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Segeberg Eingefrorener Arbeitsmarkt zum Jahresbeginn
Lokales Segeberg Eingefrorener Arbeitsmarkt zum Jahresbeginn
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21:10 31.01.2013
Bad Segeberg

Die Baubranche und der Garten- und Landschaftsbau leiden in den Wintermonaten besonders stark: Hier wechseln sehr viele Mitarbeiter in die Arbeitslosigkeit. Vor allem in den Kreisen Segeberg und Pinneberg war der Anstieg Anfang dieses Jahres deutlich zu merken. Es waren 1600 mehr Männer und Frauen arbeitslos als Ende 2012; das bedeutet einen Anstieg um 10,7 Prozent.

„Zum Beginn des Jahres haben sich viele Menschen aus witterungsabhängigen Berufen arbeitslos gemeldet“, sagte Thomas Kenntemich, Leiter der Agentur für Arbeit Elmshorn, die auch für weite Teile des Kreises Segeberg zuständig ist. Ebenso spürbar seien das Ende des Weihnachtsgeschäftes und das Auslaufen befristeter Arbeitsverträge. Der Anstieg im Agenturbezirk bewege sich gleichwohl auf dem Niveau des Vorjahres, so Kenntemich.

Besser hingegen sah und sieht es im Jugendbereich aus. Besonders gute Chancen hatten junge Leute unter 20 Jahren. Hier sank die Arbeitslosigkeit innerhalb eines Jahres im Kreis Segeberg um 17,2 Prozent. Die Aufnahmefähigkeit des Ausbildungs- und Arbeitsmarktes habe sich für die Jugendlichen gegenüber den Vorjahren verbessert, sagte der Agenturleiter.

„Die Wirtschaftskrise hatte bislang nur geringe Auswirkungen auf unseren regionalen Arbeitsmarkt. Darauf sollten wir uns nicht ausruhen“, betonte Kenntemich. Die Märkte würden internationaler, die Veränderungszyklen immer kürzer und die Informationswege immer schneller. Nur durch ständige Anpassung blieben Unternehmen und Arbeitnehmer konkurrenzfähig. Ausbildung, Qualifizierung und Fachkräftegewinnung würden mehr und mehr zu den Topthemen am Arbeitsmarkt.

7358 Männer und Frauen im Kreis Segeberg waren im vergangenen Monat arbeitslos. Die Arbeitslosenquote stieg von 4,8 auf 5,3 Prozent; vor einem Jahr lag sie bei 5,0 Prozent. Von diesen Arbeitslosen betreute die Agentur für Arbeit (Arbeitslosenversicherung) im Januar 3347 Personen. Bei den Jobcentern (Grundsicherung) waren 4011 arbeitslose Männer und Frauen registriert; das waren 284 (7,6 Prozent) mehr als im Dezember. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl um 85 (2,2 Prozent). Im Januar haben sich 1011 Männer und Frauen neu arbeitslos gemeldet; das sind 49,3 Prozent mehr als im Dezember.

Zu den 7358 Arbeitslosen kamen im Januar 1665 weitere Menschen, die ohne Arbeit sind. Insgesamt befanden sich im Kreis Segeberg 9023 Männer und Frauen in Unterbeschäftigung. Diese Zahl ist gegenüber Jahr 2012 um 1,2 Prozent zurückgegangen. Saisonal bedingt sind im Januar auch weniger Stellen zu besetzen; die Arbeitgeber meldeten 344 freie, sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen. Das sind 158 weniger als im Dezember (31,5 Prozent). Gegenüber 2012 wurden im ersten Monat des Jahres 14 Stellen weniger aufgegeben. urs

LN

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