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Segeberg Bad Segeberg sucht verzweifelt Elektriker
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17:51 16.01.2019
Im Bereich der Kirchstraße tappen Passanten durch die dunkle Straße. Die Straßenlaternen sind seit Monaten defekt. Quelle: Wolfgang Glombik
Bad Segeberg

 Es bleibt düster in Bad Segeberg. Spätestens seit die Weihnachtsbeleuchtung weg ist, tappt der Segeberger stellenweise durchs Finstere. Schon im Oktober berichteten die LN über „Dunkel-Segeberg“: Die FDP hatte sich beklagt, dass sich einige Bürger nach 16 Uhr nicht mehr in die Innenstadt trauten, weil am Kirchplatz sämtliche Laternen ausgefallen seien. „Die Menschen haben einfach Angst.“ Bauamtsleiterin Antje Langethal sind die Hände gebunden bei dem „totalen Handwerkermangel“ in Bad Segeberg. So bleiben weiterhin fünf Straßenlaternen vor den Gaststätten „Einstein“ und „Ludwigs“ dunkel – auch wenn sich Geschäftsleute und Passanten immer mal wieder beschweren.

„Stadt weiß nicht, welche Kästen welche Lampe steuert.“

Das sei „ein ernsthaftes Problem“, klagt auch FDP-Stadtvertreterin Anna-Patricia Thomsen. „Die Stadt weiß nicht, welche Kästen welche Lampe steuern. So kann es nicht weitergehen.“ Immerhin haben sich nach dem LN-Artikel zwei auswärtige Elektrofirmen bei der Stadt gemeldet, die den Job machen würden. Doch hier gehe es um mehr, als nur ein paar Glühbirnen in den grünen Straßenlaternen aus den Achtzigern auszuwechseln. „Das wäre auch ruckzuck passiert“, erklärt Robin Arne Otten vom Bauamt. Es handele sich aber um einen nicht so einfach zu behebenden Kabelschaden. Ähnliches vermutet Otten bei den Dunkel-Laternen am Hallenbad.

Robin Arne Otten von der Stadt sucht Experten für Straßenbeleuchtung. Quelle: GLOMBIK

Seit 2017 steht man lichttechnisch auf dem Schlauch. Seitdem die Firma Baer, die für die Wartung der städtischen Elektrik über Jahrzehnte verantwortlich war, diesen Geschäftszweig aufgegeben hat, gibt es Probleme. Die Mitarbeiter der Firma nahmen ihr jahrzehntealtes Wissen um Segebergs wichtige Strippen einfach mit. Dokumentiert wurde offenbar wenig bis gar nichts über Klemmkästen, Schaltungen oder Bodenkabel, teilt Otten mit. Er hat jetzt die undankbare Aufgabe, Fachleute zu finden, die sich in Segebergs Kabelage auskennen.

Zwischenzeitlich hat sich einer um seine zunehmend lichtlose Heimatstadt besorgter Elektro-Fachmann der Lampen angenommen. Einige brennen auch wieder, andere aber auch nicht. Laut FDP soll dieser schon etwas ältere Meister seiner Zunft der einzige in Bad Segeberg sein, der noch weiß, „wo, wie, was geschaltet ist“. Den LN ist der Name dieses begehrten Experten bekannt, darf ihn aber nicht verraten. Nur so viel: Er ist gottseidank bei bester Gesundheit.

Ende März soll eine Firma gefunden sein

Parallel dazu arbeitet sich Lampen-Krisenmanager Otten durch das Rathausarchiv. Er fand erst nur Schaltpläne und Kabelpläne aus der frühen Nachkriegszeit, als es noch keine Fußgängerzone gab. Aber in „Akte 21“, als Otten schon fast aufgeben wollte, fielen ihm aktuellere Pläne in die Hände. Zumindest sei jetzt klar, wo die Kabel von der Kirchstraße bis zum Rathaus verlaufen. Inzwischen hat die Stadt Wartung und Unterhaltung der Straßenbeleuchtung neu ausgeschrieben. Spätestens Anfang März werden nicht nur die Tage länger sein, sondern die Stadt wieder eine Firma haben, die sich in Bad Segeberg Strom-Verhältnisse einarbeitet. Inzwischen behelfe man sich am „Einstein“ mit Bordmitteln, erzählt Anna-Patricia Thomsen (FDP). „Wenn es ganz zappenduster ist, positioniert einer seinen truckähnlichen SUV mit kräftigen Scheinwerfern am Gebäude. So finden die Gäste, ohne sich die Beine zu brechen, zu ihren Autos. . .

Wolfgang Glombik

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