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Segeberg Eigenes Gebäude für Wahlstedts Evangelische Jugend
Lokales Segeberg Eigenes Gebäude für Wahlstedts Evangelische Jugend
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12:00 18.01.2020
Anja Ruge vom Kirchengemeinderat, Silke Hammer (Holsteins Herz), Pädagoge Dieter Denzin, Jana Rusch (Vorsitzende im Jugendausschuss der Kirchengemeinde Wahlstedt) sowie FSJlerin Hannah Ralfs (v. l.) präsentieren die Skizze zum Neubau. Quelle: Heike Hiltrop
Wahlstedt

Drei Jahre hat es gedauert von der ersten Idee bis zum Okay, aber dafür ist die Freude nun umso größer: Die Evangelische Jugend von Wahlstedt bekommt mehr Platz. Der Bau eines Universalgebäudes auf dem Gelände zwischen dem Ehrenmal und dem Gemeindezentrum hat begonnen. Genau dort, wo vor über vier Jahren ein mit Wohngiften, Asbest und Schimmelpilz belastetes Kita-Gebäude abgerissen wurde, entsteht etwas Neues.

„Die Idee dazu kam sofort nach dem Abriss“, erinnert sich Anja Ruge, Koordinatorin und Mitglied im Kirchengemeinderat. „Wir werden immer größer“, ergänzt Dieter Denzin, Leiter der Evangelischen Jugend und Pädagoge. „Überall hatten wir unser Material liegen, jetzt warten alle schon darauf, dass wir die blockierten Räume frei machen.“ Bereits Ende Mai soll der Einzug in das 150 Quadratmeter große Gebäude losgehen. Es hat alles, was gemeinsam mit dem Jugendvorstand erarbeitet worden ist: Drei Räume, die gleichzeitig als Lagerraum, aber mit ein paar Handgriffen auch zu Projektwerkstätten für die pädagogische Arbeit umfunktioniert werden können, und ein behindertengerechtes WC.

Ideen zur Außengestaltung sollen umgesetzt werden

Denzin: „Das hat uns gefehlt. Und da wir dort auf dem Gelände sowieso viel Freifläche haben, wollten wir Platz für verschiedene Aktionen. Vielleicht wird eine Naturgruppe installiert.“ Eine Vogelnest-Schaukel gibt es auf dem Gelände schon, eine kleine Seilbahn soll irgendwann dazu kommen. Und wenn alles klappt, könnte sogar die alte Matschanlage der früheren Kita wieder aktiviert werden.

Universalgebäude für die Jugend

„Erst mal kam alles mit in die Planungen, was wir uns vorgestellt haben“, erinnert sich Anja Ruge. „Wir sind da damals ganz schön blauäugig ’rangegangen und dachten, dass das Gebäude so zwischen 30 000 Euro und 50 000 kosten wird.“ Tatsächlich sei aber schnell klar geworden, dass das niemals reichen würde. Darum sei der Kirchengemeinderat von dem Vorhaben zwar angetan, von den Kosten jedoch wenig begeistert gewesen. Das war 2017. Zeitgleich wurde auch ausgelotet, ob es Möglichkeiten gibt, Fördermittel einzuwerben, um das 178 000 Euro-Vorhaben realisieren zu können. 2018 wurde das Projekt dem Verein Holsteins Herz vorgestellt, über den Geld aus EU-Töpfen für die Region vergeben werden.

Wunschbau dank EU-Förderung

Eine Änderung der Richtlinien sorgte 2019 jedoch dafür, dass der Antrag überarbeitet werden musste. Schließlich stellte Holsteins Herz Fördermittel in Aussicht. Die hätte es mit einer Sparvariante, die 40 000 Euro günstiger gewesen wäre, aber beispielsweise keinen beheizten Raum vorsah, nicht gegeben. „Klar haben wir geguckt, was günstiger machbar ist. Da gibt es einiges, etwa die Fassade aus sibirischer Lerche“, unterstreicht Ruge. Aber Dank des bewilligten EU-Zuschusses von 80 087 Euro entsteht der Wunschbau – und das Projekt kommt die Kirchengemeinde auch noch günstiger als die Sparvariante.

Dieter Denzin und Anja Ruge prüften vorab mit Zollstock, Litermaß und Wasser höchst persönlich, ob eine Entwässerungmulde bei dem Bau ausreicht. Quelle: Heike Hiltrop

Der scherzhafte Vorschlag der Jugendlichen das Universalgebäude Denzin- oder Ruge-Halle zu nennen wurde abgetan. Aber noch immer erinnern sich beide fröhlich daran, wie sie mit Zollstock und Litermaß an einem exakt 50 mal 50 Zentimeter großen und 30 Zentimeter tiefen Loch dem Grundstück gucken wollten, wie schnell das Wasser versickert und ob ob eine Mulde für die Regenentwässerung ausreicht. Anja Ruge schüttelt sich vor Lachen: „Da haben wir uns strickt an den Leitfaden zur Niederschlagswasserversickerung gehalten. Ich wollte es ganz genau wissen. Nicht dass doch noch etwas das Ganze verzögert.“

Das Programm 2020 steht

Kinderfreizeit in Hartenholm, Zeltlager in Dänemark, Projektwerkstatt, Kanutour in Schweden, Ferienbetreuung und viele Gruppenangebote: Das neue Programmheft der Evangelischen Jugend Wahlstedt ist da. Und es ist vollgepackt mit Angeboten für Kinder und Jugendliche. Montags kommt die Abenteuergruppe und donnerstags die Kindergruppe für Jungen und Mädchen im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren im Gemeindezentrum (Segeberger Straße 38) zusammen (15.30 bis 17 Uhr). Basteln und Kochen, Spiele und vieles wird dann geboten.

Die Jugendgruppe(ab zwölf Jahren) trifft sich immer donnerstags zwischen 17.30 Uhr und 19 Uhr. In der Projektwerkstatt für die Sechs- bis Zwölfjährigen gibt es unter anderem eine lustige Faschingsparty (21. Februar) und eine Fahrrad-Detektiv-Rallye (16. April). Chillen und Grillen heißt es für ein ganzes Wochenende im Herbst. Und im September findet das Teamlager mit unterschiedlichen Workshops, Geländespielen und anderen Aktionen statt.

Das Jahr der Evangelischen Jugend wirdalso bunt. Wer dabei sein möchte, kann sich im Jugendbüro über Erzieher Dieter Denzin, per E-Mail an ev.jungend@kirche-wahlstedt.de oder im Internet unter www.evj-wahlstedt.de informieren.

Von Heike Hiltrop

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