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Segeberg „Einer der besten Jahrmärkte in Schleswig-Holstein“
Lokales Segeberg „Einer der besten Jahrmärkte in Schleswig-Holstein“
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21:04 21.08.2018
Laden wieder zum Jahrmarkt nach Kaltenkirchen ein: Bürgervorsteher Hans-Jürgen Scheiwe (v.l.), Schausteller Robert Rasch, Marktmeister Werner Finnern, Schausteller Wolfgang Lange, Ordnungsamtsleiterin Simone Jokiel und Bürgermeister Hanno Krause. Quelle: Foto: Burkhard Fuchs
Kaltenkirchen

„Der Jahrmarkt ist immer ein Highlight für die ganze Stadt“, sagt Bürgermeister Hanno Krause mit einem gewissen Stolz. Wie beliebt dieser Jahrmarkt auch bei den Schaustellern ist, zeigt allein schon die große Auswahl, bei der Marktmeister Werner Finnern aus dem Vollen schöpfen kann. Von 231 Buden- und Karussell-Geschäften, die sich in diesem Jahr bewarben, hat er 88 den Zuschlag erteilt und 143 Bewerbern eine Absage erteilen müssen.

Dabei habe er versucht, wieder „einen guten Mix“ zwischen bewährten Fahrgeschäften und neuen Attraktionen zu finden, erklärt Finnern seine Auswahl, der schon zum 43. Mal in Kaltenkirchen mit dieser Aufgabe betraut ist und jetzt sogar im Rentenalter immer noch für den Jahrmarkt zuständig ist.

Diese gute Betreuung und der enge Kontakt zur Stadtverwaltung sei es auch, was den Kaltenkirchener Jahrmarkt „zu einem der besten in ganz Schleswig-Holstein“ mache, erklärt Schausteller Robert Rasch, der dieses Jahr wieder mit seinem Entenangel-Geschäft dabei ist. „Das Publikum und die Atmosphäre sind hier besonders toll.“ Ein Lob, das Wolfgang Lange vom Vorstand des Schaustellerverbandes in Schleswig-Holstein nur bestätigen kann. „Kaltenkirchen war schon immer ein guter Jahrmarkt“, sagt der Mann, dessen Vater Heinz Lange schon 1953 mit seinen Karussells die Besucher in Kaltenkirchen in Schwung brachte. „Der Jahrmarkt hier genießt in ganz Norddeutschland einen guten Ruf, weil er gut betreut wird, sehr gut besucht ist und den Gästen immer wieder etwas Neues bietet.“

Auf rund 20000 Besucher schätzt Lange die Resonanz aus Kaltenkirchen und dem gesamten Umland an diesen vier Tagen im September. „In Kaltenkirchen ist was los, hier ist immer Remmidemmi“, sagt Lange und betont, dass es stets friedlich bleibe trotz der offenbar großen Feierlaune der Besucher in Kaltenkirchen.

Dafür sorge aber auch die Stadt mit einem ausgeklügelten Sicherheitskonzept, erklärt Bürgermeister Krause. So werde der Festplatz an der Ecke Norderstraße/Im Grunde zum Teil weiträumig abgesperrt, ein privater Sicherheitsdienst laufe regelmäßig über den Platz und schaue nach dem Rechten, kündigt Simone Jokiel vom Ordnungsamt an. Auch eine Hundestaffel der Polizei werde im Einsatz sein. „Wenn so viele Menschen auf engem Raum zusammen sind, sind Sicherheitsmaßnahmen aus Vorsicht notwendig“, betont Bürgermeister Krause. Das habe dazu beigetragen, dass es in all den Jahren keine Probleme oder Störfälle gegeben habe. Die Stadt bezuschusse den Jahrmarkt mit etwa 10000 Euro, so Krause.

Der Festplatz, auf den die Stadt vor 34 Jahren den Jahrmarkt aus der Innenstadt verlegt hat, sei bei den Marktleuten inzwischen so beliebt, dass sie ganz vergessen hätten, dass sie damals noch gegen die Verlegung protestiert hatten, erklärt Schausteller Rasch.

Neu in diesem Jahr sind das Fahrgeschäft „Beach-Club“, bei dem Kinder mit motorgetriebenen Schlauchbooten durch ein Wasserbassin fahren können, sowie das Karussell Troika, eine Art Sessellift, der die Mitfahrer in schwindelerregende Schräglage versetzt. „Wir haben auch darauf geachtet, dass die Kinderkarussells alle überdacht sind“, erklärt Marktmeister Finnern.

Die Fahrpreise lägen in der Regel zwischen 2,50 und drei Euro. Wer möchte, kann sich am Eröffnungs-Freitag (7. September) zur „Happy-Hour“ von 15 bis 16 Uhr mit Tickets zum halben Preis eindecken, die für alle vier Tage gelten, verspricht Marktmeister Finnern. Da einige Zufahrtstraßen gesperrt sein werden, empfiehlt die Verwaltung den Besuchern, den kostenlosen Shuttlebus-Service zu nutzen, der etwa stündlich vom AKN-Bahnhof über Wulfskamp und den Kleinen Markt zum Festplatz und wieder zurück pendelt. Letzte Abfahrt vom Jahrmarkt ist fünf Minuten vor Mitternacht.

Von Burkhard Fuchs