 92 Starter in unterschiedlichen Disziplinen wollen die Rennen für sich entscheiden.

Die Hunde können es kaum erwarten, dass es endlich los geht. Sie springen am Start vor Aufregung in die Höhe. Ihre Betreuer haben alle Mühe, ihre Vierbeiner zu halten. Diese haben nämlich nur noch eins im Sinn: Laufen, laufen, laufen. 4,6 Kilometer ist die abgesteckte Strecke lang, die Hunde und Fahrer auf den befestigten Wegen durch den Wald führt. Die Kinder dagegen müssen mit ihren Tieren nur 1,5 Kilometer hinter sich bringen.

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Tristan Kothes darf mit seinen zehn Jahren allerdings nur zusammen mit einem „Musher“ an den Start und steuerte ein Fünfer-Hundegespann. Tristan hat die „Schlittenhunde-Gene“ von seinen Eltern Tina und Sascha Kothes geerbt. Beide gehören als Vorsitzender und Schriftführerin zum Vorstand des Schlittenhunde-Klubs.

Im Sportverein sind es vornehmlich die Hunderassen Siberian Husky, Alaskan Malamut, Samojede und Grönländer, die bei den Rennen an den Start gehen. Zugelassen sind aber auch Schlittenhunde aus Tierheimen, für die es keine gültigen Zuchtpapiere gibt. Erstmals dürfen auch Gasthunde an dem Rennen im Erlebniswald Trappenkamp teilnehmen.

„Alle Hunde, die physisch dazu in der Lage sind, dürfen mitlaufen“, erzählt Tina Kothes. Dass der Verband mit seiner Öffnung für Gasthunde richtig liegt, zeigt die beachtliche Zahl der gemeldeten Hunde. Immerhin wurden 22 Hunde in 15 Gespannen für den Start in der Gastklasse gemeldet.

Fahrer mit dem größten Gespann ist Rüdiger Rink, der in Schwaförden (Niedersachsen) zu Hause ist und Siberian Huskys züchtet. Gemeldet ist er mit einem Zwölfer-Gespann. Zwei seiner Hunde jedoch waren nicht 100-prozentig fit. Die ließ der erfahrene Züchter und Fahrer lieber zu Hause. Doch auch die verbliebenen zehn Hunde bringen es auf eine rasante Geschwindigkeit: Gespanne in dieser Größenordnung sind im Durchschnitt 30 Stundenkilometer schnell. In der Anfangsphase allerdings erreichen die Schlittenhunde wesentlich höhere Geschwindigkeiten, die bei 40 bis 45 Kilometern in der Stunde liegen können.

Wer mehr über Schlittenhunde erfahren möchte, findet viele Ansprechpartner im Fahrerlager, das auch „Musher“-Lager oder „Stake-Out“ genannt wird. Das Lager für Menschen und Hunde befindet sich auf dem linken Parkplatz im Erlebniswald.

Weiter geht‘s
Am heutigen Sonntag geht das Internationale Schlittenhunderennen auf dem Gelände des Erlebnsiwaldes Trappenkamp in Daldorf, Tannenhof 1, weiter. Die Teams konkurrieren heute von 10 bis 15 Uhr wieder in verschiedenen Klassen gegeneinander. Wer bei dem Schlittenhunderennen zusehen möchte und einen eigenen Hund dabei hat, muss an der Kasse einen Impfausweis für seinen Vierbeiner vorlegen. Im Erlebniswald müssen mitgebrachte Hunde zudem einen Sicherheitsabstand von drei Metern zu den Schlittenhunden einhalten. pd

Petra Dreu