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Segeberg Ellerau: Jetzt sollen die Einwohner entscheiden
Lokales Segeberg Ellerau: Jetzt sollen die Einwohner entscheiden
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20:12 10.03.2017
Ellerau

Ein Jahr nach dem Grundsatzbeschluss des Ellerauer Gemeinderats, den Bürgermeister wieder hauptamtlich zu beschäftigen, bröckelt die Mehrheit dafür. Nach einstündiger Diskussion auf der jüngsten Gemeinderatssitzung zog die BVE als die treibende Kraft dieser Abkehr von der Ehrenamtlichkeit ihren Antrag wieder zurück. Jetzt soll die Einwohnerversammlung am Mittwoch, 29. März (19.30 Uhr, Bürgerhaus), darüber entscheiden, kündigte BVE-Fraktionschef Joachim Wehner nach einer Sitzungsunterbrechung an. „Lasst uns die Bürger darüber diskutieren und weiter sehen, wie es sich entwickelt. Es müssen da aber auch beide Seiten zu Wort kommen.“

Elleraus Bürgermeister Eckart Urban: „Ein hauptamtlicher Bürgermeister macht keinen Sinn.“ Quelle: Foto: Fuchs

Dieser „Rückzug auf Raten“ war ganz im Sinne von Bürgermeister Eckart Urban und seiner SPD-Fraktion, die sich zunächst zwar auch für die Wiederkehr der 2007 abgeschafften hauptamtlichen Bürgermeisterstelle ausgesprochen hatte. Doch dann scheuten die Genossen die hohen Kosten von 105 000 Euro für die A15-Stelle. Urban als ehrenamtlicher Bürgermeister erhält rund 2000 Euro im Monat.

Auch ein hauptamtlicher Bürgermeister werde kein eigenes Verwaltungspersonal haben, da dies weiterhin von der Stadt Norderstedt gestellt wird, die seit 2007 mit Ellerau eine Verwaltungsgemeinschaft unterhält, und somit dem Norderstedter Oberbürgermeister untersteht, argumentiert Urban. „Da macht die Hauptamtlichkeit keinen Sinn.“ Darum hatte die SPD-Fraktion jetzt sogar zwei Personalvorschläge gemacht, die nach der Kommunalwahl im Mai 2018, wenn der 76 Jahre alte Urban nicht wieder antritt, seine Nachfolge im Ehrenamt antreten könnten – darunter die SPD-Fraktionssprecherin Claudia Hansen (53), die von Beruf Ökonomin ist.

Dabei hatte die BVE fest vor, den Termin für den Amtsantritt des hauptamtlichen Bürgermeisters jetzt endlich auf den 1. Juni 2018 und die Dauer der Amtszeit auf sechs Jahre festzulegen. Dass diese Daten nicht in der Hauptsatzung geändert worden waren, hatte das Innenministerium bemängelt und damit den Grundsatzbeschluss in seiner Wirkung für ungültig erklärt. Der mögliche Wahltermin der Landtagswahl am 7. Mai war damit nicht mehr zu halten. Nun strebte die BVE die Bundestagswahl am 24. September als möglichen Termin für die Bürgermeisterwahl an.

Doch dann bröckelte die Zustimmung bei den unterstützenden Kollegen im Gemeinderat. So blieb nur Heiko Evermann, der mit Karl Maria Kwoll eine Fraktion bildet, der sich als glühender Verfechter für eine hauptamtliche Bürgermeisterstelle darstellte und Urban dafür schalt, dass er den Grundsatzbeschluss des Gemeinderates „hintertrieben“ hätte, was dieser als „unqualifizierte Unterstellung“ scharf zurückwies. bf

LN

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