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Segeberg „Die Partei“ gründet Kreisverband in Segeberg
Lokales Segeberg „Die Partei“ gründet Kreisverband in Segeberg
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19:00 14.06.2019
Tönjes Aden, Christian Lange, Finnja Korn, Marian Kaletsch und León Paschen (vorne, v. li.) wollen am 15. Juni den Kreisverband von "Die Partei" gründen. Quelle: Petra Dreu
Bad Segeberg

Sie fordern „Artenschutz für die Grünen“, eine „Bierpreisgrenze“ sowie dass die medizinische Versorgung auf dem Land „wegen der 90-prozentigen genetischen Übereinstimmung von Mensch und Schwein ausschließlich Tierärzten übertragen wird“: Mit allerlei Nonsens im Wahlprogramm hat „Die Partei“ des ehemaligen Titanic-Chefredakteurs Martin Sonneborn bei der jüngsten Europawahl immerhin 2546 Wähler aus dem Kreis Segeberg, damit zwei Prozent aller abgegeben Stimmen, für sich gewinnen können. Am Sonnabend, 15. Juni, wollen rund 15 Segeberger einen Kreisverband von „Die Partei“ gründen.

„Diesen phänomenalen Siegeszug der Partei ,Die Partei’ quer durch die Republik und in Brüssel wollen wir auch von Segeberg aus unterstützen“, sagt Marian Kaletsch (18), der seit Mittwoch sein Abitur der Dahlmannschule in der Tasche hat und gerne Vorsitzender des Kreisverbandes werden möchte. Ein konkretes Grundsatzprogramm für einen Kreisverband gibt es noch nicht, ein Punkt allerdings steht: Nachtflugverbot für Fledermäuse.

Partei will vielleicht auch für Stadtvertretung antreten

Dennoch: Eine reine Spaßpartei wollen Marian Kaletsch und die weiteren Gründungsmitglieder León Paschen (19), Christian Lange(18) Finnja Korn (17) und Tönjes Aden (18) nicht sein. „Es gibt viele Leute, die nicht nur Spaßpolitik, sondern richtige Politik machen wollen. Wir wollen Missstände aufzeigen und den Finger in die Wunde legen“, sagt Marian Kaletsch, der sich auch vorstellen kann, dass die Satirepartei für die Bad Segeberger Stadtvertretung antreten könnte.

Im Europawahlkampf haben die jungen Leute bereits mit einem Stand für „Die Partei“ in der Bad Segeberger Fußgängerzone gestanden. „Da sind wir angemacht worden. Es kamen Sprüche wie ,Hier machen ja Kinder Politik’ und so“, erzählt Finnja Korn. Die Retourkutsche kommt prompt. „Manche Themen, die ,Die Partei’ aufgreift, haben ihre Berechtigung. Zum Beispiel das Höchstwahlalter. Ein solches wird zwar nicht durchführbar sein, aber die Frage ist doch durchaus berechtigt“, sagt Tönjes Aden, der als einziger der künftigen Gründungsmitglieder bereits politische Erfahrung hat. Seitdem er volljährig ist, vertritt er die Wählergemeinschaft BBS im Sozialausschuss der Stadt Bad Segeberg.

7,46 Prozent bei der U18-Wahl

Dass „Die Partei“ besonders bei jungen Leuten ankommt, hat die Segeberger U18-Wahl im Vorfeld der Europawahl gezeigt. 7,46 Prozent der Jugendlichen, die sich beteiligt haben, stimmten dabei für „Die Partei“. Bei der Europawahl selbst konnte „Die Partei“ bundesweit 2,4 Prozent der Stimmen auf sich vereinen, was ihr zwei Sitze im Europaparlament bescherte. Mit 2,6 Prozent wären es sogar drei Sitze gewesen. Neben Martin Sonneborn, der bereits 2014 ins Europaparlament eingezogen ist, hat nun auch der Satiriker Nico Semsrott seinen Platz im Parlament gefunden.

Die Gründungsversammlung des „Die Partei“-Kreisverbandes findet am Sonnabend, 15. Juni, um 19 Uhr im Hinterzimmer des Restaurants Feuerstein, Hamburger Straße 48, in Bad Segeberg statt. Spontane Besucher sind dabei willkommen, „sofern es sich nicht um Rechte oder Klimawandelleugner handelt“, heißt es in der Einladung.

Petra Dreu

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